Wasser ist Leben

Spritzendes Wasser. Foto: Felix Somieski
Herrlich anzusehen, unverzichtbar für alles Leben und Mittelpunkt einer ganzen Branche: Wasser.
Foto: Felix Somieski

Wasser- und Abwasserwirtschaft – Hintergrund

Wasser ist Leben

Durchschnittlich 65 Prozent des menschlichen Körpers bestehen aus Wasser. Und er benötigt ständig zusätzliches H2O, um funktionieren zu können. Glücklich ist deshalb, wer in einem Land mit funktionierender Wasserver- und -entsorgung lebt. Um diese auch weiterhin sicherstellen zu können, sucht die deutsche (Ab-)Wasserwirtschaft Fachkräfte in verschiedenen Aufgabenbereichen.

Flusskrebse und Wasserflöhe sind sehr sensible Tiere mit einem ausgesprochen feinen Gespür fürs Wasser. Sind Schadstoffe im Wasser, verändert sich spontan ihr Verhalten. Diese angeborene Kompetenz weiß die Biologielaborantin Miriam Rasser vom Umweltbundesamt (UBA) zu schätzen. Sie setzt die winzigen Wasserbewohner als Helfer ein. Die 22-Jährige arbeitet im Ökotoxikologielabor des Umweltbundesamts in Berlin-Marienfelde, wo unter anderem untersucht wird, wie sich Spurenstoffe auf Pflanzen und Tiere im Gewässer auswirken: „Wir testen beispielsweise bestimmte Stoffe an verschiedenen Wasserorganismen, um Aussagen treffen zu können, wie stark diese die Gewässer belasten.“

Ihre Aufgaben sind abwechslungsreich: „Aktuell arbeite ich mit ganz unterschiedlichen Organismen und helfe auch bei der Entwicklung neuer Tests.“ Laboralltag ist Teamarbeit, der Austausch mit Wissenschaftlern und Kollegen aus anderen Fachbereichen intensiv.

Viele kleine und mittlere Unternehmen

Portraitfoto von Miriam Rasser. Foto: Privat

Miriam Rasser

Foto: Privat

Ihre Ausbildung zur Biologielaborantin hat Miriam Rasser beim UBA im sächsischen Bad Elster absolviert. Im Ökotoxikologielabor erlernte sie unter anderem Verfahren, mit denen sich die Auswirkungen von Chemikalien auf Trinkwasser nachweisen lassen: „Mithilfe von Zellkulturen können wir etwa Aussagen über die Qualität von Trinkwasser treffen.“ Die Ausbildung ist umfangreich, behandelt neben der experimentellen Toxikologie auch Grundwissen aus der Zoologie und Botanik.

Während das UBA eine Bundesbehörde ist und Anlaufstelle bei nahezu allen Fragen des Umweltschutzes, ist die öffentliche Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung Sache der Kommunen. Sie nehmen diese Aufgaben entweder selbst wahr oder beauftragen privatrechtlich organisierte Unternehmen. Häufig werden auch Zweckverbände gegründet, die sowohl die Wasserver- als auch Abwasserentsorgung übernehmen. In der deutschen Wasserwirtschaft finden sich daher öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Unternehmensformen nebeneinander.

Es gibt wenige große Unternehmen und eine Vielzahl kleiner und mittlerer Ver- und Entsorgungsunternehmen. Fast 6.000 Betriebe waren laut der aktuelle Statistik des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew) 2013 für die Wasserversorgung zuständig, knapp 7.000 für die Abwasserentsorgung.

Überdurchschnittlich viele Fachkräfte in der Branche

Laut Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Bereich Wasser- und Abwasserwirtschaft im Juni 2017 insgesamt 68.400 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wobei die Zahl der Beschäftigten in den vergangenen Jahren zugenommen hat. „In der Branche sind überdurchschnittlich viele Fachkräfte tätig“, sagt BA-Arbeitsmarktexpertin Ilona Mirtschin.

So konnten im Juni 2017 knapp 13.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte der Branche einen entsprechenden Ausbildungsberuf vorweisen, darunter fanden sich Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik, Fachkräfte für Abwassertechnik oder Fachkräfte für Rohr-, Kanal- und Industrieservice und auch Umweltschutzlaboranten.

