Eine Branche im Wandel

Detailansicht einer Photovoltaikanlage. Foto: Armin Weigel
Regenerative Energien statt Atom- und Kohlestrom? Die Energiebranche hat gut zu tun ...
Foto: Armin Weigel

Energiewirtschaft – Hintergrund

Eine Branche im Wandel

Strom kommt aus der Steckdose – na klar! Aber damit das zuverlässig funktioniert, ist das Know-how von 230.000 Beschäftigten in der Energiewirtschaft gefragt. Sie stehen aufgrund der Energiewende derzeit vor großen Herausforderungen.

Klimawandel, nachhaltige Energieversorgung, Energiewende – Wiebke Albers wollte schon früh die Herausforderungen unserer Zeit mitgestalten. Mit einem Bachelor- und einem Masterstudium in Wirtschaftsingenieurwesen der Fachrichtung Elektrische Energietechnik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen legte sie einen guten Grundstein für die Arbeit in der Energiewirtschaft. In ihrer Bachelor- und ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich mit dem Thema Stromnetze.

„Meinen heutigen Arbeitgeber habe ich während eines Studienpraktikums kennengelernt“, erinnert sich die 28-Jährige. Nach ihrem Masterstudium absolvierte sie bei Innogy ein international ausgerichtetes Traineeprogramm, bei dem sie rund ein halbes Dutzend Stationen innerhalb der Unternehmensgruppe durchlief. Innogy ist eine Tochtergesellschaft des Energieversorgers RWE mit Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien, Strom- und Gasnetzen sowie Vertrieb.

Wie sicher sind die Stromnetze?

Ein Porträt-Foto von Wiebke Albers

Wiebke Albers

Foto: privat

„Nach dem Traineeprogramm war mir klar, dass ich gern im Bereich Stromnetze arbeiten wollte, und begann bei Innogy als Referentin im Bereich Systemanalysen“, berichtet Wiebke Albers. „Meine Abteilung befasst sich mit Fragen zum europäischen Stromverteilungs- und Stromübertragungsnetz, um den Konzern bei technischen, betriebswirtschaftlichen und strategischen Entscheidungen mit Netzbezug zu unterstützen.“ Zum Beispiel geht es darum, welche Auswirkungen erneuerbare Energien auf die Sicherheit des Stromnetzes haben. Um den Kollegen eine Entscheidungshilfe zu geben, wertet Wiebke Albers große Datenmengen aus und stellt sie den Entscheidungsträgern visuell, zum Beispiel in Form von Grafiken und Präsentationen, zur Verfügung.

Darüber hinaus arbeitet die Ingenieurin an nationalen und internationalen Forschungsprojekten zur Umsetzung der Energiewende mit. „Das bedeutet viel Abstimmung mit allen Beteiligten, um unsere Ideen voranzutreiben“, erklärt Wiebke Albers, die für diese Arbeit häufig auf Dienstreisen ist.

Im Mittelpunkt steht die Elektrizitätsversorgung

„Die Energiewende krempelt derzeit die Energiebranche um“, beobachtet auch Birgit Henrichs, Bildungsreferentin beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Seien es intelligente Messsysteme, die den aktuellen Stromverbrauch in Echtzeit anzeigen, oder Smart Grids, also intelligente Stromnetze, die automatisch gesteuert und optimiert werden: „Die Aufgaben werden sich verändern“, so die Verbandssprecherin.

Das betrifft viele der rund 230.000 Mitarbeiter, die Mitte 2018 in der Energiebranche sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. „Der mit 85 Prozent weitaus größte Teil der Beschäftigten des Wirtschaftszweigs ist in Betrieben der Elektrizitätsversorgung tätig“, sagt Ilona Mirtschin, Arbeitsmarktexpertin der Bundesagentur für Arbeit. Die anderen 15 Prozent arbeiten in der Gasversorgung sowie in der Wärme- und Kälteversorgung, die ebenfalls zur Energiewirtschaft zählen.

