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Sport trifft Wirtschaft

Basketballspieler während eines Wurfs.
Hinter jeder erfolgreichen Mannschaft stehen engagierte Mitarbeiter.
Foto: Hans-Martin Issler

Sportmanagement

Sport trifft Wirtschaft

Theorie statt Sportstunde: In Peter Hanus‘ (24) Masterstudium Sportmanagement an der Deutschen Sporthochschule in Köln dreht sich alles um die Führung, Planung und Vermarktung von Sport.

„Statistik, Marketing und Ökonomie spielen eine wichtige Rolle. Außerdem lernen wir die europäische Sportpolitik und internationale Sportsysteme kennen“, sagt Peter Hanus, der im dritten Semester studiert. Im Fach „Aktuelle Themen im Sport Management“ beschäftigt sich der Student beispielsweise damit, welche Auswirkungen die Bannerwerbung bei Biathlonwettkämpfen auf die Konsumenten hat und wo ein Banner platziert werden muss, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen. Auf dem Stundenplan stehen zudem unter anderem psychologische, soziologische und rechtliche Aspekte des Sportmanagements.

Ursprünglich hatte sich der 24-Jährige das Studium etwas praktischer vorgestellt. „Tatsächlich ist es aber sehr wissenschaftlich und theoretisch.“ Was es für ihn jedoch nicht weniger spannend macht. „Zu uns kommen viele renommierte Gastdozenten aus dem Ausland – zum Beispiel den USA, wo das Sportmanagement seinen Ursprung hat.“ Außerdem arbeitet die Hochschule mit zahlreichen Sportvereinen und -institutionen zusammen.

Zusammenarbeit mit dem 1. FC Köln

Ein Porträt-Foto von Peter Hanus

Peter Hanus

Foto: Privat

Direkt neben dem Campus befindet sich das Stadion des 1. FC Köln. Regelmäßig arbeitet der Verein gemeinsam mit Studierenden der Sporthochschule an Projekten. Für die Nationale Anti-Doping Agentur Deutschland (NADA) haben die Studierenden den Dopingmissbrauch in verschiedenen Sportarten untersucht. „Wer sich für den Studiengang interessiert braucht auf jeden Fall ein großes Interesse für Sport. Und man sollte bereit sein, vor anderen Leuten zu sprechen und seine Ergebnisse zu präsentieren. Im ersten Semester musste ich beispielsweise neun Präsentationen auf Englisch halten.“

Auch die Dozenten halten ihre Vorlesungen in englischer Sprache. Kein Problem für Peter Hanus, der sein Bachelorstudium in Business Administration in den USA absolviert hat. „Nach dem Abi bekam ich ein Basketballstipendium und habe während meines Studiums in Florida in der zweiten Liga der NAIA, einer großen amerikanischen College-Meisterschaft, gespielt“, erzählt der 24-Jährige, der ursprünglich aus der Nähe von Nürnberg stammt. Nach seiner Rückkehr aus den Staaten entschied er sich, noch ein Masterstudium anzuschließen. „Ich glaube, damit hat man in meinem Bereich einfach die besseren Berufschancen. Außerdem hat die Deutsche Sporthochschule in Köln einen guten Ruf.“ Auf dem Campus laufen ihm auch schon mal Profisportler wie der ehemalige Turn-Weltmeister Fabian Hambüchen über den Weg.

Auslandsaufenthalt von Vorteil

Auf 30 Studienplätze im Sportmanagement-Master kommen bei der Sporthochschule Köln rund 200 Bewerber. „Ich glaube, es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn man schon im Ausland war. Die meisten meiner Kommilitonen haben mindestens ein Auslandssemester hinter sich oder ein Schuljahr im Ausland verbracht.“ Anders als bei vielen Sportstudiengängen muss man für das Sportmanagementstudium an der DSHS Köln keine Sporteignungsprüfung ablegen. Bewerber müssen allerdings ihre Englischsprachkenntnisse nachweisen, beispielsweise in Form des TOEFL-Sprachtests. Sein letztes Mastersemester will Peter Hanus im Ausland verbringen, am liebsten in China. „Ich interessiere mich besonders für den Bereich Sales & Marketing. Ich würde gerne bei einem Sportartikelhersteller meine Masterarbeit schreiben und das Verhalten von Konsumenten untersuchen.“

Dazu passt die internationale Ausrichtung des Studienprogramms: Die Hälfte von Peter Hanus‘ Kommilitonen ist aus dem Ausland zum Studieren nach Köln gekommen, sie stammen aus China, Pakistan, Indien, Kanada und verschiedenen europäischen Ländern. Nach dem Abschluss Master of Science stehen ihnen viele Möglichkeiten im internationalen Sport-Business offen. So organisieren Sportmanager etwa Sportveranstaltungen, betreuen Profisportler oder vermarkten Sportartikel.

abi>> 30.11.2015

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