Klick für Klick ins Shopping-Glück

Ein junger Mann verräumt Pakete in seinem Lieferwagen
Paketboten haben alle Hände voll zu tun, seit E-Commerce boomt.
Foto: Julien Fertl

E-Commerce – Hintergrund

Klick für Klick ins Shopping-Glück

E-Commerce ist allgegenwärtig – und der elektronische Handel bietet ein breites Spektrum an beruflichen Möglichkeiten. Ein Überblick über eine boomende Branche.

Möbel, Mode, Haushaltsartikel, Spielzeug, Baumarktprodukte, Multimedia ... Im Onlineshop von schwab.de finden sich viele verschiedene Produkte. Damit die Nutzer sich dabei gut zurechtfinden, Bestellvorgänge mühelos funktionieren und auch rechtlich alles auf aktuellem Stand ist, muss viel koordiniert werden. Entsprechend vielseitig sind die Aufgaben von Franziska Brückner. Die 34-Jährige arbeitet bei der Schwab Versand GmbH in Hanau.

„Die Onlineshops werden ständig weiterentwickelt“, erklärt die E-Commerce-Managerin. „Das betrifft zum Beispiel die Anpassung an neue Rechtsgrundlagen wie die Datenschutz-Grundverordnung, die Einführung neuer Zahlungsmethoden oder die Optimierung der User Experience, also des Erlebnisses für den Nutzer.“ Franziska Brückner nimmt die Anforderungen aus den verschiedenen Fachbereichen des Unternehmens oder gesetzliche Änderungen auf, die sie per E-Mail und in Meetings erhält oder selbst recherchiert, und erstellt auf deren Basis ein Umsetzungskonzept. „Dieses gilt es dann so aufzubereiten, dass die Entwickler genau wissen, was zu tun ist.“ Wesentlich ist dabei die Kommunikation mit den Entwicklern sowie anderen Konzeptern und Designern. „Zu unserem Team gehören außerdem einige Koordinatoren, die den Entwicklern die verschiedenen Aufgaben zuweisen.“

Steigender Umsatz

Ein Porträt-Foto von Franziska Brückner

Franziska Brückner

Foto: privat

Franziska Brückner hat Medienwirtschaft an der TU Ilmenau studiert, damals noch ein Diplomstudiengang mit betriebswirtschaftlicher Ausrichtung und medienspezifischen Zusatzfächern. „Ich bin in der Zeit groß geworden, in der sich das Potenzial des Internets erst wirklich gezeigt hat und wollte schon früh daran teilhaben“, erläutert sie ihre Motivation. „E-Commerce ist ein Bereich, der rasant gewachsen ist und sich in meinem persönlichen Alltag sehr schnell etabliert hat. Er wird sicherlich in Zukunft unser Leben noch stärker beeinflussen. Ich möchte dazu beitragen, dass dies so angenehm wie möglich geschieht.“

Immer mehr Menschen bestellen ihre Waren im Internet und lassen sie bequem nach Hause liefern. Shopping per Mausklick boomt, E-Commerce floriert. Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) ist der Bruttoumsatz mit Waren im elektronischen Handel im Jahr 2017 hierzulande auf 58,47 Milliarden Euro angestiegen. Das sind 10,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. „Besonders erfolgreich waren dabei die sogenannten Multichannel-Händler, also Unternehmen, die über mehrere Vertriebskanäle verfügen, zum Beispiel Katalog und Webshop “, erklärt Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim bevh (siehe Interview „Gefragt sind digitale Vorausdenker“). „Sie legten 2017 um 21 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro zu. Den größten Anteil daran hatten Anbieter, deren Herkunft im stationären Einzelhandel liegt.“

Bekleidung ist Spitzenreiter

Am liebsten bestellen deutsche Verbraucher offenbar Bekleidung im Internet. Hier wurde 2017 der meiste Umsatz erwirtschaftet – insgesamt 11,76 Milliarden Euro. Auf Platz zwei liegen Elektronikartikel beziehungsweise Artikel für Telekommunikation mit 9,88 Milliarden Euro. Mit etwas Abstand folgen die Kategorien Computer/Zubehör/Spiele/Software (4,45 Milliarden) und Schuhe (3,84 Milliarden). Dabei gewinnt der Onlinehandel abseits der Ballungsräume zunehmend an Bedeutung: Fast 60 Prozent des E-Commerce-Umsatzes resultieren aus Bestellungen in Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern.