Mehr Stellenangebote für Fachkräfte

Im Bereich der branchenspezifischen Experten, die meist ein Studium mitbringen, waren Mitte 2017 in der Branche vor allem Wasserwirtschaftsingenieure (700), andere Ingenieure wie Wärmewirtschaftsingenieure, Ingenieure für Versorgungstechnik, Abfallwirtschaftsingenieure (200), aber auch Experten für Rechnungswesen und Controlling (500) beschäftigt. Hinzu kamen Ingenieure für technische Produktionsplanung und -steuerung (500) sowie Tiefbauingenieure (300).

„Obwohl der Arbeitsmarkt für Akademiker günstig ist, ist mit fast neun Prozent die Arbeitslosenquote unter den Wasserwirtschaftsingenieuren ungewöhnlich hoch“, sagt Ilona Mirtschin. Dennoch: Die Nachfrage in der Branche steigt, allein 2017 verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit bei den gemeldeten Stellen ein Plus von 29 Prozent gegenüber 2016. Wobei sich auch hier der Großteil der Angebote an Fachkräfte richtete.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchwörter z. B. Wasser, Abwasser).
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen (Suchwörter z. B. Wasser, Abwasser).
www.studienwahl.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

http://jobboerse.arbeitsagentur.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du insbesondere nach schulischen Ausbildungen suchen.
www.kursnet.arbeitsagentur.de

Portal zu den Berufswelten der Energie- und Wasserbranche

www.berufswelten-energie-wasser.de/home/brancheninfo/wasserwirtschaft

Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015 vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

www.bdew.de/wasser-abwasser/branchenbild-deutsche-wasserwirtschaft-2015

Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

www.bdew.de

Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e.V.

www.trinkwassertalsperren.de

Deutscher Bund verbandlicher Wasserwirtschaft e.V.

www.dbvw.de

Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.

www.dvgw.de

 

Wasser- und Abwasserwirtschaft – Interview

Sehr gute Perspektiven für Fachkräfte

Rüdiger Heidebrecht ist Abteilungsleiter für Bildung und internationale Zusammenarbeit bei der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA). In der Wasserwirtschaft, so der Experte, werden Fachkräfte dringend gesucht.

abi>> Herr Heidebrecht, wie würden Sie die Perspektiven für Nachwuchskräfte in der deutschen Wasserwirtschaft beschreiben?

Rüdiger Heidebrecht: Die öffentliche Wasserwirtschaft weist heute den zweithöchsten Altersschnitt auf und wird nur von der Bergbau- und Stahlindustrie übertroffen. Sehr viele Fachkräfte erreichen das Rentenalter. Daher sind die Perspektiven sehr gut – vor allem für junge Menschen, die sich für eine berufliche Ausbildung interessieren.

abi>> Wie sehen die Aufstiegschancen aus?

Portraitfoto von Rüdiger Heidebrecht. Foto: Privat

Rüdiger Heidebrecht

Foto: Privat

Rüdiger Heidebrecht: Die sind ebenfalls sehr gut. Nach der Ausbildung können Absolventen zum Beispiel einen Meister- oder Technikerabschluss draufsatteln.

abi>> Gilt das auch für Ingenieure?

Rüdiger Heidebrecht: In erster Linie werden Fachkräfte gebraucht, die eine berufliche Ausbildung mitbringen, allen voran Fachkräfte für Abwassertechnik. Hier ist auch der Frauenanteil sehr gering. Dabei ist der Beruf für Frauen und Männer gleichermaßen interessant. Auch bei den Ingenieuren steigt die Nachfrage, jedoch nicht so stark wie bei den Fachkräften. Ingenieure und Ingenieurinnen werden in Planungsbüros, Verwaltungen, ausführenden Firmen und bei den Betreibern gebraucht. Auch da steigen der Bedarf und die Einstiegsgehälter.

abi>> Welche Studiengänge sind für den Einstieg geeignet?

