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Welche Hochschule ist die richtige für mich?

Blick auf ein Bücherregal.
Es ist nicht immer leicht, sich für ein bestimmtes Studium zu entscheiden. Verschiedene Faktoren müssen berücksichtigt werden, zum Beispiel der Standort oder der NC.
Foto: Julien Fertl

Hochschularten - Checkliste

Welche Hochschule ist die richtige für mich?

Wer studieren will, steht vor einem schier unbegrenzten Angebot an Fächern, Orten und nicht zuletzt Hochschularten. Manuela Stock, Akademische Berufsberaterin der Agentur für Arbeit München, gibt Tipps, wie man seinen Weg findet.

Was will ich überhaupt studieren?

Bevor man sich über die Art der Hochschule Gedanken macht, sollte man als erstes das passende Studienfach wählen – denn nicht jedes Fach wird auch an jeder Hochschulart angeboten. „Hobbys und Interessen sowie gerne besuchte Schulfächer können hier den Ausschlag geben“, sagt die Berufsberaterin.

Welchen Schulabschluss benötige ich?

Mit der allgemeinen Hochschulreife, also dem Abitur, stehen dem Schulabgänger sämtliche Hochschularten offen. Die Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an allen Fachhochschulen (FH) sowie bestimmter Studiengänge an Unis. Die fachgebundene Hochschulreife ermöglicht den Zugang zu Uni und FH im entsprechenden Fachbereich. Unter gewissen Voraussetzungen ist auch das Studieren ohne Abitur möglich.

Wie wichtig sind die Noten?

Manche Studiengänge sind mit einem Numerus clausus (NC) belegt, also zulassungsbeschränkt. Oft dient die Abi-Durchschnittsnote als Kriterium zur Zulassung. So mancher Studiengang oder Wunschstudienort kann dadurch für einen wegfallen. „Das ändert sich jedoch von Jahr zu Jahr und ist abhängig vom Studienort oder Studienfach“, sagt Manuela Stock. Es lohnt sich also, andere Studienorte auf ihre Zulassungsbedingungen hin zu überprüfen.

An welcher Hochschule wird mein Wunschstudiengang angeboten?

„Wer zum Beispiel Jura oder Medizin studieren will, kann dies nur an Universitäten tun“, erklärt die Berufsberaterin. Andere Fächer wie Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen oder Informatik gibt es sowohl an Unis als auch an Fachhochschulen. Gute Recherchequellen sind die Portale studienwahl.de und hochschulkompass.de.

Und wenn beides geht: Universität oder Fachhochschule?

„Das ist eine Frage des Lerntyps“, findet Manuela Stock. An Fachhochschulen sind die Lerngruppen meist kleiner, man hat direkten Kontakt zu den Professoren, die nicht selten eng mit Wirtschaftsunternehmen zusammenarbeiten und deshalb nah an der Praxis sind. An Universitäten wird wissenschaftlicher studiert, die Studiengruppen sind größer und die Vorlesungen in den beliebten Studiengängen meist voller. Eigenständiges Lernen und ein hohes Maß an Selbstorganisation werden erwartet.

Welche Studienstadt ist die beste?

Größere Städte bieten oft bessere Jobmöglichkeiten, kleinere dafür engere Kontaktmöglichkeiten zwischen den Studierenden. Manche bevorzugen aus Kostengründen einen heimatnahen Studienplatz, andere wollen bewusst von zu Hause ausziehen. „Angesichts der Knappheit an Studentenwohnraum lohnt es sich, kleinere Studienstädte anzuschauen“, rät Manuela Stock. Wer ein duales Studium absolviert, hat manchmal sogar zwei Wohnorte: beim Arbeitgeber und bei der Hochschule. Einen Überblick über alle deutschen Studienstädte und die dort ansässigen Hochschulen bietet dir das abi>> Hochschulpanorama.

Wo kann ich promovieren?

Bis auf die FH Fulda haben nur Universitäten das Promotionsrecht. Aber auch immer mehr Fachhochschulen bieten ihren Absolventen in Kooperation mit einer Universität die Möglichkeit zu promovieren. „Unis und FHs gleichen sich hier immer mehr an“, weiß Manuela Stock.

abi>> 17.12.2018