zum Inhalt

Bankfachwirtin: Mit Weiterbildung zur Beratung

Direkt nach ihrem Abschluss als Bankkauffrau wusste Amelie Gerhard (26), dass sie gerne als Bankberaterin arbeiten möchte. Für dieses Ziel absolvierte sie berufsbegleitend eine zweijährige Weiterbildung zur Bankfachwirtin.

Nahaufnahme einer Hand, die die Spitze einer Finanz-Pyramide in der Hand hält. auf dem Modell steht: Vermögen bilden. (Foto: Kemme)

Dass sie für eine Tätigkeit als Bankberaterin überhaupt geeignet ist, bewies Amelie Gerhard direkt nach ihrem Ausbildungsabschluss in einem internen Assessment Center ihres Arbeitgebers – der Deutschen Apotheker- und Ärztebank. „Voraussetzung war allerdings eine Wei-terbildung zur Bankfachwirtin, um meine Kenntnisse aus der Ausbildung auszubauen“, berichtet die 26-Jährige. Bankfachwirt*innen sind so etwas wie die Allrounder im Bankgeschäft: Sie bearbeiten Geschäftsvorgänge, planen, steuern, kontrollieren und betreuen Geschäftsprozesse. Sie begleiten Finanzgeschäfte, entwickeln neue Produkte, führen Bonitätsprüfungen, Ratings- und Risikoanalysen durch. Ein ziemliches umfangreiches Pensum also. Kein Wunder, dass die Weiterbildung zwei Jahre dauerte. Sie fand berufsbegleitend an der Frankfurt School of Finance & Management in Berlin statt. „Jeden Samstag und im letzten Semester auch mittwochs hatten wir Präsenzunterricht“, erinnert sich Amelie Gerhard. Parallel dazu lernte sie bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank den Vertrieb und das Backoffice kennen.

Aufnahme von Amelie Gerhard (Foto: privat) Aufnahme von Amelie Gerhard (Foto: privat)

Amelie Gerhard

Die angehende Bankfachwirtin arbeitete sich in die Fächer Allgemeine Bankbetriebswirtschaft, Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Recht ein. Als Schwerpunkt wählte sie das Fach Immobiliengeschäft. Privatkunden- oder Firmenkundengeschäft wären die anderen Optionen gewesen. „Am Ende jeden Semesters standen Prüfungen an, für die ich nach Feierabend lernen musste“, erklärt Amelie Gerhard. „Das funktionierte trotz Vollzeitjob sehr gut.“ Die Ergebnisse aus den Prüfungen wurden am Ende der Weiterbildung zu einer Gesamtnote addiert.

Beraterin für selbstständige Heilberufe

„Im Laufe der Weiterbildung stand für mich bereits fest, dass ich als Beraterin für selbstständige Heilberufe arbei-ten würde“, sagt Amelie Gerhard. Schon vor Ende des Programms startete sie durch und wechselte dazu in die Berliner Niederlassung der Bank. „Ich bringe Ärzte und Apotheker, die ihre Praxis beziehungsweise ihre Apothe-ke aufgeben wollen, mit Menschen zusammen, die sich auf diesem Feld selbstständig machen möchten“, erklärt sie ihre Aufgaben. Für diese Übergabe entwickelt sie die passende Finanzierung. Außerdem ist sie als Beraterin für Baufinanzierungen oder andere Privatfinanzierungen ihrer Kund*innen zuständig.

Die Digitalisierung bestimmt dabei ihren Job: „Alle Kunden- und Vertragsinformationen werden bei uns digitalisiert und zentral abgespeichert, sodass wir jederzeit Zugriff darauf haben“, sagt die Bankfachwirtin, die sich schon während ihrer Ausbildung in das bankinterne Datenmanagementsystem eingearbeitet hat. Auch für ihre Beratungsgespräche liegen alle Informationen online vor. „Wenn ich meinen Kunden zur Erklärung Sachverhalte aufzeichne, fotografiere ich die Skizzen anschließend ab, sodass ich sie ebenfalls digital abspeichern kann.“

Von der Theorie in die Praxis

Die Weiterbildung zur Bankfachwirtin hat Amelie Gerhard auf jeden Fall geholfen, um ihre heutige Aufgabe gut zu bewältigen. „Die Inhalte aus der Ausbildung wurden nochmal viel tiefer beleuchtet, manches war für mich auch ganz neu, zum Beispiel das Thema Marketing.“ Gut fand sie, dass ihre Dozent*innen alle aus der Praxis kamen, sodass sie die Erkenntnisse aus der Theorie direkt auf ihren Arbeitsalltag übertragen konnte. „Und dass ich die Weiterbildung direkt an die Ausbildung angeschlossen habe, war sehr hilfreich. Da war noch viel Gelerntes frisch in meinem Kopf.“