Qualifizierte Leute für die Energiewende

Die Aufgaben dabei sind anspruchsvoll, was sich auch im überdurchschnittlich hohen Akademikeranteil in der Branche zeigt: 15 Prozent der Beschäftigten haben ein Studium absolviert. Sie profitieren von einer guten Arbeitskräftenachfrage der Energiewirtschaft: „In den letzten drei Jahren gab es bei den Arbeitsagenturen im Jahresdurchschnitt jeweils 1.100 Stellenangebote aus der Energiebranche“, erklärt Ilona Mirtschin. Gesucht wurden 2018 vor allem Fachkräfte, aber auch Spezialisten und Experten in den Bereichen Energietechnik, Elektrotechnik sowie Maschinenbau- und Betriebstechnik.

Im vergangenen Jahr hat sich Zahl der Beschäftigten in der Energiebranche wieder leicht erhöht, allerdings liegt sie damit immer noch unter dem Stand von vor zehn Jahren, als 232.000 Menschen in der Branche arbeiteten. „Die Beschäftigungsverluste in der Elektrizitätswirtschaft könnten eine Folge der Reaktorkatastrophe von Fukushima und der angestrebten Energiewende in Deutschland sein“, sagt die Arbeitsmarktexpertin. Birgit Henrichs vom BDEW ist zuversichtlich, dass die Nachfrage in den nächsten Jahren steigen wird: „Das große Thema in der Energiewirtschaft ist die Umsetzung der Energiewende – und dafür braucht es qualifizierte Leute.“ (siehe auch Interview „Die Tore für neue Ideen stehen weit offen“) Nicht zuletzt auch im Bereich Forschung und Entwicklung. Ein spannendes Thema ist hier beispielsweise die Frage, ob die Kernfusion Energieprobleme der Zukunft lösen können wird. Langweilig wird es in der Energiewirtschaft jedenfalls nie.

Weitere Informationen

BERUFENET
Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchwort z. B. Energie)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

 

studienwahl.de
Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen (Suchwort z. B. Energie).
studienwahl.de

 

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit
jobboerse.arbeitsagentur.de

 

Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW)
www.bdew.de

 

Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
www.bee-ev.de

 

Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (bne)
www.bne-online.de

 

Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)
www.vku.de

 

Netzwerk Grüne Arbeitswelt des Wissenschaftsladens Bonn
www.wilabonn.de/projekte/846-netzwerk-gruene-arbeitswelt.html

 

Energiemanager

Energiefressern auf der Spur

Nicht nur im eigenen Haushalt, auch in vielen Unternehmen gibt es zahlreiche Energiefresser. Sie aufzuspüren zählt zu den Aufgaben von Stephan Brandl. Der 34-jährige Energiemanagementbeauftragte bei N-Ergie in Nürnberg sorgt dafür, dass unnötiger Energieverbrauch vermieden wird.

Für Technik hat sich Stephan Brandl schon als Kind interessiert. Eine technische Ausbildung war für ihn nach dem Schulabschluss selbstverständlich. In seiner Ausbildung zum Anlagenmechaniker beim Unternehmen N-Ergie in Nürnberg, einem großen regionalen Energieversorger, lernte er die Energiebranche kennen. Nach der Ausbildung studierte Stephan Brandl an der Technischen Hochschule Nürnberg Versorgungstechnik auf Bachelor und an der Technischen Hochschule München Gebäudetechnik auf Master. Anschließend stieg er wieder bei der N-Ergie in Nürnberg ein, jetzt als Energiemanagementbeauftragter. Die Abteilung hatte er bereits während seiner Werkstudententätigkeit kennengelernt.

