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So studiert es sich in Argentinien

Eine Landkarte zeigt die argentinische Hauptstadt Buenos Aires.
Nicht nur Sprach- und Kulturwissenschaftler kommen in Argentinien fachlich auf ihre Kosten. Forschungsprojekte verschiedener Fachrichtungen sind über das ganze Land verteilt.
Foto: Martin Rehm

Studieren in Argentinien – FAQ

So studiert es sich in Argentinien

Du liebäugelst mit einem Auslandssemester, einem Forschungsprojekt oder dem gesamten Studium in Argentinien und hast noch Fragen? abi>> hat einige der wichtigsten für dich beantwortet.

Wie verläuft das akademische Jahr in Argentinien?

Es ist in zwei Semester eingeteilt, von März bis Juli und von August bis Dezember. Dazwischen ist vorlesungsfrei.

Wie ist das Studiensystem aufgebaut?

Studiert wird in der Regel nur ein Fach. Ein allgemeinbildendes Studium, das vier bis sechs Jahre dauert, endet mit einem „Título de grado“, je nach Studienfach entweder mit der „Licenciatura“ oder einem vergleichbaren Titel für Ingenieure, Mediziner, Anwälte und mehr. Darauf aufbauend gibt es unter anderem „Maestría“-Programme, die allerdings im Gegensatz zum Master in Deutschland keine Voraussetzung für eine Promotion sind.

Wo kann ich gezielt nach argentinisch-deutschen Hochschulkooperationen suchen?

Auf der Seite www.internationale-hochschulkooperationen.de sind unter dem Suchwort Argentinien aktuell 289 Kooperationen gelistet (Stand Oktober 2018). Außerdem weiterhelfen kann die Suchmaschine des argentinischen Bildungsministeriums „Estudiar en Argentina“. Das Deutsch-Argentinische Hochschulzentrum (DAHZ) listet binationale Studienprogramme.

Gibt es Studiengebühren?

Internationale Studierende müssen laut dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) einen Beitrag von 6.000 bis 11.000 argentinische Peso (176 bis 323 Euro) pro Semester bezahlen.

Und wie hoch sind die Lebenshaltungskosten?

Sie sind vor allem in Zentren wie Buenos Aires höher als in den meisten deutschen Städten. Allen voran Lebensmittelpreise und Mieten sind in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Wohngemeinschaften sind in Argentinien unter Studierenden beliebt und üblich. Häufig wird gemeinsam ein Haus gemietet und bewohnt. Je nach Region kann aber selbst ein WG-Zimmer 400 Euro und mehr im Monat kosten.

Wie kann ich den Aufenthalt finanzieren?

Stipendien bieten zum Beispiel der DAAD oder das DAHZ an. Stipendien vergibt auch das Deutsch-Argentinische Hochschulzentrum (DAHZ), eine binationale Einrichtung, die Master- und Promotionsstudiengänge mit Doppelabschluss fördert. Interessant sind zudem Individualstipendien und Praktika, die von der Studierendenorganisationen IAESTE oder vom DAAD-Programm RISE organisiert werden. Eine weitere Option ist das Auslands-BAföG. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage ist es schwierig, gute Nebenjobs oder auch eine gut bezahlte Praktikumsstelle zu finden.

Was muss ich bei Einreise beachten?

Studienaufenthalte von bis zu 90 Tagen können ohne Visum absolviert werden, da die Studierenden als Touristen einreisen. Bei längeren Aufenthalten müssen Studierende innerhalb von 30 Tagen nach der Einschreibung eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken bei der zuständigen argentinischen Ausländerbehörde (Dirección Nacional de Migraciones) beantragen. Dort wird eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis für bis zu zwei Jahre erteilt.

Wie sicher ist Argentinien?

In touristischen Hochburgen wird vor Trickdiebstahl gewarnt. Auch sollte man laut dem Auswärtigen Amt Proteste oder Demonstrationen meiden. Informationen zur aktuellen Sicherheitslage liefern das Auswärtige Amt und die argentinische App Infobae.

Wie kann ich dort meine Freizeit verbringen?

Tangotanzen, Skifahren in den Anden oder Windsurfen – je nach Region kann man so ziemlich jeden Sport ausüben. Zentren wie Buenos Aires bieten zudem ein riesiges kulturelles Angebot, zum Beispiel Kino, Theater, Literaturveranstaltungen sowie eine lebendige Musik- und Clubszene.

Argentinien

Bevölkerung: rund 44 Millionen Einwohner

Fläche: rund 2,78 Millionen Quadratkilometer

Hauptstadt: Buenos Aires

Weitere Ballungszentren: Córdoba, Rosario, Mar del Plata, Mendoza

Landessprache: Spanisch

Währung: Peso

Hauptwirtschaftszweige: Industrie, Handel, Immobilienwirtschaft

Studierendenzahl: 2,8 Millionen

Quelle: Auswärtiges Amt/DAAD

abi>> 02.11.2018