Rüdiger Heidebrecht: Es existieren mehrere Studiengänge, die sich mit dem Thema Wasserwirtschaft befassen. Da gibt es zum einen Bauingenieurwesen mit entsprechenden Fachrichtungen, aber auch Studiengänge wie Umwelt- oder Verfahrenstechnik. Größere kommunale Wasserbetriebe bieten zunehmend auch duale Studiengänge an.

abi>> Spielt die Digitalisierung in dieser Branche eine Rolle?

Rüdiger Heidebrecht: Die Digitalisierung hat einen großen Einfluss, allein schon weil sich die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik der Anlagen und Prozesse rasant verändert. In der Folge werden die Aufgaben komplexer und vernetzter. Erweiterte Ausbildungsinhalte werden sicher notwendig, unter anderem in den Bereichen Sensortechnik, Steuerung und Fernwirktechnik, also Technik für die Fernüberwachung und -steuerung.

Auch mit Blick auf die IT nehmen Aspekte wie Anlagensicherheit, Datenmanagement, Sattelitenaufnahmen und geographische Informationssysteme mehr Raum ein. Beim Ingenieurstudium werden Themen wie „BIM – Building Information Management“, also die komplette digitale Planung, Verwaltung und spätere Entsorgung, immer häufiger angeboten.

Aber nicht nur die Digitalisierung, auch der Klimawandel stellt die Branche vor neue Herausforderungen. Starkregen und Hitzezeiten nehmen zu, die Städte müssen wassersensibler und grüner werden. Generell steigt weltweit der Druck auf die Ressource Wasser: Nur 20 Prozent der Weltabwassermenge wird behandelt. Viele Flüsse transportieren unseren Plastikmüll in die Meere. Hier gibt es noch viel zu tun, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Wer gerne global arbeiten will, findet sicherlich auch sein Auskommen.

 

Ingenieur in der Wasserwirtschaft

Die Berliner Unter(wasser)welt

Bauingenieur Felix Borchert kennt sich bestens aus in der Berliner Unterwelt: Der 27-Jährige betreut Baumaßnahmen rund um die Wasserver- und -entsorgung.

Berlin hat mehr als 3,7 Millionen Einwohner. Diese werden täglich von den Berliner Wasserbetrieben mit Trinkwasser versorgt, das aus neun Wasserwerken mit rund 650 Grundwasserbrunnen stammt. Das größte städtische Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland sorgte auch dafür, dass allein 2017 über 261 Millionen Kubikmeter Abwasser entsorgt wurden. Das Kanalnetz der Hauptstadt ist mit seinen 9.700 Kilometern eine eigene Unterwelt, in der das Abwasser gesammelt, zu den sechs Klärwerken nach Brandenburg gepumpt und dort gereinigt wird.

Portraitfoto von Felix Borchert. Foto: Privat

Felix Borchert

Foto: Privat

„Es gibt nicht viele Städte dieser Größenordnung weltweit, in denen Wasser in dieser Qualität aus dem Wasserhahn kommt – und das sowohl im Erdgeschoss wie auch im zehnten Stockwerk“, erzählt Felix Borchert. Der Bauingenieur ist einer von über 4.300 Beschäftigten der Berliner Wasserbetriebe.

Viele Baustellen im Blick

Angefangen hat der Ingenieur in der Abteilung Netz-Planung: „Die Stadt wächst. Das bedeutet, wir müssen das Netz permanent erweitern und erneuern.“ In der Planung zu arbeiten, bedeutet ein hohes Maß an Eigenverantwortung bei der Zeit- und Aufgabeneinteilung. Er arbeitet an komplexen Infrastrukturbauvorhaben, bei denen etwa in einer Straße zeitgleich Trinkwasserrohre, Abwasserdruckleitungen und -kanäle saniert und ausgewechselt werden – möglichst ohne dass deren Funktion und der Verkehr über Gebühr eingeschränkt werden.