Die N-Ergie kümmert sich auch um das Energiemanagement des Schwesterunternehmens VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft. „Als Energiemanagementbeauftragter bin ich recht viel unterwegs, unter anderem bei der U-Bahn, der Straßenbahn, den Wasserwerken und den Immobilien der Unternehmen“, erklärt Stephan Brandl. „Ich schaue mir zum Beispiel anhand von Stromrechnungen an, wo besonders viel Energie verbraucht wird, und erarbeite nach meinen Vor-Ort-Terminen Empfehlungen, wo Energie eingespart werden könnte.“

„Wille, die Dinge voranzutreiben“

Ein Portät-Foto von Stephan Brandl

Stephan Brandl

Foto: privat

Nicht selten geht er dazu mit Messgeräten durch die Gebäude, um die Energiefresser zu identifizieren. Manchmal reicht es aus, Anlagen anders zu regeln als bisher, manchmal müssen sie komplett erneuert werden, weil sie zu alt und zu ineffizient geworden sind. „Im Vordergrund steht natürlich immer, dass die Qualität der Leistungen erhalten bleibt, also zum Beispiel die Wasserversorgung nach wie vor gewährleistet ist oder die Fahrgäste sicher und zuverlässig von A nach B kommen.“ Zusammen mit einem Kollegen sitzt Stephan Brandl in der Zentrale, von wo aus die beiden mit ihren Energie-Ansprechpartnern aus den unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten.

„Man muss in meinem Beruf Freude am Umgang mit Menschen haben und den Willen mitbringen, die Dinge voranzutreiben“, findet der Energiemanagementbeauftragte, der für seine Arbeit unter anderem Projektleiterfähigkeiten braucht. Im Studium hat er sich auch mit wirtschaftlichen und rechtlichen Fragestellungen aus der Energiewirtschaft befasst, das kommt ihm nun bei seinen Aufgaben zugute. Um Missstände zu beheben, muss er zudem schnell Zusammenhänge erkennen. Vor einiger Zeit hat er – neben anderen technischen Fortbildungen – die Ausbildung zum Energieeffizienz-Auditor gemacht. Damit kann er nun die vorgeschriebenen internen Energiemanagement-Auditierungen durchführen.

Wechsel zwischen technischen und organisatorischen Aufgaben

Vom Einbau von LED-Lampen in einem Gebäude über den Tausch von Heizkesseln bis hin zum Einsatz von Elektrobussen und -autos in der Stadt – die Maßnahmen, die auf seine Anregungen hin umgesetzt werden, sind vielfältig. Damit auch die Mitarbeiter darüber informiert sind, schreibt Stephan Brandl immer mal wieder Beiträge für die Mitarbeiterzeitschrift oder das Intranet. Der kontinuierliche Wechsel zwischen technischen und organisatorischen Aufgaben ist Alltag in seinem Beruf. „Wobei mir das Technische am meisten Spaß macht“, sagt der Ingenieur.

 

Wirtschaftsingenieurin im Bereich Energietechnik

Schnittstelle für viele Akteure

Erneuerbare Energien erfordern innovative Ideen, um den Strom sinnvoll zu verteilen. Lisa Hebenstreit (29) beschäftigt sich in diesem Zusammenhang bei E.ON SE in Essen mit dem Thema intelligente Stromnetze.

Intelligente Netze sind notwendig, um den Strom aus erneuerbaren Energien, der nicht gleichmäßig von Sonne, Wind und Wasser erzeugt wird, zuverlässig und nach Bedarf zu steuern – von der Erzeugung über die Verteilung bis zu Verbrauch und Speicherung. Für Lisa Hebenstreit bedeutet das: Sie muss viele an der Energieversorgung Beteiligte miteinander verknüpfen. „Ich bilde die Schnittstelle für unterschiedliche Abteilungen innerhalb des Konzerns und für Akteure außerhalb unseres Unternehmens, zum Beispiel Universitäten, Start-ups und weitere Partner.“ Gemeinsam sorgen sie dafür, dass der Strom aus erneuerbaren Energien dort ankommt, wo er zu einem bestimmten Zeitpunkt gebraucht wird.

Künstliche Intelligenz bei der Energieversorgung?