Die Zahlen für das zweite Quartal 2018 bestätigen den Wachstumskurs. Demnach legte der Online-Handel in der ersten Hälfte des Jahre 2018 verglichen mit dem ersten Halbjahr 2017 um 11,1 Prozent zu. Den bevh-Statistiken zufolge waren im Jahr 2016 insgesamt 83.400 Menschen direkt im E-Commerce tätig, also im Bereich Unternehmensinfrastruktur, IT und Administration. Die vertretenen Berufsbilder sind vielfältig. So arbeiten neben IT- und Marketing-Experten beispielsweise Fachkräfte aus den Bereichen Finanzen, Gestaltung, Logistik und Einkauf in Unternehmen des elektronischen Handels. Neu ist die duale Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im E-Commerce, die seit August 2018 angeboten wird (siehe Berufs- und Arbeitsfelder „Von IT bis Marketing“).

Tendenz: weiterhin positiv

„Der Online- und Versandhandel zeichnet sich durch ein besonders starkes Wachstum aus“, bestätigt Claudia Suttner, Arbeitsmarktexpertin der Bundesagentur für Arbeit. „Seit 2013 ist die Zahl der Beschäftigten um 43 Prozent gestiegen.“ Auch die Zahl der gemeldeten Stellen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren bei der Bundesagentur für Arbeit im Versand- und Internethandel 3.700 Arbeitsstellen gemeldet – ein Plus um fast 50 Prozent gegenüber 2015. Zugleich ist die Zahl der Menschen, die ihre Stelle im Einzelhandel, zu dem auch der Onlinehandel gehört, verloren und sich arbeitslos gemeldet haben, in diesem Zeitraum zurückgegangen. „Die Arbeitsmarksituation im Versand- und Onlinehandel ist – wie im Einzelhandel insgesamt – vergleichsweise gut“, so das Fazit der Expertin.

Weitere Informationen

BERUFENET
Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchwörter z. B. E-Commerce, Versandhandel).
www.berufenet.arbeitsagentur.de

 

studienwahl.de
Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen (Suchwörter z. B. E-Commerce, Versandhandel).
www.studienwahl.de

 

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit
http://jobboerse.arbeitsagentur.de

 

berufsfeld-info.de
Infoportal der Bundesagentur für Arbeit zu Ausbildung, Studium und Weiterbildung. Weitere Informationen findest du im Teilberufsfeld „Marketing, Verkauf und Vertrieb“.
berufsfeld-info.de/abi

 

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh)
www.bevh.org

 

„Meet the Makers“ bei OTTO
Der Blog gewährt Einblicke in die Softwareentwicklung bei otto.de.
https://dev.otto.de

 

E-Commerce – Berufs- und Arbeitsfelder

Von IT bis Marketing

Im E-Commerce bieten sich sowohl mit Studium als auch mit Aus- oder Weiterbildung berufliche Perspektiven. abi» stellt Dir einige Möglichkeiten vor.

Studienberufe:

Betriebswirt/in – Marketing

Aufgaben:
Marketingaktivitäten von Unternehmen planen, organisieren und überwachen. Erarbeiten von Marketinglösungen unter Einbeziehung der neuesten Entwicklungen der jeweiligen Branche.

Mögliche Arbeitgeber:
Unternehmen mit Onlineshop und Versandhandelsunternehmen, Verbände, Organisationen sowie Interessensvertretungen

Mehr zum Berufsbild „Betriebswirt/in – Marketing“ auf BERUFENET>>

Informatiker/in

Aufgaben:
Entwickeln, Programmieren und Modifizieren von Hard- und Software.

Mögliche Arbeitgeber:
Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche, darunter auch Firmen im Bereich Versandhandel und E-Commerce

Mehr zum Berufsbild „Informatiker/in“ auf
BERUFENET>>

Onlinemarketing-Manager/in (auch als Weiterbildungsberuf)

Aufgaben:
Online-Werbemaßnahmen koordinieren, Marketingstrategien für virtuelle Verkaufsräume entwickeln, Kundengruppen akquirieren und Geschäftsprozesse im Bereich des Onlineshoppings gestalten.

