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Operationstechnische Assistentin

Im OP assistieren, springen, dokumentieren

„Skalpell bitte!“ Diese Aufforderung hört Chantalle Schlichting mehrmals am Tag. Die 20-Jährige ist im letzten Jahr ihrer dreijährigen Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin, die sie am KMG Klinikum Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern absolviert.

Ein Arzt und eine Kollegin narkotisieren eine Patientin für die Operation.

Als OTA ist man unter anderem für die OP-Dokumentation zuständig.

Sie sei sehr aufgeregt gewesen, als sie zum ersten Mal bei einer OP am KMG Klinikum Güstrow zuschauen durfte, erinnert sich Chantalle Schlichting. Das war noch vor ihrer Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) während eines Probepraktikums. „Ich hatte Angst, dass es vielleicht doch nicht das Richtige ist – obwohl es schon so lange mein Wunsch war, in diesem Umfeld zu arbeiten“, sagt sie. Doch es war das Richtige: „Ich war sofort begeistert!“

Das ist die 20-Jährige bis heute. Jetzt, in ihrem letzten Ausbildungsjahr, steht sie oft im OP-Saal und assistiert als sogenannte „instrumentierende Kraft“ den Ärzt*innen. Anfangs wurde sie ausschließlich als „Springerin“ eingesetzt. In dieser Funktion, auch „unsteriler Dienst“ genannt, ist es ihre Aufgabe Instrumente und sonstiges zu besorgen, falls etwas im OP-Saal fehlt. Das sei eine gute Vorbereitung fürs spätere Assistieren: „Durchs Beobachten habe ich einen guten Einblick in die OP-Abläufe bekommen“, sagt die angehende OTA, die in dieser Funktion zudem für die OP-Dokumentation verantwortlich ist.

Umgang mit Mensch und Technik

Chantalle Schlichting

Stets mehrere Wochen am Stück hat sie Unterricht an der zum Klinikum gehörenden Berufsfachschule. Besonders spannend fand sie die Lerneinheiten über Anatomie, OP- und Krankheitslehre. Dass sich Schule und Praxisphasen abwechseln, findet sie sinnvoll: „Ich kann das theoretisch Erlernte besser verinnerlichen, wenn ich mir ein Bild von den Tätigkeiten machen kann.“ Etwa, wie man mit sterilen Geräten umgeht, was Wundversorgung bedeutet und wie man Patienten*innen beruhigt, die Angst vor der OP haben.

Einblick auch in andere Bereiche

In sogenannten Außeneinsätzen lernte sie zudem alle Bereiche des Klinikums kennen, darunter die Endoskopie, die Notaufnahme und die Anästhesiepflege. „Jetzt weiß ich, welchen Weg ein Patient durchlaufen hat, wenn er zu uns in den Saal kommt“, erklärt die 20-Jährige. „Das Tolle ist: Überall wurde ich an die Hand genommen und konnte Fragen stellen – auch den Ärzten im OP-Saal.“ Wegen des guten Teamklimas – und natürlich, weil sie ihren Beruf liebt – würde sie nach ihrer Abschlussprüfung gern am Klinikum Güstrow bleiben. Dort könnte sie sich auch weiterbilden, zum Beispiel zur Kardiotechnikerin oder im OP-Management.

>> So kann ein typischer Arbeitstag aussehen

Der Artikel enthält ein Video mit weiteren Informationen.

Stand: 13.04.2021

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