Branchenkontext

Verkäufer händigt einer Kundin ein Drogerieprodukt aus. Foto: Katharina Kemme / Meramo Studios
Fündig geworden in der Drogerie. Doch welche Kette hat in Deutschland die Nase vorn?
Foto: Katharina Kemme / Meramo Studios

dm - Branchenkontext

Branchenkontext

Drogeriemarktketten in Deutschland im Vergleich.

dm-drogerie markt GmbH + Co. KG

Gründung: 1973
Drogeriemärkte in Deutschland: 1.892
Drogeriemärkte europaweit: 3.464
Durchschnittliche Verkaufsfläche: 400 bis 500 Quadratmeter
Mitarbeiter in Deutschland: rund 40.000
Konzernumsatz: 10,26 Mrd. Euro (Stand 2016/17)
Hauptsitz: Karlsruhe

Dirk Rossmann GmbH

Gründung: 1972
Drogeriemärkte in Deutschland: 2.100
Drogeriemärkte europaweit: 3.770
Durchschnittliche Verkaufsfläche: 560 Quadratmeter
Mitarbeiter in Deutschland: 32.000
Konzernumsatz: 9 Mrd. Euro (Stand 2017)
Hauptsitz: Burgwedel bei Hannover

Müller Holding Ltd. & Co. KG

Gründung: 1953
Drogeriemärkte in Deutschland: 541
Drogeriemärkte europaweit: 284
Durchschnittliche Verkaufsfläche: 400 bis 4.500 Quadratmeter
Mitarbeiter in Deutschland: rund 34.000
Konzernumsatz: 3,88 Mrd. Euro (Stand 2016/17)
Hauptsitz: Ulm-Jungingen

Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG

Gründung: 1912
Drogeriemärkte in Hamburg und Umgebung: 182
Drogeriemärkte europaweit: keine
Mitarbeiter in Deutschland: 1.950
Konzernumsatz: 429,6 Mio. Euro (Stand 2015/16)
Hauptsitz: Hamburg

<< Hier geht's zurück zum Hintergrund

 

dm - Hintergrund

Der Mensch im Mittelpunkt

„Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein“ – das ist das Motto der Drogeriemarkt-Kette dm. Seit 45 Jahren bietet das Unternehmen ein vielfältiges Sortiment an. Dabei will es auch Verantwortung übernehmen – nicht nur in punkto Nachhaltigkeit, sondern auch im Umgang mit den Mitarbeitern.

In Karlsruhe, noch heute Sitz der dm-Zentrale, eröffnete 1973 die erste Filiale der Drogeriekette. Heute verfügt das Unternehmen über rund 1.900 Filialen in Deutschland und ist in zwölf weiteren europäischen Ländern vertreten. Mehr als 59.000 Mitarbeiter sind in Deutschland und dem europäischen Ausland beschäftigt.

Porträtfoto von Christian Harms. Foto: Privat

Christian Harms

Foto: privat

„Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt unseres unternehmerischen Handelns“, betont Christian Harms, Geschäftsführer für das Ressort Mitarbeiter. „Daher möchten wir für alle unsere Kolleginnen und Kollegen die Rahmenbedingungen schaffen, in denen sie sich persönlich und fachlich weiterentwickeln können.“ So spiele die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bei dm eine große Rolle. Filialkollegen können selbstständig untereinander ihre Arbeitszeiten abstimmen, in den Verteilzentren und der Unternehmenszentrale bietet das Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle und Telearbeit an.

Nachhaltigkeit im Blick

Seit 1985 bildet dm auch aus. Siehe dazu den Beitrag „Einen klassischen Karriereweg gibt es nicht“. Und: Schon in den 1980er-Jahren setzte das Unternehmen auf Nachhaltigkeit: Damals nahm es Bio-Produkte ins Sortiment auf und führte eine eigene Marke für Naturkosmetik ein. Auch heute steht das Thema im Fokus. So gibt es etwa einen Arbeitskreis Nachhaltigkeit, bei dem sich die Mitarbeiter aller Sparten über Aktuelles zum Thema austauschen, gemeinsame Projekte initiieren und sich gegenseitig beraten. Darüber hinaus vergibt das Unternehmen seit 2014 gemeinsam mit Kooperationspartnern den Ehrenpreis „HelferHerzen“ für herausragendes bürgerschaftliches Engagement.

In punkto Bildungsinitiativen, Umwelt und bürgerliches Engagement ist dm schon seit Jahren aktiv. 2017 wurde das Unternehmen zum dritten Mal mit dem Gütesiegel „Green Brands“ für ökologische Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Die Drogeriekette greift zudem gesellschaftlich relevante Themen auf und engagiert sich mit der Initiative „Die offene Gesellschaft“ für die Bewahrung und Stärkung unserer Gesellschaft.