Ein Porträt-Foto von Lisa Hebenstreit

Lisa Hebenstreit

Foto: privat

Lisa Hebenstreit spricht zudem mit Verbänden und Vertretern der Politik über die Zukunft der Verteilnetze. „Ich bin öfters auf Dienstreisen, um mit Kollegen an anderen Standorten zusammenzuarbeiten“, erklärt die Wirtschaftsingenieurin. Das technische Verständnis für die Energieversorgung und die Energiewirtschaft, das sie sich im Studium angeeignet hat, ist für ihre tägliche Arbeit wichtig. „Das technische Verständnis brauche ich, um die Zusammenhänge zu verstehen und neue Lösungen für unsere Netze bewerten zu können“, erklärt die 29-Jährige. Auch für IT- und Digitalisierungsthemen muss sie offen sein. „Derzeit wird zum Beispiel diskutiert, welchen Einfluss künstliche Intelligenz auf die Energieversorgung haben wird und wie wir diese Technologie künftig nutzen können“, nennt sie ein Beispiel.

Für ihren Schwerpunkt elektrische Energietechnik entschied Lisa Hebenstreit sich bereits in ihrem Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Verschiedene Praktika bei Energieversorgern und das anschließende Masterstudium verstärkten ihren Wunsch, in der Energiewirtschaft zu arbeiten. Sie entschied sich für ein Traineeprogramm beim Energiekonzern E.ON und lernte dort verschiedene Abteilungen kennen, so auch ihren heutigen Aufgabenbereich: Energienetze Deutschland bei E.ON SE in Essen.

„Immer in Bewegung bleiben“

Bei ihrer Arbeit mit den unterschiedlichen Akteuren darf sie den Blick für das große Ganze nicht verlieren. „Man muss immer in Bewegung bleiben, denn ständig gibt es neue Themen, die für meinen Aufgabenbereich bedeutend werden. Das sind zum Beispiel neue Verbraucher wie Elektroautos und Wärmepumpen, Energiespeicher oder digitale Betriebsmittel für intelligente Netze.“

Sie beobachtet diese Entwicklungen und treibt neue Ideen voran. „Am besten finde ich an meiner Arbeit, dass es niemals langweilig wird – jeder Tag hält neue Aufgaben und Herausforderungen bereit“, sagt Lisa Hebenstreit, die gern eigenverantwortlich arbeitet. Hinzu kommt die Kommunikation mit den unterschiedlichsten Entscheidungsträgern. Hier lernt die Wirtschaftsingenieurin täglich etwas hinzu. „Das Studium ist eine gute und wichtige Grundlage – aber danach hat man noch lange nicht ausgelernt“, ist die Expertin für intelligente Stromnetze überzeugt.

 

Energiewirtschaft – Interview

„Die Tore für neue Ideen stehen weit offen“

Welche Trends dominieren die Energiebranche? Und wie klappt der Berufseinstieg? abi» sprach mit Birgit Henrichs, Bildungsreferentin beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

abi>> Wie sind die Arbeitsmarktaussichten für Berufseinsteiger in der Energiebranche?

Birgit Henrichs: Die Chancen stehen sehr gut. Das große Thema in der Energiewirtschaft ist die Umsetzung der Energiewende, und dafür braucht es qualifizierte Leute. Die Energiewirtschaft in Deutschland war lange Zeit sehr stolz darauf, weltweit in der Versorgungssicherheit führend zu sein: Die technische Ausstattung war gut und sollte gehalten werden, denn das wichtigste Gut für die Wirtschaft war die Versorgungssicherheit. Mit der Entscheidung zur Marktliberalisierung und zur Energiewende ist die Branche nun in Bewegung gekommen. Hinzu kommt, dass viele der derzeitigen Mitarbeiter bald in Rente gehen und daher Platz für neue Mitarbeiter geschaffen wird.

abi>> Wo sehen Sie die wichtigsten Trends der Branche?

