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Kauffrau im Groß- und Außenhandel

Hongkong calling

Chiara Schalle (22) wollte einen Beruf mit internationalem Flair – Englisch sprechen und mit Menschen rund um den Globus arbeiten. Sie hat sich für eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel in der Fachrichtung Außenhandel bei einem Hamburger Tech-Unternehmen entschieden.

Hände liegen auf einer Computertastatur vor einem Bildschirm, auf dem eine Projektübersicht angezeigt wird.

In ihrer Ausbildung kommuniziert Chiara Schalle (20) täglich mit Menschen aus aller Welt.

Hongkong, Brüssel, Hamburg: Heute stand bei Chiara Schalle das Telefon nicht still. „Viele unserer Kunden haben Niederlassungen weltweit. Mein Ansprechpartner für den Auftrag, den ich gerade bearbeite, befindet sich in Hongkong“, erzählt die 22-Jährige. Für ihn erstellt sie ein Angebot für Videokonferenzen. Ihr Arbeitgeber, die DEKOM AG, ist auf audiovisuelle Kommunikation spezialisiert. „Dabei geht es um Videotechnik, die es Menschen an unterschiedlichen Standorten auf der Welt ermöglicht, so miteinander zu kommunizieren und zu arbeiten, dass sie das Gefühl haben, im selben Raum zu sitzen. Bei der Telepräsenz etwa werden weit entfernte Teilnehmer lebensgroß in Meetings übertragen“, erzählt Chiara Schalle.

Es handelt sich dabei nicht nur um den Verkauf von Mikrofonen, Kabeln, Displays und interaktiven Boards, sondern um ganze Systeme und die Frage, was zu welchem Kunden passt. Als Technikfreak würde sie sich selbst nicht bezeichnen, aber durchaus als technikaffin: „Unser Produkt ist lebensnah, modern und zukunftsorientiert“, erklärt die Hamburgerin. Schließlich seien Videokonferenzen effizient und umweltfreundlich.

Kollegen rund um den Globus

Foto von Chiara Schalle

Chiara Schalle

Ihre Kollegen in den über 30 Standorten in Deutschland, in der Schweiz, in Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, der Ukraine und der Türkei betreuen Kunden in sieben Sprachen. Chiara Schalle ist Auszubildende im dritten Lehrjahr am Hauptsitz in Hamburg. Dort unterstützt sie im Vertrieb einen Key Account Manager. „Der Vertrieb hält den Kontakt zu den Kunden, ist quasi das Aushängeschild, das Gesicht des Unternehmens“, erklärt sie. Den Großteil ihrer Zeit verbringt sie mit Zuhören, Erklären, Informieren, Telefonieren, Angebote schreiben. Ab und zu fährt sie auch raus zu Kunden, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Oder sie empfängt Kunden im hauseigenen Showroom. Je nach Kunde laufen die Gespräche auf Englisch ab.

Dass Englisch in ihrem Berufsalltag eine große Rolle spielen sollte, war ihr wichtig. Nach dem Abitur verbrachte sie ein Jahr in Neuseeland. „Ich wollte die Sprache weiterhin anwenden und war bei meiner Berufssuche offen sowohl für ein Studium als auch für eine Ausbildung“, erinnert sich Chiara Schalle. Neben Kauffrau im Groß- und Außenhandel waren auch der Studiengang Tourismusmanagement und die Ausbildung zur Hotelkauffrau in ihrer engeren Auswahl. „Aber die Arbeitszeiten in der Tourismusbranche entsprachen nicht meinen Vorstellungen.“

Kunden sind auch keine Muttersprachler

Ihr Auslandsjahr war hilfreich, aber für ihren Beruf keine Notwendigkeit. „Man darf nicht vergessen, dass viele Kunden keine Muttersprachler sind. Je nach Akzent kann es schon mal sein, dass man etwas nicht eindeutig versteht. Aber man kann ja einfach nachfragen.“

Zweimal in der Woche besucht sie die Berufsschule am Hamburger Lämmermarkt. In der Fachrichtung Außenhandel wählen die Azubis neben Englisch eine weitere Sprache, entweder Französisch oder Spanisch. Da ihr Arbeitgeber eine Niederlassung in Madrid hat und ihr die Sprache außerdem gefällt, hat sie sich für Spanisch entschieden. „Wir haben wöchentlich Unterricht, um nicht aus der Übung zu kommen.“ Eines Tages möchte sie auch im Spanischen so sicher sein wie im Englischen.

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abi» 24.02.2020

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