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„Überwiegend mittel­ständische Unternehmen“

Mann gießt Fruchtsaft in ein Glas. Foto: Christiane Zenkert
Läuft gut in der Getränkeindustrie - egal ob Fruchtsaft, Mineralwasser, Bier oder Wein.
Foto: Christiane Zenkert

Getränkeindustrie – Interview

„Überwiegend mittel­ständische Unternehmen“

Udo Kremer ist Geschäftsführer des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM). Im Interview spricht er über Trends der Branche sowie Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten und Akademiker.

abi» Welche Themen bewegen derzeit die Getränkeindustrie?

Udo Kremer: Ich kann natürlich nur für unseren Bereich sprechen: Als Verband vertreten wir die Interessen der rund 200 deutschen Mineralbrunnen. Unsere Mitglieder sind überwiegend mittelständisch geprägte Betriebe, die natürliches Mineralwasser abfüllen. Wir beschäftigen uns mit vielen Themen, darunter zum Beispiel dem Mehrweg- und Rücknahmesystem von Getränkeverpackungen. Gerade in den Jahren hat die Branche verstärkt insbesondere in Abfüllanlagen für Glas-Mehrwegsysteme investiert.

abi» Wo sehen Sie aktuelle Trends in der Branche?

Porträtfoto von Udo Kremer

Udo Kremer

Foto: Christian Daitsche

Udo Kremer: Wir gehen davon aus, dass sich die Verbraucher in Deutschland zunehmend natürlich und bewusster ernähren möchten. Mineralwasser wird dieser Entwicklung in optimaler Art und Weise gerecht, da es ein hundertprozentig natürliches Lebensmittel ist, das nicht aufbereitet werden darf. Die Verbraucher wissen das zu schätzen und haben im Jahr 2018 in Deutschland pro Kopf knapp 148 Liter Mineralwasser konsumiert. Seit den 1970er-Jahren ist der Konsum von Mineralwasser kontinuierlich gestiegen.

abi» Wie sehen derzeit die Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten und Akademiker aus?

Udo Kremer: Die Einstiegsmöglichkeiten für junge Leute – ganz gleich, ob sie eine Ausbildung machen oder nach dem Studium ins Berufsleben einsteigen wollen – sehen zurzeit sehr gut aus. Dies wird auch in absehbarer Zeit so bleiben. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter werden in der Getränkeindustrie, nicht nur bei den Mineralbrunnen, gesucht.

abi» Welche Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in der Branche?

Udo Kremer: Das Tätigkeitsfeld innerhalb der Getränkeindustrie ist sehr vielfältig. Prozesse werden permanent optimiert, daraus entwickeln sich die Verantwortungsgebiete kontinuierlich fort. Beispielhaft zu nennen sind die Aufstiegsmöglichkeiten vom qualifizierten Maschinenbediener zum Schichtleiter und weiter zum Produktionsleiter bzw. Betriebsleiter. Innerhalb der Logistik können sich Aufstiegsmöglichkeiten bis zum Leiter Logistik ergeben. Ein weiterer Schwerpunkt stellt die Qualitätssicherung dar. Hier besteht die Aufstiegsmöglichkeit zur Leitung Labor und weiter zur Leitung Qualitätssicherung. Häufig wird der Prozess von den Unternehmen aktiv durch begleitende Qualifizierungsmaßnahmen unterstützt, zum Beispiel durch eine Meisterausbildung oder ein duales Studium.

abi» Wie kann jungen Leuten der Berufseinstieg in der Getränkeindustrie gelingen?

Udo Kremer: Der Einstieg kann gelingen, wenn junge Menschen über Motivation, Hands-on-Mentalität und eine gute Ausbildung verfügen. Beispiele sind der duale Studiengang Getränketechnologie oder eine Ausbildung zum Getränkebetriebsmeister oder zum staatlich geprüften Brau- und Getränketechnologen. Aber auch die Ausbildung zur Fachkraft für Fruchtsafttechnik oder zur Lebensmitteltechnik sowie zur Fachkraft für Lagerlogistik bieten gute Grundlagen für einen Berufseinstieg.

abi>> 16.01.2020

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