Mögliche Arbeitgeber:
Handelsunternehmen unterschiedlicher Branchen, Softwareentwicklungsfirmen

Mehr zum Berufsbild „Onlinemarketing-Manager/in“ auf BERUFENET>>

Ausbildungsberufe:

Kaufmann/-frau – E-Commerce

Aufgaben:
Verkauf von Produkten und Dienstleistungen im Internethandel.

Mögliche Arbeitgeber:
Unternehmen des Einzel-, Groß- und Außenhandels, die Onlineshops betreiben; Herstellerbetriebe, die ihre Produkte online vertreiben; Internetversandhandel; Touristikunternehmen, die Reisen und Flüge online verkaufen; Logistik- und Mobilitätsdienstleistungsbetriebe, die Leistungen online verkaufen

Mehr zum Berufsbild „Kaufmann/-frau – E-Commerce“ auf BERUFENET>>

Weiterbildungsberufe:

IT-Lösungsentwickler

Aufgaben:
Informationstechnische Lösungen für spezifische Anforderungen und Anwenderbedürfnisse realisieren.

Mögliche Arbeitgeber:
System- und Softwarehäuser sowie EDV-Dienstleister, Unternehmen der Informations- und Telekommunikationstechnik, Ingenieurbüros für Systementwicklung

Mehr zum Berufsbild „IT-Lösungsentwickler“ auf BERUFENET>>

IT-Projektkoordinator/in

Aufgaben:
Steuerung von Abläufen informationstechnischer Vorhaben.

Mögliche Arbeitgeber:
Unternehmen mit Onlineshop, Versandhandelsunternehmen, Verbände und Organisationen

Mehr zum Berufsbild „IT-Lösungsentwickler“ auf BERUFENET>>

 

E-Commerce – Interview

„Gefragt sind digitale Vorausdenker“

Wie entwickelt sich die Branche E-Commerce und welche Berufschancen bietet sie? Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), steht im abi» Interview Rede und Antwort.

abi>> Herr Groß-Albenhausen, welche aktuellen Themen und Entwicklungen zeichnen sich im E-Commerce ab?

Martin Groß-Albenhausen: Aktuell treibt viele Unternehmen um, dass die Nutzer das Internet zunehmend auf unterschiedlichen Geräten nutzen. Smartphones und Tablets sind dabei nicht einmal der letzte Schrei, Assistenten-Systeme und Voice-Commerce werden die nächsten Jahre prägen (Anm. d. Red.: Dazu zählen etwa die Systeme Siri, Alexa und Google Assistant). Die Herausforderung besteht darin, die eigenen Daten für viel mehr E-Commerce-Kanäle und Verkaufssituationen zu optimieren.

abi>> Wie hat sich die Branche in den letzten Jahren verändert?

Martin Groß-Albenhausen: Sicherlich am meisten durch die Marktplatzeffekte (Anm. d. Red.: virtuelle Marktplätze als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer). Ein zweiter Aspekt ist die Konsolidierung: Wir sehen, dass Online-Pioniere immer öfter mehrere hundert Millionen Euro umsetzen oder an der Milliardengrenze kratzen. Und viele mittelständische Händler halten das Tempo nicht mit.

abi>> Wie schätzen Sie die Zukunft der Branche ein?

Ein Porträt-Foto von Martin Groß-Albenhausen

Martin Groß-Albenhausen

Foto: privat

Martin Groß-Albenhausen: E-Commerce wird das Betriebssystem jedes Handels. Die Zukunft gehört all denen, die mit aller Macht E-Commerce-Prozesse in die Unternehmen bringen und alles radikal für die User Experience gestalten, also für das optimale Nutzererlebnis.
Der kommende Wettbewerb wird nicht mehr zwischen Händlern oder Marketing-Profis geführt, sondern zwischen Technologie-Führern, innovativen Geschäftsmodellen und vernetzenden Ökosystemen. Ein Beispiel: Künstliche Intelligenz (KI) wird viele Tätigkeiten übernehmen, die heute von Online-Marketing-Experten erledigt werden. Aber KI erfindet kein neues digitales Kauferlebnis. Händler müssen sich bewusst sein, dass sie dem Kunden ein ganzheitliches Shopping-Erlebnis bieten müssen.

abi>> Welche grundsätzlichen Anforderungen werden an Bewerber im elektronischen Versandhandel gestellt?

