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Journalist*innen - Interview

„Selbstbewusstsein ist wichtig, Arroganz tödlich“

Hendrik Zörner vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV) erläutert die aktuellen Trends und Karrieremöglichkeiten für Journalist*innen. Neugier ist für ihn eine der wichtigsten Eigenschaften, um diesen Beruf auszuüben.

Junger Mann sitzt auf einer Wiese im Wald und liest Zeitung.

Neugier ist das A und O des Journalismus: Angehende Journalist*innen sollten wissbegierig und offen für Neues sein.

abi» Wie wird man Journalist*in?

Hendrik Zörner

Hendrik Zörner: Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Das geht zum einen über ein Journalismusstudium, zum anderen über eine Journalistenschule und zum dritten über ein Volontariat bei einer Zeitung oder einem Sender. Ein Studium ist kein Muss, aber die meisten jungen Journalistinnen und Journalisten haben studiert.

abi» Welches ist die wichtigste Aufgabe von Journalist*innen?

Hendrik Zörner: Die wichtigste Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten ist es, Menschen zu informieren. Informationen zu vermitteln bedeutet Recherche, Einordnung, Anreicherung mit Hintergrund. Journalisten haben deshalb eine große gesellschaftliche Verantwortung, der sie sich bewusst sein müssen. Gerade die Coronakrise hat gezeigt, welch immense Bedeutung journalistische Informationsvermittlung hat.

abi>> Welche Karrieremöglichkeiten bieten sich Journalist*innen derzeit?

Hendrik Zörner: Journalistinnen und Journalisten können bis zu Chefredakteuren, Intendanten und Kommunikationschefs aufsteigen. Aber bis man da ankommt, vergehen ein paar Jahrzehnte.

abi>> Wie hat sich das Berufsbild des/der Journalist*in in den vergangenen Jahren entwickelt, vielleicht sogar verändert?

Hendrik Zörner: Journalistinnen und Journalisten sollten technikaffin sein. Die Digitalisierung der Medien schreitet rasant voran, da müssen Journalisten Schritt halten können. Und als Teil der Kommunikation ist Social Media hinzugekommen. Auch damit müssen Journalisten umgehen können.

abi>> Wohin geht der Trend wenn es um die Beschäftigung von Journalist*innen geht?

Hendrik Zörner: Die Coronakrise macht Prognosen zur journalistischen Beschäftigung schwer. Bis das Virus kam, breitete sich bereits bei Zeitungen im ländlichen Raum journalistischer Personalmangel aus. Wie die Jobentwicklung nach der Pandemie aussieht, lässt sich seriös nicht vorhersagen. Auf jeden Fall ist klar, dass Journalisten breit aufgestellt sein müssen.

abi>> Welche Eigenschaften und Soft Skills sind nötig, um diesen Beruf auszuüben?

Hendrik Zörner: Neugier, Neugier und noch mal Neugier. Und natürlich Offenheit für Neues. Selbstbewusstsein ist wichtig, Arroganz tödlich.

abi>> Welche Tipps haben Sie für Abiturient*innen und Studierende, damit der Berufseinstieg gelingt?

Hendrik Zörner: Verfolgen Sie Ihr Ziel beharrlich und greifen Sie zu, wenn Sie ein Jobangebot bei einem Medienunternehmen bekommen.

Stand: 11.02.2021

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