Birgit Henrichs: Das Wichtigste wird der Ausbau der erneuerbaren Energien sein und damit einhergehend der Netzausbau, der für den Transport der Erneuerbaren in die Verbrauchszentren notwendig ist. Hier ist auch die Digitalisierung ein bedeutendes Thema. Big Data, also die Analyse großer Datenmengen, wird eine wichtige Rolle spielen, um an Zukunftsthemen wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit weiterzuarbeiten. Hierfür werden auf allen Ebenen händeringend IT-Experten gesucht, aber auch Elektrotechniker und Kaufleute. Die Möglichkeiten, kreativ und erfinderisch tätig zu werden, sind groß. Die Tore für neue Ideen stehen weit offen.

abi>> Was muss man außer kreativem Denken noch mitbringen, wenn man in der Energiebranche arbeiten möchte?

Birgit Henrichs: Natürlich sollte man sich grundsätzlich mit dem Thema Strom auskennen und sich gern damit beschäftigen. Die Stromerzeugung ist schließlich ein anspruchsvolles Thema. Man muss interdisziplinär – also über verschiedene Fachbereiche hinweg – und branchenübergreifend denken können, zum Beispiel in Richtung Automotive, wenn es um Elektromobilität und autonomes Fahren geht. Ingenieure haben zudem die Möglichkeit, ins Management zu gehen, hier sind Führungs- und Leitungsfähigkeiten gefragt.

abi>> Was sind Ihre Tipps für einen gelungenen Berufseinstieg?

Birgit Henrichs: Nicht nur ein Studium, sondern auch die Ausbildungen, die in die Energiewirtschaft führen, sind sehr anspruchsvoll. Dabei ist jedes Unternehmen anders und bietet seinen Einsteigern oft individuelle Entwicklungswege. Wer eine Ausbildung aufnimmt, sollte also sichergehen, dass die Entwicklungsmöglichkeiten zur persönlichen Zielsetzung passen. Auch bei der Vielzahl der angebotenen Studiengänge für die Energiewirtschaft sollten Interessenten genau hinschauen, welcher Studiengang den eigenen Vorstellungen entspricht.

 

Energiewirtschaft – Berufs- und Arbeitsfelder

Energievolle Berufe

Sowohl Studium als auch Berufsausbildungen führen zu interessanten Jobs in der Energiewirtschaft. abi>> stellt einige vor.

Studienberufe

Energiemanager/in

Aufgaben:
Entwicklung und Realisierung von Energieeffizienzkonzepten aller Art, wirtschaftliches Projektmanagement im Bereich Energie

Mögliche Arbeitgeber:
Energieversorgungsunternehmen, öffentliche Verwaltung, energieintensive Unternehmen unterschiedlicher Bereiche, Verbraucherorganisationen, Ingenieurbüros

Mehr zum Studienberuf „Energiemanager/in“ auf BERUFENET >>

Ingenieur/in – Erneuerbare Energien

Aufgaben:
Entwickeln, Planen, Betreiben und Überwachen von Anlagen zur Nutzung regenerativer Energiequellen, beispielsweise Windkraftwerke, Photovoltaikanlagen, solar- und geothermische Systeme oder Anlagen, die aus Biomasse Wärme oder nutzbares Gas gewinnen

Mögliche Arbeitgeber:
Betreiber oder Hersteller von Wind-, Wasserkraft- und Solaranlagen sowie von geothermischen und Biomasse verwertenden Anlagen, öffentliche Verwaltung, Umweltschutzverbände, Forschungsinstitute

Mehr zum Studienberuf „Ingenieur/in – Erneuerbare Energien“ auf BERUFENET >>

Ingenieur/in – Versorgungstechnik

Aufgaben:
Planen, Bauen und Betreiben von Anlagen, die der Ver- und Entsorgung von Wohngebäuden, Betrieben oder Stadtvierteln dienen, Entwicklung von wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Lösungen für die Bereitstellung von Energie und Wasser sowie für die Abwasser- und Abfallentsorgung

Mögliche Arbeitgeber:
Betriebe der Sanitär- und Heizungstechnik, der Stromversorgungs-, Lüftungs- und Klimatechnik sowie der Bäder- und Krankenhaustechnik, Ingenieurbüros für technische Fachplanung, Versorgungsbetriebe für Gas, Wasser, Strom und Fernwärme, Hersteller versorgungstechnischer Anlagen und Systeme, Betreiber von größeren Gebäudekomplexen