Martin Groß-Albenhausen: E-Commerce ist so vielfältig, dass es auch zahlreiche unterschiedliche Berufsbilder gibt. Allen gemein ist eine starke Orientierung an Kennzahlen und die Optimierung von Prozessen. Aber ein User Experience Designer, der ein positives Nutzererlebnis gestaltet, oder ein Marketing-Experte kann nicht nur auf Tabellen und Workflow-Diagramme schauen. Es braucht Menschen, die neue Geschäftsmodelle denken und beschreiben können, um sie von Programmierern umsetzen lassen zu können. Ich folge hier dem Blogger und Journalisten Sascha Lobo, der immer wieder vor dem Fetisch des Informatikers warnt: Unsere Wirtschaft und Gesellschaft benötigt für die Digitalisierung nicht einfach Coder, die Computerprogramme schreiben, sondern Experten, die digital vorausdenken können.

abi>> Wie gelingt der Berufseinstieg in die Branche?

Martin Groß-Albenhausen: Wir haben mit dem Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“ erstmals einen Beruf geschaffen, mit dem man direkt nach der Schule praxisnah in Betrieben den elektronischen Handel von der Pieke auf lernen kann. Es gibt auch duale Studiengänge, die eine Ausbildung in einem Betrieb mit einem fachbezogenen Studium verbinden. Das sind derzeit die direktesten Wege in den E-Commerce. Aber es existieren auch viele Vollzeit-Studiengänge, die in hohem Maß für die Tätigkeiten in unserer Branche qualifizieren. Gemessen an allen angebotenen Studiengängen in Deutschland beschäftigt sich aber gerade einmal ein Prozent überhaupt mit Fragen der Digitalisierung. Insofern ist jeder, der sich heute für Digital Commerce interessiert und sich darin aus- und weiterbildet ein begehrter Mitarbeiter.

 

Softwareentwickler

„Entwickeln für Entwickler“

Mit wenigen Mausklicks zur Lieblingsbluse – damit das klappt, müssen Onlineshops reibungslos funktionieren. Im Vordergrund stehen dabei Nutzerfreundlichkeit und Einheitlichkeit. Zu beidem trägt Philipp Möhler maßgeblich bei. Der 27-Jährige arbeitet als Software Developer beim Onlinehändler OTTO in Hamburg.

Wenn Philipp Möhler morgens an seinem Arbeitsplatz eintrifft, gilt sein prüfender Blick zunächst allen Onlinefeatures auf otto.de, die er betreut: Funktionieren sie fehlerfrei? Das können grundsätzlich Buttons, Formulare und ähnliches sein. „Jeden Tag um zehn Uhr kommt unser Team dann zum ‚Daily‘ zusammen, wie wir es nennen. Dabei tauschen wir uns über unsere aktuellen Aufgaben, Fortschritte und Probleme aus. Danach beginnen wir mit der Software-Entwicklung, meistens im Pair-Programming.“ So lautet der Fachbegriff für die Arbeitsweise, bei der jeweils zwei Programmierer an einem Rechner gemeinsam die Quellcodes erstellen.

Ein Zusammenspiel von 20 Teams

Ein Porträt-Foto von Philipp Möhler

Philipp Möhler

Foto: privat

Zum Team des IT-Spezialisten gehören noch vier weitere Entwickler und ein „Production Lead“, der sich vor allem um Organisatorisches kümmert und unter anderem dafür sorgt, dass die Entwickler ihre Aufgaben möglichst effizient bearbeiten. „An der Website otto.de arbeiten insgesamt über 20 Teams“, erklärt der 27-Jährige. „Jedes von ihnen entwickelt und kümmert sich dabei um eigene Features.“ Um zu erreichen, dass der Onlineshop nach außen hin trotzdem „wie aus einem Guss“ wirkt und schnelle Ladezeiten hat, kommt es auf die gute Zusammenarbeit aller Teams an.

Philipp Möhler pflegt und betreut mit seinem Team auch die Pattern Library. Das ist eine Sammlung standardisierter Grafikelemente, Schriftarten und interaktiver Elemente, die immer wieder verwendet werden. „Die Pattern Library sowie eine Bibliothek mit Elementen der Programmiersprache JavaScript mit Grundfunktionalitäten stellen wir für andere Teams bereit. Dadurch können sich diese um das Wesentliche kümmern, also um die Funktionen, die sie programmieren müssen. Daran arbeiten wir zwar nicht täglich, warten die Sammlungen aber und erweitern Schnittstellen auf Anfrage der anderen Teams“, erklärt der Softwareentwickler.

