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Der Inbetriebsetzer

IT-System-Elektroniker bei der Arbeit
Maximilian Schoock ist froh, dass er als IT-System-Elektroniker auch richtig anpacken darf.
Foto: Martin Rehm

IT-System-Elektroniker

Der Inbetriebsetzer

Nach dem Abi startete Maximilian Schoock (29) voller Elan in ein Studium der Elektrotechnik – und merkte schnell, dass die reine Theorie gar nichts für ihn ist. Er wollte lieber raus, was tun, zum Kunden. So kam er auf den Beruf des IT-System-Elektronikers und fand bei Siemens genau das, was er suchte.

Eher zufällig hatte Maximilian Schoock von der Ausbildung zum IT-System-Elektroniker bei Siemens in Rosenheim erfahren – und ist darüber sehr froh. „Ich war zu Hause schon immer der, der gerne rumbastelte. Ich dachte, dass das Elektrotechnik-Studium genau das Richtige für mich. Es war aber für meinen Geschmack viel zu praxisfern“, erklärt er.

Maximilian Schoock

Maximilian Schoock

Foto: privat

Nach seiner Ausbildung im Unternehmensbereich „Gebäudetechnik“ wurde er dort direkt übernommen und ist nun als Projektleiter für die Einrichtung und Instandsetzung von Brandschutzsystemen verantwortlich. Andere ehemalige Azubis aus seinem Bereich kümmern sich heute um den Einbruchschutz beziehungsweise um Sicherheits- oder Videotechnik. „Die Ausbildung ist sehr breit gefächert. All das könnte ich auch machen“, sagt der 29-Jährige.

Zwischen Technik und Teamarbeit

Maximilian Schoock fährt selbst raus zu den Gebäuden, in denen Brandschutzsysteme installiert werden. Zu den Kunden zählen unterschiedliche Firmen, Tiefgaragen, öffentliche Einrichtungen, Behörden oder die Feuerwehr. Nachdem die Hardware, also die Brandmelder, von externen Firmen installiert wurden, nimmt er die Systeme computergestützt in Betrieb. Anders gesagt: Erst ab dem Punkt, an dem Rechner und Software ins Spiel kommen, um die Anlagen zum Laufen zu bringen, übernimmt Maximilian Schoock.

Im einfachsten Fall muss er die Software lediglich konfigurieren und ein paar Schnittstellen zu Sensoren und anderen Geräten anlegen. Dann reicht es aus, einige Parameter anzupassen. Bei größeren Aufträgen dagegen heißt es programmieren, also ran an den Code. „Computer-, Programmierkenntnisse und technisches Wissen sind trotzdem nicht das wichtigste Rüstzeug, das man mitbringen muss“, findet er. „Man muss vor allen Dingen im Team arbeiten und gut kommunizieren können.“

Menschenkenntnis genauso wichtig wie Coden

„Ein Projekt kann einen über Monate oder Jahre begleiten – schließlich gehören die Wartung der Anlagen und deren Modernisierung auch zu den Arbeiten. Man hat also mit vielen Akteuren zu tun“, schiebt er nach und zählt die Projektbeteiligten auf: die Kollegen aus dem Vertrieb, die den Auftrag einsteuern und die Grobplanung festlegen; dann der Kunde, mit dem der IT-System-Elektroniker die Feinplanung abstimmen muss. „Dazu kommt der Kontakt mit diversen Dienstleistern, die die Anlagen installieren, und schließlich sind oftmals Behörden und Gutachter in den Prozess eingebunden.“

Maximilian Schoock hat nicht nur viel mit Menschen zu tun, sondern ist auch viel unterwegs. „Meine Arbeit teilt sich auf in etwa 70 Prozent vor Ort, also beim Kunden, und 30 Prozent im Büro“, erklärt er. Zwar kann er kleine Aufträge eigenverantwortlich abwickeln, bei größeren Projekten ist aber die Koordination mit vielen Beteiligten unerlässlich. So ist der derzeit größte Kunde ein Chemieunternehmen mit 30 vernetzten Brandmeldezentralen und zwischen 5.000 und 8.000 Rauchmeldern.

Zukunftsperspektiven sieht der IT-System-Elektroniker viele. Nach seinem schnellen Aufstieg vom Azubi zum Projektleiter in nur drei Jahren Berufspraxis könnte er sich gut vorstellen, später einmal Stützpunktleiter zu werden oder eine andere Führungsrolle zu übernehmen. „Bei meinem Arbeitgeber stehen mir viele Bereiche offen“, ist er überzeugt.

abi>> 25.07.2019