Mehr zum Studienberuf „Ingenieur/in – Versorgungstechnik“ auf BERUFENET >>

Ausbildungsberufe

Elektroniker/in – Energie- und Gebäudetechnik

Aufgaben:
Planung elektrotechnischer Anlagen von Gebäuden sowie deren Energieversorgung und Infrastruktur, Installation, Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur der Anlagen

Mögliche Arbeitgeber:
Betriebe des Elektrotechnikerhandwerks, Firmen der Immobilienwirtschaft (zum Beispiel im Facility-Management oder bei Hausmeisterdiensten)

Mehr zum Ausbildungsberuf „Elektroniker/in – Energie- und Gebäudetechnik“ auf BERUFENET >>

Industrieelektriker/in – Betriebstechnik

Aufgaben:
Montage und Anschluss elektrischer Betriebsmittel, Messung und Analyse elektrischer Systeme und Beurteilung der Sicherheit, Instandhaltung von Anlagen und Systemen

Mögliche Arbeitgeber:
Energieversorgungsunternehmen

Mehr zum Ausbildungsberuf „Industrieelektriker/in – Betriebstechnik“ auf BERUFENET >>

 

Branchenumfrage

Einstellungspraxis: Energiewirtschaft

Folgende Firmen haben sich an unserer Branchenumfrage beteiligt und zu ihrer Einstellungspraxis Angaben gemacht:

E.ON SE

Kontakt
www.eon-karriere.com

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss
43.000

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
k. A.

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
Ausbildungsberufe in diversen technischen und kaufmännischen Bereichen sowie duale Studiengänge.
Aktuelle Ausbildungsmöglichkeiten unter www.talentsconnect.com/eon

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)
k. A.

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse
Je nach Stelle sehr unterschiedlich, z. B. „echtes“ Tech-Know-how, Anpackmentalität, erste praktische Erfahrungen

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten 
Praktika, Werkstudierendenstellen und Abschlussarbeiten in den unterschiedlichsten Fachbereichen. Eine aktuelle Übersicht unter www.eon-karriere.com

Abschlussarbeiten möglich?
Ja

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N-ERGIE Aktiengesellschaft

Kontakt
Ansprechpartner: bis Nov. 2019: Heidi Ziegler

Ab Dez. 2019: Kerstin Kranz und Julia Geist

ausbildung@n-ergie.de

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss 
2.600 / ca. ein Drittel

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
k. A.

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
IT und Energienetze

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)
(Wirtschafts-)Informatik

Elektrotechnik

Maschinenbau

Wirtschaftsingenieurwesen

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse
Flexibilität, Fachkompetenz und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu durchdringen und anderen verständlich zu machen

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten
Industriekaufmann (m/w/d), Kaufmann für Büromanagement (m/w/d), Elektroniker für Betriebstechnik (m/w/d), Geomatiker (m/w/d), duales Studium (DHBW) Wirtschaftsinformatik

Abschlussarbeiten möglich?
Ja, ebenso wie Praktika

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LichtBlick SE

Kontakt
Ansprechpartner:
Stephanie Springer, Inka Buß

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss
500

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
Variabel nach Bedarf

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
Informationstechnologie

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)
Informationstechnologie, Betriebswirtschaft,Marketing, Energiewirtschaft, Vertrieb, Innovation & Produktentwicklung

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse
Wünschenswert sind Engagement und der Wille, die Zukunft der Energie zu gestalten.