Unverzichtbar: eine offene Fehlerkultur

Zu den täglichen Aufgaben von Philipp Möhler gehört auch das Testen und Optimieren von Software. „Wir beurteilen und bewerten auch Technologien und prüfen, ob ihr Einsatz einen relevanten Mehrwert für den Online-Shop bringen würde. Außerdem entwickeln wir Tools, die wiederum andere Teams bei der Entwicklung ihrer Funktionen nutzen. Dies nennen wir ‚Developing for Developers‘ – also ‚Entwickeln für Entwickler‘“, führt er aus.

Da sind logisches Denken und die Fähigkeit, komplexe Herausforderungen zu meistern, wichtige Voraussetzungen in der Softwareentwicklung. „Unverzichtbar ist außerdem eine offene Fehlerkultur“, ergänzt Philipp Möhler. „Fehler können passieren. Sie sollten aber mit allen geteilt werden, damit sie künftig vermieden werden. Außerdem sollte man lernbereit und offen gegenüber neuen und sich ständig verändernden Aufgaben sein.“

Vom Junior zum Senior

Die Basis für seine Fachkompetenzen bildet das Bachelor- und Masterstudium der Angewandten Informatik an der Fachhochschule Erfurt. „Meine Masterarbeit habe ich hier bei OTTO geschrieben. Danach wurde ich als Junior Software Developer eingestellt, anderthalb Jahre später als Software Developer“, erinnert er sich.

Bereits während seines Studiums hatte Philipp Möhler nebenbei als Werkstudent im Bereich der App- und Webentwicklung gearbeitet und erste Erfahrungen gesammelt. „Als ich nach Hamburg gekommen bin, habe ich ein großes und fortschrittliches Unternehmen mit spannenden IT-Projekten gesucht. Der Onlineshop otto.de hat mich hinsichtlich technologischer Vielfalt, Architektur, Umsatz und Besucherzahlen sofort begeistert“, erinnert er sich. Die Website verzeichnet täglich mehr als zwei Millionen Besuche und bis zu zehn Bestellungen pro Sekunde. „Für einen Entwickler bedeutet das viele Herausforderungen – ich habe hier noch eine Menge gelernt. Nun möchte ich meine technologischen Kenntnisse weiter vertiefen, mehr Verantwortung übernehmen und mich hier zum Senior Software Developer weiterentwickeln“, blickt der IT-Experte in die Zukunft.

 

Branchenumfrage

Einstellungspraxis: E-Commerce

Folgende Firmen haben sich an unserer Branchenumfrage beteiligt und zu ihrer Einstellungspraxis Angaben gemacht:

Tchibo GmbH

Kontakt
www.tchibo-karriere.de

Ansprechpartner:
Franziska Gellrich

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss
Mehr als 150 im Bereich E-Commerce / k. A.

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
Im Bereich E-Commerce aktuell ca. 7 Hochschulabsolventen/-innen (Trainees und Junioren/-innen)

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
E-Commerce, IT

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)
Naturwissenschaften, Informationstechnik, technische Berufe

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse
Je nach Stelle sehr unterschiedlich, z. B. „echtes“ Tech-Know-how, Anpackmentalität, erste praktische Erfahrungen

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten 
Unter anderem:
Fachinformatiker/-in für Systemintegration
Dual Studierende E-Commerce
Trainee E-Commerce (2019)

Abschlussarbeiten möglich?
Bachelor- und Masterarbeiten idealerweise nach einem Praktikum möglich

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Bruno Bader GmbH + Co. KG

Kontakt
www.bader.de

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss 
7 / 4 im Bereich E-Commerce

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
1 bis 3 Mitarbeiter/-innen

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
Suchmaschinen-Advertising (SEA), Web Analytics

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)
Marketing-Studium (Schwerpunkt Online)

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse
Eigenständiges Arbeiten, analytische Fähigkeiten

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten
Ausbildung zum/zur E-Commerce-Kaufmann/-frau

Abschlussarbeiten möglich?
Ja, Bachelor- und Masterarbeiten

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ALTERNATE GmbH

Kontakt
www.alternate.de/HILFE/ALTERNATE/Jobs-Karriere

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss
Ca. 850 / k. A.