Digitalisierung in der Drogerie

Auch die Digitalisierung wird weiter vorangetrieben. Im Onlineshop sind inzwischen über 14.000 Artikel verfügbar, 1.500 mehr als in den Filialen. Seit März 2017 bietet der Konzern eine kleine Auswahl des Sortiments in einem eigenen Webshop auch in China an. Alle Filialen sind mit WLAN ausgestattet. Zukünftig werden Auszubildende jederzeit und ortsunabhängig mit Laptop, Tablet oder Smartphone Zugang zu den Lerninhalten haben. Mitarbeiter im Verkauf oder in der Beratung sind mit Smartphones ausgestattet, die den Wissens- und Informationstransfer untereinander erleichtern sollen.

Hier geht's zum Branchenkontext >>

Überblick: dm von A bis Z

Ausbildung:

Mehr als 3.500 Auszubildende hat dm in Deutschland (Stand: 2016/2017). Zum Ausbildungsstart 2018 gibt es über 1.900 Ausbildungsplätze. Angeboten werden zehn Ausbildungsberufe und fünf duale Studiengänge in den Bereichen Handel, IT und Logistik an. Weitere Informationen unter www.dm.de/ausbildung-und-studium.

Aktuelle Stellenangebote:

www.dm.de/offene-stellen

Einstellungsbedarf jährlich:

Über 1.900 Auszubildende und dual Studierende.

Internationalität:

dm ist derzeit in 13 europäischen Ländern mit über 3.450 Filialen vertreten.

Standorte:

Bosnien Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Italien, Kroatien, Mazedonien, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn

Mitarbeiter:

Rund 40.000 in Deutschland, mehr als 59.000 europaweit.

Sitz der Zentrale:

Karlsruhe

Jährlicher Umsatz:

Deutschland: 7,857 Milliarden Euro; Konzern gesamt: 10,26 Milliarden Euro (Stand: 2016/2017)

Weitere Informationen:

www.dm.de

 

dm - Einstieg & Karriere

„Einen klassischen Karriereweg gibt es nicht“

Wer nach dem Abitur bei der Drogeriekette dm anfangen möchte, hat viele Möglichkeiten. Bewerber können zwischen zehn Ausbildungsberufen und fünf dualen Studiengängen in den Bereichen Handel, IT und Logistik wählen.

Derzeit beschäftigt das Unternehmen in Deutschland mehr als 3.500 Auszubildende. Zum Ausbildungsstart im August 2018 stellt die Drogeriemarktkette erneut über 1.900 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Neu ist dann die Ausbildung zum „Kaufmann im E-Commerce“. „Einen klassischen vorgefertigten Karriereweg gibt es bei uns nicht“, sagt Caroline Tessé, Teamverantwortliche im Bewerber-Management. „Wir bieten vielfältige Ausbildungswege sowie die Weiterbildung zum Handelsfachwirt an.“ Wer einen dualen Bachelorstudiengang absolvieren möchte, kann zwischen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (an den Standorten Karlsruhe und Mosbach) oder der Alanus Hochschule (in Alfter bei Bonn) wählen.

Porträtfoto von Caroline Tessé. Foto: Privat

Caroline Tessé

Foto: Privat

„Bei Bewerbungen achten wir in der Regel schon auf bestimmte Noten“, erklärt Caroline Tessé. In den Fächern Deutsch, Mathematik und teilweise auch Biologie oder Chemie sollten Bewerber mindestens die Note „befriedigend“ (Gymnasium) oder „gut“ (Haupt- und Realschule) haben. Bei der Auswahl zählen auch absolvierte Praktika oder der Gesamteindruck der Bewerbung.

Selbstbewusstsein stärken

Die Persönlichkeitsentwicklung ist ein wichtiger Teil des dm-Ausbildungskonzeptes. In den Theaterworkshops „Abenteuer Kultur“ haben Auszubildende und Studierende zum Beispiel die Möglichkeit, persönliche Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Offenheit und Kreativität weiterzuentwickeln. Unterstützt werden sie dabei von Schauspielern, Regisseuren und Theaterpädagogen. Die erarbeiteten Stücke werden dann vor Familien, Freunden und Kollegen präsentiert.

Zur Ausbildung gehört auch die Ausbildungsfiliale, bei der der Nachwuchs vier Wochen lang die Verantwortung für eine Filiale übernimmt. Hierzu gehören die Bestellung der Ware, die Erstellung des Mitarbeiter-Einsatzplanes, Kassiertätigkeiten und die Kundenberatung. Die Stammbesetzung ist währenddessen im Urlaub oder hilft in anderen Märkten aus. Falls Fragen auftauchen, stehen Lernbegleiter zur Seite. Dieses Engagement zahlt sich aus: Beim Schülerbarometer des Forschungsinstituts „trendence“ belegte dm 2017 den zweiten Platz unter den beliebtesten Arbeitgebern im Bereich Handel.


Diese Beiträge im abi-Portal könnten dich auch interessieren:

  • Nur drei Meter bis zum nächsten 3M-Produkt

  • „Offenheit, Freundlichkeit und Motivation sind beim Nachwuchs gerne gesehen“

  • Branchenkontext: Unternehmen im Bereich Chemie

  • Chemie für Kunst, Kosmetik und Co.

Logo Bundesagentur f�r Arbeit
Stand: 21.11.2019