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten
Ausbildung zum Fachinformatiker (m/w/d) Anwendungsentwicklung, Ausbildung zum Fachinformatiker (m/w/d) Systemintegration, Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement (m/w/d), duales Studium Informatik

Abschlussarbeiten möglich?
Abschlussarbeiten, Tätigkeiten als Werkstudierender oder Praktika, die im Rahmen des Studiums stattfinden, sind in den Fachbereichen möglich

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Innogy SE

Kontakt
Ansprechpartner:
iam.innogy.com/ueber-innogy/bei-innogy-arbeiten/ansprechpartner

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss
ca. 42.000

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
Je nach Fachrichtung, Qualifikationsgrad und Vorerfahrung verschieden

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
Informatik und Ingenieurwissenschaften

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen) 
Englisch und Deutsch fließend in Wort und Schrift als Grundvoraussetzung, Teamfähigkeit, Motivation, Neues zu lernen, selbstständiges Arbeiten und Zeitmanagement, Spezialkenntnisse sind abhängig von den verschiedenen Fachrichtungen

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse 
Fünf verschieden Trainee-Programme):
iam.innogy.com/ueber-innogy/bei-innogy-arbeiten/absolventen/traineeprogramme

Ausbildung (im kaufmännischen, technischen, IT- und Gastronomie-Bereich): iam.innogy.com/ueber-innogy/bei-innogy-arbeiten/schueler/ausbildung

Duales Studium (Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Bachelor of Engineering).
iam.innogy.com/ueber-innogy/bei-innogy-arbeiten/schueler/duales-studium

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten
Duale Ausbildungen:

Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation
Kaufmann/-frau im E-Commerce
Mathematisch-technische Softwareentwicklung
Fachinformatik Systemintegration/ Anwendungsentwicklung

Duales Bachelorstudium an der HWR Berlin:

Betriebswirtschaftslehre, Studienrichtung Handel (B.A.)Wirtschaftsinformatik (B. Sc.)

Abschlussarbeiten möglich?
Wir fördern die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und den innogy-Fachbereichen und betreuen immer wieder Abschlussarbeiten. Engagierte Experten liefern dabei die nötige Unterstützung. Zudem bieten wir Seminare, Fachveranstaltungen und Networking

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Vattenfall GmbH

Kontakt
Kontakt zum Ansprechpartner in jeder einzelnen Stellenausschreibung

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss
Gesamt ca. 20.000, davon ca. 6.500 in Deutschland

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
Ca. 500 / ca. 30

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
Wärme, Netzbetrieb, Customer & Solutions, Wind, IT

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)
Elektrotechnik, Energietechnik, Maschinenbau, Umwelt- und Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Informatik, Mathematik

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse
Abhängig von der jeweiligen Stelle

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten
Fünf Ausbildungen: Anlagenmechaniker (m/w/d), Elektroniker für Automatisierungstechnik (m/w/d), Elektroniker Betriebstechnik (m/w/d), Industriemechaniker (m/w/d), Mechatroniker (m/w/d)

Acht duale Studiengänge: Bachelor of Arts Betriebswirtschaftslehre/ Industrie, Bachelor of Engineering industrielle Elektrotechnik, Bachelor of Engineering Elektrotechnik, Bachelor of Engineering Konstruktion und Fertigung, Bachelor of Science Business Administration, Bachelor of Science Business Informatics, Bachelor of Science Elektro- und Informationstechnik, Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik

Abschlussarbeiten möglich?
Ja

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NATURSTROM AG

Kontakt
Ansprechpartner
: Martin Suhrbier

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss
400 Mitarbeiter / ca. 300

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr
ca. fünf bis zehn

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf
Energieerzeugung, dezentrale Energieversorgung

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)
Technische Ausbildungen, Geologen, Technische Studienfachrichtungen und Schwerpunkt auf Umweltmanagement bzw. Nachhaltigkeit

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse
Bezug zur Nachhaltigkeit ist gewünscht

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten
k. A.

Abschlussarbeiten möglich?
Ja

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abi» Animation

Schlauer Strom

Nie mehr mit der Taschenlampe in die Tiefen des muffigen Kellers hinabsteigen: Mit intelligenten Stromzählern gehört das Ablesen des Energieverbrauchs der Vergangenheit an. Das ist jedoch nicht der einzige Vorteil, den sogenannte „Smart Meters“ bieten. Die abi» Animation erklärt, wie’s funktioniert.

 


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Stand: 21.11.2019