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
K. A.

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
5 bis 10 Mitarbeiter/-innen im Produktmanagement, der Logistik, der Programmierung, dem Marketing

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)
K. A.

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse
K. A.

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten
Ausbildung Fachinformatiker/-in für Anwendungsentwicklung, Ausbildung Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel

Abschlussarbeiten möglich?
Ja, Bachelor- und Masterarbeiten

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Mytoys Group

Kontakt
mytoysgroup.jobs

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss
Inkl. Logistik & Filialen): ca. 2.000
Zentrale Berlin: rund 750
Hochschulabschluss: k. A.

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
Je nach Bedarf – Direkteinstieg in allen Bereichen möglich

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
Insbesondere in den Bereichen IT, Marketing, Controlling und Einkauf. Einstieg aber auch in anderen Bereichen möglich

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen) 
Wirtschaft: BWL/VWL, Marketing, Wirtschafts-Ingenieurwesen, Mode-Management, Wirtschaftspsychologie, Soziologie

Informationstechnologie: Informatik, Mathematik, Medieninformatik, Technische/Angewandte Informatik, Wirtschaftsinformatik

Kommunikation & Design: Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Visual Design, Fotografie, Grafik-Design

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse 
Gute Noten, Teamfähigkeit, Motivation, Zuverlässigkeit, Offenheit und Neugier. Online-Affinität sowie Interesse und Gespür für den Bereich Handel und Internet-Technologien.

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten
Duale Ausbildungen:

Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation
Kaufmann/-frau im E-Commerce
Mathematisch-technische Softwareentwicklung
Fachinformatik Systemintegration/ Anwendungsentwicklung

Duales Bachelorstudium an der HWR Berlin:

Betriebswirtschaftslehre, Studienrichtung Handel (B.A.)Wirtschaftsinformatik (B. Sc.)

Abschlussarbeiten möglich?
Ja, Bachelor- und Masterarbeiten

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Bonprix Handelsgesellschaft mbH

Kontakt
www.bonprix.de/corporate/karriere

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss
Zentrale bonprix in Hamburg: 1.245 Mitarbeiter/-innen

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
Steigender Bedarf in den Bereichen IT und E-Commerce

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
IT, E-Commerce

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)
Anwendungsentwicklung
Wirtschaftsinformatik
Angewandte Informatik
Wirtschaftswissenschaften Schwerpunkt Controlling
BWL
Kaufmännische Ausbildung

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse
Offenes Mindset

Fähigkeit zur Selbstreflektion
Hohe Lernbereitschaft und Veränderungsfähigkeit

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten
Duale Studiengänge:

Bachelor of Science Angewandte Informatik
Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik

Duale Ausbildungen:

Fachinformatiker/-in Systemintegration
Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung
Kaufmann/-frau im E-Commerce
Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau (Schwerpunkt Großhandel)

Abschlussarbeiten möglich?
Ja. In der Regel in Verbindung mit einem Praktikum oder einer Werkstudierendentätigkeit

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OTTO GmbH & Co. KG

Kontakt
https://www.otto.de/unternehmen/jobs

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss
4.700

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
1.100 bis 1.300 Mitarbeiter/-innen / circa 300 Junioren/-innen pro Jahr

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
IT, Business Intelligence, E-Commerce, Online Marketing

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)
Informatik, Marketing, Kommunikation & E-Commerce mit technischem Bezug

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse
Positionsspezifische Fachkenntnisse

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten
Ausbildungsberufe im E-Commerce:

Fachinformatik Systemintegration
Fachinformatik Anwendungsentwicklung
Informatikkaufmann/-frau
Kaufmann/-frau im E-Commerce

Außerdem bei OTTO:

Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau
Kaufmann/-frau für Büromanagement in den Relationcentern
Fotograf/-in
Koch/Köchin
Sport- und Fitnesskaufmann/-frau
Elektroniker/-in

Duale Studiengänge im E-Commerce:

Wirtschaftsinformatik
E-Commerce

Außerdem bei OTTO:

Business Administration
Alle vier Jahre: Gesundheitsmanagement

Abschlussarbeiten möglich?
Ja, Bachelor- und Masterarbeiten, häufig im Anschluss an ein Praktikum 

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Stand: 14.11.2019