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Nachhaltige Stadt Erlangen – Einstieg und Karriere

Nachhaltigkeit fängt bei der Ausbildung an

Ressourcen schonen, wo es geht – das ist ein Aspekt von Nachhaltigkeit. Um dies umzusetzen, bedarf es qualifizierter Fachkräfte. Und die bildet die Stadt Erlangen am liebsten selbst aus.

Das Bild zeigt verschiedene Utensilien, die man für eine Bewerbung benötigt.

Es gibt viele Möglichkeiten, um bei einer Stadt zu arbeiten. Der erste Schritt dazu ist immer die Bewerbung.

„Ausbildung ist der erste Schritt einer kontinuierlichen Personalentwicklung. Hier fängt Nachhaltigkeit im Personalmanagement an“, erklärt Barbara Sand, Abteilungsleiterin Personalentwicklung der Stadt Erlangen. „Nur mit qualifizierten Mitarbeitern kann die Stadt ihre Ziele und Ideale entsprechend umsetzen, also insbesondere aktiv und nachhaltig die Zukunft für die Stadtgesellschaft gestalten.“ Besonders wichtig ist es der Stadt, später die richtige Person am richtigen Arbeitsplatz zu haben. Das heißt, die Mitarbeiter mit ihren Fähigkeiten und Stärken zu fordern und zu fördern. Wie man das schafft? „Durch eine enge Begleitung während der Ausbildung“, erklärt die Personalentwicklerin. Jeder Auszubildende in der Verwaltung durchläuft mehrere Dienststellen und lernt die Stadt gut kennen. Bei entsprechender Leistung gibt es nach der Ausbildung eine Übernahmegarantie.

Ein Porträt foto von Barbara Sand

Barbara Sand

Wer seine Ausbildung abgeschlossen hat, hat viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. „Wir bieten ständig Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten und unterstützen die Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter ausdrücklich“, fährt die Abteilungsleiterin fort. Das heißt sowohl Beschäftigte als auch Beamte haben die Möglichkeit sich weiter zu qualifizieren und aufzusteigen. Im Beschäftigtenbereich wird die Qualifikation im Rahmen des sogenannten Beschäftigtenlehrgangs II erworben, im Beamtenbereich über die sogenannte modulare Qualifizierung oder Ausbildungsqualifizierung. Darüber hinaus haben Beamte die Möglichkeit, auch in die vierte Qualifikationsebene (früher Höherer Dienst) aufzusteigen. „Außerdem ist die Stadt ziemlich breit aufgestellt“, betont Barbara Sand. „Unsere Vielfalt reicht von der Stadtkasse bis zum Theater. Ein solch breites Aufgabenspektrum findet sich in der freien Wirtschaft kaum.“

Praktikum, Ausbildung, duales Studium

Zum ersten Reinschnuppern bietet die Stadt Erlangen Praktika an. Ab 2020 werden zudem Werkstudierende beschäftigt. Ausgebildet wird in Verwaltungsberufen, gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen. Insgesamt werden 20 verschiedene Ausbildungsberufe sowie ein duales Studium angeboten. Die geforderten Schulabschlüsse variieren vom qualifizierenden Hauptschulabschluss über die Mittlere Reife bis zum Abitur oder einem abgeschlossenen Studium. Besonders an Abiturienten richtet sich das duale Studium zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) (= Ausbildung der Beamtinnen und Beamten für den Einstieg in der dritten Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen, fachlicher Schwerpunkt nichttechnischer Verwaltungsdienst).

Im technischen Bereich bietet der bautechnische und umweltfachliche Verwaltungsdienst Studienabsolventen mit Bachelor- oder Diplom-Abschluss Zukunftsperspektiven – insbesondere im Hinblick auf eine spätere Führungslaufbahn.

Wie läuft die Bewerbung ab?

„Die Bewerbung beinhaltet einen schriftlichen Test, ein moderiertes Interview und weitere kleine Aufgaben, wie sie in einem Assessment Center durchgeführt werden“, skizziert Barbara Sand. Wer es geschafft hat, der wird in allen Bereichen – wie könnte es anders sein – zum nachhaltigen Denken angehalten. Das fängt bei „think before you print“ an, geht beim Recyclingpapier weiter, wenn dieses überhaupt noch benötigt wird, denn viele Prozesse sind inzwischen digitalisiert. Dienstfahrten innerhalb der Stadt werden mit dem Fahrrad erledigt und Transporte entsprechend mit dem Lastenrad. Wer beim Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung arbeitet, ist zum Beispiel an der Erweiterung des Radwegenetzes oder am Projekt „Soziale Stadt“ beteiligt, wer im Kindertagesstättenausbau beschäftigt ist, steuert die Schaffung von Betreuungsplätzen von städtischen Einrichtungen als auch von freien Trägern. Wer beim Amt für Gebäudemanagement oder in einem der beiden Eigenbetriebe arbeitet, beschafft modulare Möbel und umweltfreundliche Arbeitskleidung. Mitarbeiter im Bereich Soziale Dienste stellen Förder- und Unterstützungsangebote für Familien und Jugendliche zur Verfügung, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Egal um welchen Beruf es sich handelt – Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema. 

abi» 17.07.2020

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