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Büffeln zwischen Bretagne und Côte d’Azur

Ein Foto des Triumphbogens in Paris
Viele deutsche Studierende zieht es nach Paris, doch die Wohnungspreise dort sind nicht zu unterschätzen.
Foto: Annika Voßen

Studieren in Frankreich: Übersicht

Büffeln zwischen Bretagne und Côte d’Azur

Teil 2

Studienjahre statt Semester

In Frankreich wird in Studienjahren gerechnet. Das Jahr beginnt im September und endet im Juni. „Zwar wurde in Frankreich in den letzten Jahren auch überall ein Semestersystem eingeführt, aber die entscheidende Einheit bleibt das Studienjahr. Wenn möglich, sollte man daher einen einjährigen Aufenthalt vorsehen“, empfiehlt Christiane Schmeken. Trotzdem ist es möglich, im Rahmen eines Austauschprogramms lediglich für ein Semester nach Frankreich zu gehen.

Wer auf eigene Faust studieren möchte, muss sich im Zeitraum zwischen 20. Januar und 20. März zentral über das Onlineportal www.admission-postbac.fr bewerben. Die Grandes Ecoles haben eigene Auswahlverfahren und Fristen. Darum ist es in jedem Fall wichtig, frühzeitig mit der Wunschhochschule in Kontakt zu treten und die Zulassungsmodalitäten zu klären.

Es muss nicht immer Paris sein

Viele deutsche Studierende liebäugeln mit der Weltmetropole Paris als Studienort. Agnès Bousset gibt jedoch zu bedenken: „Dort ist es sehr, sehr teuer. Außerdem ist es schwierig, eine Wohnung zu finden.“ Generell ist Frankreich teurer als Deutschland. Ein Zimmer in einer WG ist oft erst für 400 Euro zu haben. „Günstiger ist es in einem Wohnheim. Diese Plätze werden in der Regel aber bevorzugt an Masterstudierende vergeben“, merkt die Expertin an.

Hat man einen Mietvertrag in der Tasche, kann man Wohngeld, das sogenannte CAF (Caisse d’allocations familiales) beantragen, wenn man die Voraussetzungen erfüllt. „Das Geld steht jedem Studierenden zu – auch Austauschstudierenden. Allerdings gibt es ziemlich lange Bearbeitungszeiten, sodass man die ersten Monate erst einmal überbrücken muss, dann wird rückwirkend gezahlt“, erklärt Agnès Bousset.

Und wer trotz Erasmus+-Förderung, Auslands-BAföG oder Elternzuschuss nicht über die Runden kommt, kann in Frankreich auch jobben. „Rechtlich ist dies völlig unproblematisch“, sagt Christiane Schmeken. Von Babysitten bis Kassieren im Supermarkt ist vieles möglich.

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abi>> 17.07.2015