Mittlerweile hat Felix Borchert gewechselt und ist in der Bauleitung tätig. Hier verbringt er weniger Zeit im Büro, ist dafür mehr auf Baustellen unterwegs. „Ich muss das Budget und den Zeitplan im Blick behalten und die Baustellen vor Ort überwachen. Kommunikation mit vielen Beteiligten – darunter Firmen, Behörden, Anliegern – steht dabei im Vordergrund“, erklärt er. Das fängt bei den Genehmigungen für die Baustelleneinrichtung an und reicht über Gasunternehmen, deren Rohre ebenfalls unter der Straße verlaufen, bis hin zu Fragen und Hinweisen von Anwohnern: „Der Fahrrad- und Busverkehr muss laufen und auch die ökologische Baubegleitung, die darauf achtet, dass Bäume und Tiere durch die Baumaßnahme nicht gefährdet werden, spielt eine Rolle.“

Größtes Kanalnetz Deutschlands

Jede Wasserversorgung hat ihre Eigenheiten. Das Berliner Trinkwasser stammt aus einem regionalen Kreislauf, der sich aus Grundwasser speist, von dem ein großer Teil aus den Flüssen versickert. Und weil Spree und Havel von Natur aus wenig Wasser führen, ist in ihnen der Anteil von wiederaufbereitetem Abwasser hoch: „Das wird nach gründlicher Reinigung dem Kreislauf wieder zugeführt“, berichtet Felix Borchert. Berlin hat das größte Kanalnetz in Deutschland, wobei es ein sehr flaches Gefälle hat. Das heißt, das Abwasser fließt nicht von selbst zu den Klärwerken, die sich fast alle in Brandenburg befinden. Um es dorthin zu befördern, braucht es 163 Pumpwerke als Zwischenstationen.

Zudem ist in Berlin auch Abwasserstauraum ein großes Thema, der nach wie vor weiter ausgebaut wird. Dort können bei Starkregen Abwassermengen, die die Klärwerke nicht in Echtzeit verarbeiten können, zwischengespeichert und so Überläufe in die Gewässer vermieden werden.

„Wissen immer wieder aktualisieren“

Das Besondere an den Bauprojekten der Berliner Wasserbetriebe ist, dass sie sowohl die Netze der Ver- als auch der Entsorgung im Blick haben: „Ziel ist es, die Baumaßnahmen möglichst effizient zu koordinieren, damit nicht in kurzen Zeitabständen Straßen wiederholt aufgerissen werden müssen und die Bürger und Bürgerinnen mehrfach mit Baustellen konfrontiert sind.“ Klingt logisch, aber Planungen medienübergreifend zusammenzubringen, ist nicht immer einfach – viele Stellen müssen mit ins Boot geholt werden.

Ob Planung oder Bauleitung: „Man muss sein Wissen immer wieder aktualisieren, weil sich technisch so viel ändert.“ Studiert hat Felix Borchert Bauwirtschaftsingenieurwesen als dualen Studiengang mit integrierten Praxisphasen bei den Berliner Wasserbetrieben. Später hat er berufsbegleitend einen Master in Teilzeit draufgesattelt und sich im Auslandssemester auf Abwasserwirtschaft spezialisiert. „Die Aufgaben werden immer komplexer und alles hängt mit allem zusammen. Um diese Beziehungen besser zu verstehen, habe ich mich für den Master Urbane Infrastrukturplanung entschieden“, erklärt er. 

 

Wasser- und Abwasserwirtschaft – Berufs- und Arbeitsfelder

Berufe rund ums Wasser

Von der Fachkraft für Abwassertechnik bis zum Tiefbauingenieur: In der Wasser- und Abwasserwirtschaft sind verschiedene Berufe beheimatet. abi» stellt einige vor.

Ausbildungsberufe:

Fachkraft – Abwassertechnik

Aufgaben:
Überwachung des Abwassersystems, Entnahme und Prüfung von Proben, Bedienung, Steuerung und Wartung technischer Anlagen

Mögliche Arbeitgeber:
Unternehmen der Abwasserwirtschaft wie Betreiber kommunaler Kläranlagen oder Wirtschaftsunternehmen mit eigener Abwasserreinigung, Betriebe der öffentlichen Verwaltung sowie Abwasserverbände

Mehr zum Ausbildungsberuf „Fachkraft - Abwassertechnik“ auf BERUFENET >>

Fachkraft – Wasserversorgungtechnik

Aufgaben:
Bedienung und Überwachung von Maschinen und Anlagen, die Wasser fördern, aufbereiten oder weiterleiten, Verlegung von Rohrleitungen

