So kann ein Arbeitstag aussehen

Das Foto zeigt einen jungen Mann vor dem PC, der sportlich gekleidet ist.
Kundengespräche führen und Anfragen bearbeiten. Hier ist Kommunikationstalent von Vorteil.
Foto: Hans-Martin Issler

Sport- und Fitnesskauffrau

So kann ein Arbeitstag aussehen

Als angehende Sport- und Fitnesskauffrau gehören unter anderem die Betreuung und Beratung von Kunden zu den Aufgaben von Celina Weiß (21). Für abi» schildert die Auszubildende einen typischen Arbeitsalltag im Sportverein Bremen 1860.

8:30 Uhr

Celina Weiß macht sich auf dem Weg zur Sparkasse und holt Kontoauszüge.

8:45 Uhr

Die Auszubildende betritt das Vereinsgebäude, setzt sich hinter den Tresen und schaltet ihren Computer an. Anschließend öffnet sie die notwendigen Programme auf ihrem Computer und macht sich an die Arbeit.

9:00 Uhr

Die Geschäftsstelle von Bremen 1860 öffnet. Celina Weiß führt Kundengespräche, bearbeitet Projekte, antwortet auf E-Mails, öffnet die Post und verteilt sie im Haus, verkauft Gästeausweise, erstellt Teststundenausweise für potenzielle neue Mitglieder und nimmt Mitgliedschaftsanträge an.

13:30 Uhr

Die Kasse wird abgerechnet, denn um 13:45 Uhr steht ein Schichtwechsel an und für Celina Weiß geht es in die Mittagspause.

14:45 Uhr

Die Auszubildende führt ihre Arbeit vom Vormittag fort.

17:00 Uhr

Nun wird die Küche gereinigt, Fenster geschlossen und Anmeldungen, Kündigungen und Änderungen werden gescannt.

17:30 Uhr

Celina Weiß schließt die Geschäftsstelle, rechnet die Kasse ab und erledigt die letzten Aufgaben.

17:45 Uhr

Die Auszubildende frankiert die über den Tag angesammelten Briefe und bringt sie zur Post.

18:00 Uhr

Feierabend! Celina Weiß macht sich auf den Heimweg.

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Sport- und Fitnesskauffrau

Von klein auf dabei

Seit ihrer Kindheit ist Celina Weiß Mitglied im Sportverein Bremen 1860. Diese Erfahrungen prägten die 21-Jährige so sehr, dass sie sich nach ihrem Abitur für eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau entschied.

Als sie klein war, war die Fitnesstrainerin des Sportvereins Celina Weiß‘ großes Vorbild. „Diesen Job wollte ich später auch gerne machen“, erzählt sie. Bereits an der Fachoberschule war für Celina Weiß klar, dass ihr zukünftiger Beruf etwas mit Sport und Gesundheit zu tun haben soll.

Während zwei Schulpraktika lernte sie die Arbeit hinter den Kulissen des Vereins Bremen 1860 genauer kennen, der über 70 Sportarten von Badminton bis Yoga anbietet. „In dieser Zeit habe ich an verschiedenen Sportangeboten teilgenommen und auch selbst mal einen Kurs angeleitet, was mir viel Spaß gemacht hat.“ So gelangte sie schließlich zu der Entscheidung, sich zur Sport- und Fitnesskauffrau ausbilden zu lassen.

Einblicke in verschiedenste Bereiche

Ein Porträt-Foto von Celina Weiß

Celina Weiß

Foto: privat

Im Verlauf der dreijährigen Ausbildung lernt Celina Weiß die Verwaltungsprozesse des Vereins kennen, betreut und berät Kunden und Vereinsmitglieder und erhält Einblicke in die Marketing- und Medienabteilung. Ihr Arbeitstag beginnt in der Regel um 8:45 Uhr und endet um 18 Uhr, bei Veranstaltungen am Wochenende arbeitet die 21-Jährige auch mal samstags oder sonntags. Früh- und Spätschichten übernimmt sie in der Ausbildung nicht.

Während sie das erste Jahr ihrer Ausbildung hauptsächlich im Servicebereich verbrachte, ist sie im zweiten Jahr an der Planung und Umsetzung verschiedener Projekte und Veranstaltungen beteiligt und auch im Hallenbereich anzutreffen, wo sie zwei kreative Kindertanzgruppen anleitet. Im dritten Jahr ist ihr Einsatzort das Therapie- und Fitnesszentrum des Vereins.

„Oft ist bei der Arbeit eine hohe Konzentration gefordert, damit zum Beispiel keine falschen Informationen herausgegeben werden. Außerdem ist es wichtig, die Aufgaben nach Dringlichkeit zu sortieren. Das lernt man mit der Zeit.“ Auch Kommunikationsstärke und Offenheit sind gefragt, denn als angehende Sport- und Fitnesskauffrau ist Celina Weiß ständig im Kontakt mit Kunden und Kollegen. Sie führt Telefonate und Kundengespräche, nimmt Anmeldungen entgegen oder beantwortet E-Mails. „Das ist auch das, was mir am meisten Spaß macht: Kunden beraten und Kontakt mit unterschiedlichen Menschen haben. Aber auch die Büroarbeit und das Organisieren finde ich toll. Da mein Arbeitsplatz innerhalb des Vereins regelmäßig wechselt, ist der Alltag sehr abwechslungsreich.“

Spaß am Lernen

Bei entsprechenden Leistungen ist eine Verkürzung der Ausbildung auf zwei bis zweieinhalb Jahre möglich. Im Anschluss könnte sich Celina Weiß zur Fachwirtin für Sport oder Fitness weiterbilden. Eine andere Option ist ein Studium, etwa in Sportmanagement oder Sportwissenschaft.

Celina Weiß kann sich gut vorstellen, nach ihrer Ausbildung im Reha-Bereich zu arbeiten. „Außerdem freue ich mich, nach der Ausbildung eigene Veranstaltungen und Projekte zu übernehmen, für die ich die Verantwortung trage“, erklärt die Auszubildende, die privat am liebsten Fußball spielt oder Fitnesssport betreibt. Ob nach der Ausbildung auch noch ein Studium in Frage kommt, kann die 21-Jährige heute noch nicht sicher sagen. „Ich weiß nur, dass ich jederzeit bereit bin, mich weiterzubilden.“

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Stand: 16.02.2020