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Arbeiten unter Strom

Elektroniker für Betriebstechnik sind gefragt, wenn Anlagen gewartet oder installiert werden müssen.
Elektroniker für Betriebstechnik installieren, warten und reparieren Anlagen.
Foto: Ria Kipfmüller

Elektroniker für Betriebstechnik

Arbeiten unter Strom

In seiner Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik beschäftigt sich Janik Lerch (24) unter anderem mit dem Thema Smart Home.

Es ist kein Geheimnis, dass Elektroniker durch die fortschreitende Digitalisierung in Zukunft immer mehr gefragt sein werden. Deshalb hat sich Janik Lerch nach einem abgebrochenen Lehramtsstudium für eine technisch-handwerkliche Ausbildung entschieden. Schon während des Studiums begann er, praktische Erfahrungen bei einem Elektromeister zu sammeln. Entsprechend gerüstet bewarb er sich bei Viessmann, einem Anbieter von Energiesystemen im nordhessischen Allendorf (Eder). Mittlerweile ist der 24-Jährige im zweiten von dreieinhalb Lehrjahren – bei guter Leistung kann die Ausbildung auch auf drei Jahre verkürzt werden.

Einsatz in vielen verschiedenen Bereichen

Ein Foto von Janik Lerch

Janik Lerch

Foto: Stephanie Böhme/Frank Feisel

Im ersten Jahr haben die Auszubildenden im Technischen Ausbildungszentrum die Grundlagen der Elektrotechnik kennengelernt. In der Werkstatt lernten sie, wie man elektrische Anlagen und Betriebsmittel plant sowie Dokumentationen dazu erstellt. Ab dem zweiten Lehrjahr durchlaufen die Azubis verschiedene Fachbereiche. „Ich weiß schon, dass ich für jeweils zwei bis drei Monate im Elektrobau, in der Produktion unserer Regelungstechnik sowie in der Instandhaltung eingesetzt werde“, sagt Janik Lerch. Durch den Einsatz in den verschiedenen Abteilungen sollen die Azubis einen Einblick in die Bandbreite des Unternehmens bekommen und am Ende ihrer Ausbildung entscheiden, wo sie künftig am liebsten arbeiten möchten. Ein- bis zweimal in der Woche besucht Janik Lerch zudem die Berufsschule.

Als modernes Unternehmen der Heizungs- und Klimabranche beschäftigt sich Viessmann auch mit smarten Anwendungen, berichtet Janik Lerch: „Smart Home ist auf jeden Fall ein Teil unserer Ausbildung.“ Er hat sich beispielsweise mit dem wibutler befasst, einer Anwendung eines Viessmann-Tochterunternehmens, die smarte Geräte miteinander verbindet: Per Funk steuert der wibutler Systeme für Heizungs- und Klimaanlagen, Beleuchtung, Rollläden sowie Sicherungstechnik, wenn es zum Beispiel regnet, dunkel wird oder der Besitzer das Haus verlässt. „Wir haben die verschiedenen Programme des wibutlers erstellt, getestet und sie mit unterschiedlichen Techniken verknüpft“, sagt Janik Lerch.

Berufliche Zukunft ist noch unklar

Am meisten Spaß macht Janik Lerch die Vielfalt der Aufgaben: An einem Tag verbindet er Laptops mit einer Anlage, damit diese über den Rechner gesteuert werden kann. Am anderen Tag baut er für die Ausbildungswerkstatt eine Installationswand auf, an der die Azubis arbeiten. Was er nach der Ausbildung machen will, weiß Janik Lerch noch nicht. Smart Home jedenfalls bezeichnet er als spannendes Thema, „weil ich die Digitalisierung an sich schon sehr interessant finde“. Möglichkeiten gibt es viele: von der Weiterbildung zum Techniker oder Meister über ein Duales Studium bis zu Fortbildungen in einem Fachbereich. „Wichtig ist für den Beruf auf jeden Fall, sich in technische Anlagen hineindenken zu können und Verständnis für elektronische Verknüpfungen mitzubringen.“ Und da ein Elektroniker immer auch mit Strom zu tun hat, ist sorgfältiges und verantwortliches Arbeiten ganz wichtig – sonst kann es auch mal gefährlich werden.

So kann ein Arbeitstag aussehen >>

abi>> 25.11.2019