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Eurokaufmann: Auf internationalem Parkett unterwegs

Buenos días! Bonjour! Hello! Jonas Federer (21) absolviert eine Ausbildung zum Eurokaufmann bei Constantia Pirk. Dabei handelt es sich um eine doppelt qualifizierende Ausbildung, für die ein Faible für Sprachen Grundvoraussetzung ist.

Eine Frau tippt etwas auf der Tastatur eines Laptops. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand)

Kommt nach der Schule eine Ausbildung für mich infrage? Wenn ja, welche? Diese Fragen hat sich Jonas Federer gestellt. Von seinen Vorlieben für internationale Wirtschaft und Fremdsprachen berichtete der heute 21-Jährige einem Berufsberater der Agentur für Arbeit. Und der empfahl ihm, sich über die Ausbildung zum Eurokaufmann zu informieren. „Er gab mir zudem den Tipp, mich bei Constantia Pirk zu bewerben, da das Werk einen sehr guten Ruf als Ausbildungsbetrieb hat. Das hat zum Glück geklappt“, berichtet Jonas Federer, der nun fast am Ende der dreijährigen Ausbildung beim weltweit drittgrößten Hersteller von flexiblen Verpackungslösungen für die Consumer- und Pharmaindustrie angekommen ist.

Mehrere Abschlüsse

Ein Porträt-Foto von Jonas Federer. (Foto: Benita Völkl) Ein Porträt-Foto von Jonas Federer. (Foto: Benita Völkl)

Jonas Federer

Bei der Ausbildung zum/zur Eurokaufmann/frau handelt es sich um eine Sonderausbildung für Abiturientinnen und Abiturienten, die auch doppelt qualifizierende Ausbildung genannt wird. Jonas Federer erhält mit der Ausbildung den Abschluss zum Industriekaufmann sowie den Weiterbildungsabschluss zum Fremdsprachenkorrespondenten Englisch, Spanisch und Französisch. „Neben guten Fremdsprachenkenntnissen ist kaufmännisches und mathematisches Verständnis sowie Interesse für gesamtbetriebliche Zusammenhänge und Prozesse wichtig“, weiß der Auszubildende. Bei Constantia Pirk erhielt er bereits Einblick in alle Abteilungen des Unternehmens  - von der Personalabteilung über den Einkauf bis hin zum Vertrieb.

Keine Scheu vor Fremdsprachen

Kommunikationsfähigkeit gepaart mit etwas Mut braucht es für den Beruf des Eurokaufmanns ebenso: „Es kann zu Beginn – gerade, wenn man in einer Fremdsprache noch nicht ganz so fit ist – schon eine Hemmschwelle sein, am Telefon zum Beispiel mit einem französischen Kunden zu sprechen. Das gibt sich aber mit der Zeit.“ Jonas Federer, der eher ein Faible für Spanisch hat, freute sich zu Beginn der Ausbildung sehr auf den vorgesehenen dreiwöchigen Auslandsaufenthalt bei Constantia Tobepal in Logroño in Spanien. Doch leider machte ihm die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung.

Blockunterricht an der IHK

Während seiner Ausbildung wechselte der angehende Eurokaufmann zwischen dem Betrieb in Pirk und der Industrie- und Handelskammer Regensburg. Dort finden pro Ausbildungsjahr zwei Einheiten für Blockunterricht für je zehn Wochen statt. „Auf dem Stundenplan stehen die drei Fremdsprachen sowie wirtschaftliche Fächer wie Außenhandel, Vertrieb und Verhalten, Wirtschaft und Sozialkunde, aber auch EDV. Am Ende der Blöcke folgen schriftliche und teils mündliche Prüfungen“, erzählt er.

Bei Constantia Pirk gibt es eine 100-prozentige Übernahmegarantie. Gegen Ende seiner Ausbildung durfte Jonas Federer bei seinem Ausbilder einen Wunsch äußern, in welcher Abteilung er fortan eingesetzt werden möchte. „Ich hatte Glück und bin dort gelandet, wo mich das umfassende Aufgabengebiet am meisten fasziniert hat: in der Personalabteilung. Jetzt freue ich mich schon sehr auf das eigenverantwortliche Arbeiten dort.“

So kann ein typischer Arbeitstag aussehen >>