Mögliche Arbeitgeber:
Kommunale Versorgungsbetriebe, industrielle Wasserwerke, Wasseraufbereitungsunternehmen, Pumpstationen, aber auch Tiefbauunternehmen, Analyselabore für Wasserqualität, Wasserkraftwerke

Mehr zum Ausbildungsberuf „Fachkraft – Wasserversorgungstechnik“ auf BERUFENET >>

Fachkraft – Wasserwirtschaft

Aufgaben:
Sie vermitteln zwischen Technik, Verwaltung und Natur, Planung des Baus von Anlagen der Wasserver- und
-entsorgung gemeinsam mit Ingenieuren, Durchführung von Messungen, Überwachung von Baumaßnahmen

Mögliche Arbeitgeber:
Wasserwirtschaftsämter, Umweltämter und Schifffahrtsverwaltungen, Unternehmen der Wasserver- und -entsorgung und Abwasseraufbereitung, Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung, Unternehmen des Wasser- oder Rohrleitungsbaus

Mehr zum Ausbildungsberuf „Fachkraft – Wasserwirtschaft“ auf BERUFENET >>

Kanalbauer/in

Aufgaben:
Bau und Sanierung von Abwasser- und Regenwasserleitungen, Nutzung hochtechnisierter Vermessungs- und Baumaschinen, um meterbreite Rohre zu verlegen

Mögliche Arbeitgeber:
Tiefbauunternehmen, Unternehmen der Abwasserwirtschaft, Bauämter

Mehr zum Ausbildungsberuf „Kanalbauer/in“ auf BERUFENET >>

Umweltschutzlaborant/in

Aufgaben:
Je nach Schwerpunkt untersuchen sie Wasser-, Abfall-, Boden- und Luftproben auf Schadstoffbelastungen und kontrollieren die Einhaltung vorgeschriebener Grenzwerte

Mögliche Arbeitgeber:
Labore für Umweltanalytik, naturwissenschaftliche Fakultäten von Universitäten, Umweltschutzbehörden, Unternehmen der Abfallwirtschaft, Kläranlagen und Wasserwerke

Mehr zur beruflichen Einsatzmöglichkeit als „Umweltschutzlaborant/in“ auf BERUFENET >>

Studienberufe:

Hydrologe/Hydrologin

Aufgaben:
Hydrologen beobachten und messen die Abläufe des Wasserkreislaufs und erforschen die physikalischen, chemischen und biologischen Verhältnisse von ober- und unterirdischen Gewässern.

Mögliche Arbeitgeber:
Hochschulen und Forschungsinstitute, öffentliche Verwaltung, z. B. Wasserversorgungseinrichtungen der Gemeinden, Unternehmen der Wasserwirtschaft, Planungs- und Ingenieurbüros

Mehr zum Studienberuf „Hydrologe/Hydrologin“ auf BERUFENET >>

Ingenieur/in – Versorgungstechnik

Aufgaben:
Planung, Bau und Betrieb von Anlagen, die der Ver- und Entsorgung von Wohngebäuden, Betrieben oder Stadtvierteln dienen. Entwicklung von wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Lösungen für die Bereitstellung von Wasser sowie für die Abwasserentsorgung

Mögliche Arbeitgeber:
Betriebe der Sanitär- und Heizungstechnik sowie der Bädertechnik, Ingenieurbüros, Versorgungsbetriebe für Gas, Wasser, Strom und Fernwärme

Mehr zum Studienberuf „Ingenieur/in – Versorgungstechnik“ auf BERUFENET >>

Ingenieur/in – Wasserwirtschaft

Aufgaben:
Entwicklung von Konzepten, um Gewässer und Böden zu schützen oder zu sanieren, Flüsse zu regulieren und Gewässer zu renaturieren; außerdem Planung von Anlagen der Wassergewinnung, -aufbereitung,
-speicherung, -verteilung und -entsorgung

Mögliche Arbeitgeber:
Ingenieur- und Sachverständigenbüros, bauausführende Unternehmen, Wasserversorgung und Abwasserwirtschaft, Behörden, etwa Wasserwirtschaftsämter oder Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen

Mehr zum Studienberuf „Ingenieur/in – Wasserwirtschaft“ auf BERUFENET >>

Tiefbauingenieur/in

Aufgaben:
Planung, Entwurf, Konstruktion und Berechnung von Baumaßnahmen im Wasserbau

