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Deutscher Wetterdienst – Einstieg und Karriere

Das Wesentliche im Blick

Laufbahnausbildung für den gehobenen Dienst, Einstieg für Hochschulabsolventen, Ausbildungsplätze und Praktika: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet viele interessante Karrieremöglichkeiten, vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich.

Niederschlagssensoren mit Windschutz

Für die Arbeit beim Deutschen Wetterdienst ist ein Interesse an naturwissenschaftlichen Themen von Vorteil.

„Unsere Laufbahnausbildung für den gehobenen naturwissenschaftlichen Dienst dauert drei Jahre“, erklärt Volker Schaaf, stellvertretender Leiter des Personalmanagements beim DWD. „Sie bereitet auf die Beamtenlaufbahn vor und ist wie ein duales Studium aufgebaut. Am Ende erlangt man einen dem Bachelor of Science äquivalenten Fachhochschulabschluss (FH-Diplom) in Meteorologie. In der Praxis werden alle nötigen Kompetenzen vermittelt, um später im Bereich Wettervorhersage tätig sein zu können.“ Wer sich für die Laufbahnausbildung bewerben möchte, muss sich frühzeitig informieren. Für den Ausbildungsbeginn im Oktober ist der Bewerbungsschluss bereits im August des Vorjahres. Die Stellenausschreibungen sind über die Website des Deutschen Wetterdienstes zu finden.

Ein Porträt-Foto von Volker Schaaf

Volker Schaaf

„Wir achten auf Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern und entsprechend gute Zeugnisnoten“, erläutert Volker Schaaf. „Gute Englischkenntnisse sind ebenfalls wichtig. Außerdem sollte man analytisch denken, klar kommunizieren, Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen können.“ Da jeden Tag große Mengen an Daten zum Wetter erhoben werden, müssen die Mitarbeiter/-innen bei der Wettervorhersage in der Lage sein, die relevanten Meldungen herauszufiltern. „Man braucht den Blick für das Wesentliche. Die Bewerber sollten in der Lage sein, unter Zeitdruck zu arbeiten. Außerdem müssen sie mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen von Kunden beispielsweise gegenüber Sicherheitsvorgaben umgehen können.“

Karriere mit Hochschulabschluss

Für Bewerber/-innen mit Hochschulabschluss von Universitäten hat der Deutsche Wetterdienst ebenfalls spannende Tätigkeitsfelder zu bieten. „Wir stellen nicht nur Meteorologen mit Bachelor- oder Masterabschluss ein“, berichtet der Personalreferent. „Absolventen der Ingenieurwissenschaften, Informatik oder Verwaltungswissenschaften werden ebenso gebraucht wie Physiker, Mathematiker, Chemiker, Geographen, Wirtschaftswissenschaftler oder Juristen im Masterbereich.“ Ob in der Forschung, der Technik oder der Verwaltung: Mit dem eigenen Fortbildungsprogramm werden besonders qualifizierte Mitarbeiter/-innen für Aufgaben in den Führungsebenen geschult.

Neben unbefristeten und Beamtenstellen schreibt der Deutsche Wetterdienst immer wieder befristete Tätigkeiten für Projekte aus: „Ich kann zu einer Bewerbung auf diese Projektstellen nach dem Studium nur raten“, meint Volker Schaaf. „So bekommt man einen guten Eindruck von den Arbeitsverhältnissen beim DWD, sammelt erste praktische Erfahrungen und kann sich für eine weitere Zusammenarbeit empfehlen.“

Ausbildung und Praktikum

Wer schon im Studium die Arbeit des DWD kennenlernen möchte, kann sein Pflichtpraktikum in der Behörde absolvieren. Eine Berufsausbildung beim Deutschen Wetterdienst ist ebenfalls möglich: „Wir suchen regelmäßig Auszubildende zum Verwaltungsfachangestellten, zum Informatikkaufmann, zum Fachinformatiker und zum IT-Systemelektroniker“, berichtet der DWD-Experte. „Weitere Informationen und Fristen finden sich auf unserer Website.“

abi» 21.08.2020

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