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Den Campus mit Ideen füllen

Eine Studentin und ein Student lesen auf dem Campus in einem Buch.
Auf einer Campus-Uni sind alle Institutionen - vom Hörsaal über die Verwaltung bis hin zu Studi-Treffpunkten - an einem Ort.
Foto: Ralph Hoelzer

Studieren an einer Campus-Hochschule

Den Campus mit Ideen füllen

Fabian Gsell (23) ist im vierten Semester des Bachelor-Studiengangs European Cultures and Society an der Europa-Universität Flensburg. Nebenbei engagiert er sich im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und im Studierendenparlament (Stupa) – eine Campus-Hochschule ist dafür der perfekte Ort, findet er.

In der schönen Hafenstadt Flensburg wohnte Fabian Gsell bereits, als er an der dortigen Universität auf den Studiengang „European Cultures and Society“ stieß. Insbesondere aufgrund der Interdisziplinarität fand er diesen sofort spannend.

Als er die Entscheidung fällte, an der Uni Flensburg zu studieren, waren ihm die Vorteile einer Campus-Hochschule noch gar nicht bewusst: Studentenwohnheime, Mensa, Bibliothek, Verwaltung und Hörsäle befinden sich hier Tür an Tür. „Die kurzen Wege sind praktisch. Man braucht maximal fünf Minuten, um von A nach B zu kommen“, findet der Student.

Der Blick über den Tellerrand

Ein Porträtbild von Fabian Gsell

Fabian Gsell

Foto: Lars Dobiasch

Fabian Gsell besucht Vorlesungen in den Kultur- und Literaturwissenschaften sowie in Kunst, Wirtschaft, Soziologie und Geographie Europas. Solche interdisziplinäre Veranstaltungen fördern den Austausch: „Im vorigen Semester nahm ich an einem Kolloquium teil, in dem Dozierende ihre Forschungsprojekte vorstellten, die dann von Studierenden und Dozierenden verschiedener Fachbereiche diskutiert wurden. Ich fand sehr spannend, Einblicke in die unterschiedlichen Themen zu bekommen“, erinnert er sich. Fabian Gsell verbringt viel Zeit auf dem Campus. Nur ein einziges Uni-Gebäude, das Teile des Instituts der Wirtschaftswissenschaften und des Instituts für Energie- und Umweltmanagement beherbergt, befindet sich in der Stadt. Trotzdem ist es mit dem Fahrrad nur fünf bis zehn Minuten von den anderen Instituten entfernt.

Einen Nachteil der Campus-Hochschule sieht Fabian Gsell darin, dass einige Kommilitonen sich vom Leben in der Stadt abschirmen: „Die Wohnheime liegen auf dem Campus. Viele Studierende kommen mit dem Auto aus anderen Städten, wo sie noch bei ihren Eltern leben. Andere nutzen die Stadt nur als Transitzone. Und man sieht auf dem Campus auch kaum Leute, die keine Studierenden sind. Deshalb leben manche Studierenden wie in einer Blase“, meint der 23-Jährige.

Freizeit in der Stadt und auf dem Campus

Er selbst verbringt seine Abende auch gerne außerhalb des Campus‘, zum Beispiel bei einem Bierchen am Flensburger Hafen. Tagsüber findet man ihn dagegen häufig im Gemeinschaftsgarten der Uni, den er gemeinsam mit anderen Studierenden bepflanzt. „Wir wollen hier bald Hängematten aufstellen, sodass die Studierenden mehr und mehr Freude an diesem Ort haben“, erzählt der Student. Auch im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und im Studierendenparlament (Stupa) setzt er sich für studentische Belange ein. Die Rotunde, ein kostenloser Treffpunkt der Hochschule, sowie das große Angebot des Sportzentrums nutzt er persönlich bisher selten. Doch er engagiert sich im Namen seiner Kommilitonen dafür, dass auf dem Campus weitere Freizeitmöglichkeiten wie ein Beachvolleyballplatz und ein Basketballfeld geschaffen werden.

„Da die Hochschule noch sehr jung ist, gibt es bisher noch nicht viele Projekte, in die wir Studierenden uns gestalterisch einbringen können. Da wir hier fernab der Stadt viel Platz haben und auf dem Campus viele Studierende auf einem Fleck sind, können wir aber relativ leicht Unterstützung mobilisieren, wenn wir neue Ideen entwickeln und voranbringen wollen. In einer Hochschule, die über eine große Stadt verteilt ist, wäre das sicher schwieriger“, meint Fabian Gsell.

abi>> 17.08.2018