Mögliche Arbeitgeber:
Ingenieur- und Sachverständigenbüros, Tiefbauunternehmen, öffentliche Verwaltung

Mehr zum Studienberuf „Tiefbauingenieur/in“ auf BERUFENET >>

 

Branchenumfrage

Einstellungspraxis: Wasser- und Abwasserwirtschaft

Folgende Firmen haben sich an unserer Branchenumfrage beteiligt und zu ihrer Einstellungspraxis Angaben gemacht:

Stadt Bonn

Kontakt

Personal- und Organisationsamt

www.bonn.de 

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss

Ca. 350 Mitarbeiter im Tiefbauamt / ca. 70

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr

Variiert

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf

Stadtentwässerung, Verkehrsanlagen

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)

Klassisches Bauingenieurwesen, d.h. Wasserbau, Siedlungswasserwirtschaft, Hydraulik, Verkehrswesen (Straßenbau und Verkehrstechnik), Konstruktiver Ingenieurbau, Baubetrieb

Übergreifende Fachrichtungen wie Geologie, Geowissenschaften, Umweltingenieurwesen

Master- und Bachelorabschlüsse

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse 

Z. T. Berufserfahrung, aber oft auch Hochschulabsolventen

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten 

Duale Studiengänge, aber nicht jedes Jahr

Abschlussarbeiten möglich?

Eingeschränkt, je nach verfügbarer Kapazität

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Stadtentwässerung Augsburg

Kontakt

Abt. Abwasserreinigung

klaus.stegmayer@augsburg.de  

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss 

104

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr

Mehrere Meister/innen sowie Ingenieure/-innen als Altersnachfolge sowie Auszubildende zur Fachkraft für Abwassertechnik

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf

In dieser Reihenfolge: Klärwerksbetrieb, Labor, Planung & Bau

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)

Wegen Altersnachfolgen unterschiedlich, i.d.R. aus dem Abwasser-/Baubereich

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse

Abwasser- und verfahrenstechnische Kenntnisse

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten

Nein

Abschlussarbeiten möglich?

Nein, da i.d.R. keine dafür geeigneten Aufgabenstellungen vorhanden

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Berliner Wasserbetriebe

Kontakt

www.bwb.de

www.netzdermoeglichkeiten.de

Mitarbeiter / davon mit Hochschulabschluss

Ca. 4.300

Einstellungsbedarf an Mitarbeitern / Hochschulabsolventen pro Jahr

Ca. 130 bis 160

Geschäftsfelder mit dem größten Einstellungsbedarf

Führungskräfte, Ingenieure/-innen, IT-Fachkräfte, Bauleiter/innen, Auszubildende (vorrangig im technisch-gewerblichen Bereich)

Gesuchte Absolventen (Berufsausbildung, Studienfachrichtungen)

Ingenieure/-innen, IT-Fachkräfte

Einstellungskriterien / geforderte Spezialkenntnisse

Grundsätze im Auswahlverfahren:
Chancengleichheit (Auswahl unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft …)
Besonderes Interesse an Bewerbungen von Frauen
Ausdrücklich erwünscht sind auch Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund
Bei entsprechender Eignung Bevorzugung von schwerbehinderten Menschen
Geforderte Kenntnisse:
fachliche Qualifikation, persönliche Kompetenzen, Erfahrungen

Angebotene Ausbildungen für Abiturienten / Duale Studiengänge / andere Einstiegsmöglichkeiten für Abiturienten

Berufsbild- und Studiengangs-Portfolio wird jährlich überprüft und ggf. angepasst (z. B. Aufnahme des dualen Studiengangs Siedlungswasserwirtschaft ab 2019)
Entwicklung innovativer Ausbildungsmethoden und Investitionen in hochmoderne Technologien (Automatisierung und Digitalisierung) im Kontext der Modernisierung und Erweiterung des Ausbildungszentrums
(http://ausbildung.bwb.de)

Abschlussarbeiten möglich?

Ja, nach vorheriger Absprache und im Rahmen der Bachelor- oder Master-Thesis

>> nach oben


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Stand: 21.10.2019