beruf & karriere

Immobilienmaklerin

Kunden bestmöglich beraten

Als Immobilienmaklerin vermittelt Angela Jenne (27) Wohnungen, Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser an Kund(inn)en. Dabei ist es nicht nur wichtig, dass sie Angebot, Nachfrage und Marktentwicklungen kennt, sondern sie muss auf die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kund(inn)en eingehen können.

Eine Frau inspiziert in Berlin einen Gebäudekomplex, für den sie sich interessiert.

Als Immobilienmakler/-in muss man dazu bereit sein, zwischendurch abends oder am Wochenende zu arbeiten.

Als Angela Jenne mit gerade einmal 21 Jahren ins Berufsleben startete, hatte sie es aufgrund ihres Alters nicht immer leicht. „Gerade Kund(inn)en der älteren Generation ließen beim ersten Termin schon mal durchblicken, dass sie sich einen älteren und somit erfahrenen Makler erhofft hatten. Die meisten haben aber anschließend erkannt, wie viel Fachwissen ich trotz meines Alters mitgebracht habe und ich bekam viel Lob“, erinnert sie sich.

Ehrgeiz und Engagement gehören zu ihrem Beruf dazu, findet Angela Jenne, die ihre Ausbildung zur Bürokauffrau im RE/MAX-Immobilienbüro in Waldshut-Tiengen in Baden-Württemberg bereits nach zwei Jahren abschloss. Anschließend absolvierte sie über das Unternehmen eine Weiterbildung zur Immobilienwirtin, um sich auf den Arbeitsalltag als Maklerin vorzubereiten.

Von der Praktikantin zur erfolgreichen Maklerin

Porträtfoto von Angela Jenne.

Angela Jenne

„Ich wollte immer einen Job, bei dem ich nicht den ganzen Tag nur vor dem Computer sitze, sondern mit Menschen in Kontakt bin“, erzählt die 27-Jährige. Erste Erfahrungen in der Immobilienbranche sammelte sie während eines Praktikums bei ihrem heutigen Arbeitgeber. „Daraus wurde dann ein Ferien- und Nebenjob, später bekam ich dort die Ausbildungsstelle.“ Bei den Immobilien, die Angela Jenne vermittelt, handelt es sich überwiegend um Wohnungen, Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser in Waldshut-Tiengen und Umgebung, manchmal sind auch Grundstücke dabei. „Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich, weil ich täglich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun habe und jede Menge Immobilien sehe.“

Besichtigungstermine, bei denen sie Interessent(inn)en passende Wohnungen und Häuser zeigt, sind nur ein Teil von Angela Jennes Berufsalltag. Auch die Akquise von Kunden und Objekten sowie die Bewertung von Immobilien gehört zu ihrem Job. Will sie eine Immobilie verkaufen, muss sie sich vorab in die Unterlagen einarbeiten. Schließlich muss sie das Objekt, das sie zum Kauf anbietet, genau kennen. Das Führen von Kaufpreisverhandlungen fällt ebenfalls in ihren Aufgabenbereich.

Mittlerweile erhält die Immobilienmaklerin viele ihrer Aufträge über Empfehlungen oder Folgegeschäfte. Außerdem tätigt sie zahlreiche Gemeinschaftsgeschäfte mit anderen Maklern. Entscheidet sich ein Kunde oder eine Kundin für den Kauf, gehören auch die Vorbereitung des Notartermins und die Übergabe der Immobilie zu ihren Aufgaben.

Das macht eine gute Maklerin aus

Anders, als viele ihrer selbstständigen Kolleg(inn)en, ist Angela Jenne fest angestellt und erhält neben ihrem monatlichen Fixgehalt Provisionen für die erfolgreiche Vermittlung von Immobilien. Da Immobilienmakler/-in keine geschützte Berufsbezeichnung ist, darf sich theoretisch jeder so nennen. „Eine gute Maklerin sollte aber eine entsprechende Aus- oder Weiterbildung vorweisen können, den Immobilienmarkt vor Ort kennen und in der Lage sein, die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Kunden zu verstehen“, berichtet Angela Jenne aus Erfahrung. Außerdem seien regelmäßige Forbildungen wichtig.

Wer offen und kommunikativ ist und Spaß am Kundenkontakt hat, erfüllt eine weitere wichtige Voraussetzung für den Maklerberuf. Mindestens genauso wichtig ist laut Angela Jenne Flexibilität: „Man muss bereit sein, abends mal etwas länger oder am Wochenende zu arbeiten. Denn natürlich haben nicht alle Kunden tagsüber unter der Woche Zeit für eine Besichtigung.“ 

abi» 17.08.2020

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