Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Bücher, Menschen, Informationen

Bücher aus der Teilbibliotheken Philosophie, Psychologie und Pädagogik
Wer gerne von Bücher umgeben ist und auch vor IT und Kundenkontakt nicht zurückschreckt, findet als Systembibliothekar ein vielseitiges Tätigkeitsfeld.
Foto: Heidrun Hönninger

Bibliothekarin in der Hochschulbibliothek

Bücher, Menschen, Informationen

Katrin Otto ist Systembibliothekarin an der Universitätsbibliothek Chemnitz – in ihrem Arbeitsalltag stehen sich traditionelle und moderne Bibliotheksarbeit gegenüber. Ein spannendes Tätigkeitsfeld für die 32-Jährige, die die Vielfältigkeit ihres Berufs schätzt.

Als Systembibliothekarin arbeitet Katrin Otto an der Schnittstelle zwischen Bibliothek und IT. „Ich bin quasi die Vermittlerin zwischen der Informatik und der Bibliothek“, erklärt Katrin Otto. Im IT-Bereich wird sehr projektorientiert gearbeitet, es geht um die Anpassung des Katalogs, um die Neugestaltung der Webseite oder um die Einführung einer neuen Software, beispielsweise für die Hochschulbibliografie der Bibliothek. „Besonders gefällt mir, dass ich eigene Projekte vorschlagen und umsetzen kann. Zum Beispiel habe ich ein Programm initiiert, mit dem die Studierenden online sehen können, wie viele freie Arbeitsplätze es gerade in der Bibliothek gibt – ein Service, der vor allem in den Prüfungsperioden gerne in Anspruch genommen wird“, erzählt die 32-Jährige.

Praxiserfahrungen in Bibliotheken und Archiven

Ein Porträt-Foto von Katrin Otto.

Katrin Otto

Foto: Sven Aurich

Gleichzeitig ist die Bibliothekarin erste Ansprechpartnerin für die Nutzer im Servicebereich. „Ich erkläre, wie die Bibliothek aufgebaut ist, wie Bücher gefunden werden und helfe bei der Datenbank- und Katalogrecherche. Da unsere Bibliotheken Montag bis Freitag von 8.30 bis 19 Uhr geöffnet sind, arbeiten wir im Servicebereich im Schichtdienst.“ Der dritte Bereich, mit dem sich die junge Frau beschäftigt, ist die Öffentlichkeitsarbeit und Social Media. Eine Kollegin von ihr betreut den Facebook-Auftritt der Unibibliothek, sie selbst ist für den Twitter-Account und einen Blog mitverantwortlich. Katrin Otto ist froh, dass sie verschiedene anspruchsvolle Aufgabenbereiche kombinieren kann: „Ich programmiere sehr gerne, kann hier kreativ sein und habe mit Menschen zu tun.“

Schon in der Schulzeit wusste die lesebegeisterte junge Frau, dass sie später beruflich gerne etwas mit Menschen und Büchern machen möchte. Das war ihr spätestens nach einem Schülerpraktikum in der Gemeindebücherei klar. Nach ihrem Abitur informierte sie sich über entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten und bewarb sich schließlich auf einen Studienplatz in Leipzig für Bibliotheks- und Informationswissenschaften. Das dortige Bachelorstudium ist offen konzipiert und bereitet auf verschiedene Berufsfelder vor, zum einen eben in Bibliotheken, daneben für Archiv- und Dokumentationsaufgaben. So konnte sie sich damals erste Grundlagen im Programmieren aneignen, die sie später im Beruf vertieft hat. „Im Studium haben wir durch viele Praktika und ein Praxissemester einen guten Einblick in das Berufsfeld bekommen. Ich habe in Archiven hospitiert und war zum Praxissemester in der Stadtbibliothek Halle.“

Lebenslanges Lernen

Seit 2015 ist Katrin Otto in der Universitätsbibliothek Chemnitz fest angestellt. Für ihre berufliche Zukunft könnte sie sich ein berufsbegleitendes Masterstudium vorstellen, etwa Bibliotheksinformatik an der Technischen Hochschule Wildau. „Es passiert gerade sehr viel in diesem Bereich. Wichtig ist, seine eigenen Fähigkeiten auszubauen: beispielweise Weiterbildungen besuchen, zu Kongressen zu fahren, sich mit Kollegen austauschen und viel netzwerken“, findet sie.

Jungen Menschen, die in ihrem Beruf arbeiten möchten, empfiehlt Katrin Otto, stets offen für neue Arbeitsbereiche zu sein. „Natürlich sollte man grundsätzlich Interesse daran haben, Informationen bereitzustellen und zu vermitteln. In welche Richtung es dann geht, muss jeder für sich herausfinden, langweilig wird es in unserem Beruf jedenfalls nicht.“

abi>> 16.09.2019