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Vielseitig und gefragt

Computertastatur
Das wichtigste Arbeitsmittel von Industriekaufleuten ist der Computer. Die meisten arbeiten aber nach wie vor mit Akten und einige haben auch regelmäßig Kontakt zur Produktion. Dort kümmern sie sich vor Ort um Logistik und Inventur.
Foto: Tom Pingel

Industriekaufmann/-frau – Hintergrund

Vielseitig und gefragt

Industriekaufleute durchlaufen in der Ausbildung viele Abteilungen ihres Betriebes: Einkauf, Marketing, Verkauf oder Personalwesen. So können sie in unterschiedlichen Branchen und Unternehmen später interessante kaufmännische und organisatorische Aufgaben übernehmen.

Pausengespräch in einer Berufsschulklasse, in der Industriekaufleute ausgebildet werden: Die Azubis reden über das Wochenende, die Freunde, den Weg zur Arbeit. Dazwischen tauschen sich die jungen Leute über ihre aktuellen, beruflichen Aufgaben aus: zum Beispiel bei einem mittelständischen Motorradbauer Listen für neue Speichen und Auspuffrohre erstellen oder bei einem Labortischhersteller Vorstellungsgespräche begleiten oder in einem IT-Konzern Bilanzen prüfen. All das sind Aufgaben eines Industriekaufmanns oder einer Industriekauffrau.

Porträt von Simon Grupe

Simon Grupe

Foto: privat

Die Azubis werden nicht nur, wie der Name vermuten lässt, in der Industrie ausgebildet, sondern auch im Handel oder im Handwerk. In ihrem Betrieb durchlaufen sie alle kaufmännischen Abteilungen, vom Einkauf und Verkauf über das Marketing und Controlling bis zur Logistik und dem Personalwesen. So könnten die Azubis beim nächsten Pausengespräch von einer neuen Werbestrategie oder von den Tücken des Abrechnungssystems berichten. „Die Azubis lernen die gesamte Bandbreite eines Betriebs kennen und sind nach der Ausbildung gut mit den internen Unternehmensprozessen vertraut. Dann können sie entscheiden, was für die eigene berufliche Zukunft am besten passt“, sagt Simon Grupe, Ausbildungsexperte beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag in Berlin. „Industriekaufleute mit gutem Abschluss sind auf dem Markt heiß begehrt“, ergänzt er.

Viele Ausbildungsplätze

Die dreijährige duale Ausbildung gehört seit Jahren zu den Berufen mit den meisten Azubis. 2017 lernten bundesweit knapp 50.000 junge Frauen und Männer diesen Beruf. Die meisten hatten Abitur. Neben guten Noten in den Hauptfächern sollten angehende Industriekaufleute Neugier, Planungs- und Organisationstalent sowie Verhandlungsgeschick, Kommunikationsfreude und Teamfähigkeit mitbringen, sagt der Experte. „Pflichtbewusstsein zählt genauso: Azubis übernehmen früh Verantwortung für eigene Projekte – natürlich unterstützt von erfahrenen Kollegen“, berichtet Simon Grupe.

Bereits während der Ausbildung können angehende Industriekaufleute eine Zusatzqualifikation wie „Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen“ erwerben oder sich doppelt qualifizieren, etwa zum/zur Betriebswirt/in, zum/zur Außenhandelsassistent/in Eurokaufmann bzw. -kauffrau.

Branchenwechsel und Karriere

Absolventen mit Zusatzqualifikation oder einem guten Abschluss können laut Experten ohne Probleme die Branche wechseln und aus vielen Stellenangeboten von Elektroindustrie über Raumfahrttechnik bis zum Bauhandwerk wählen. Wer Karriere im Unternehmen machen will, für den empfiehlt sich eine Weiterbildung zum Fachwirt. Für alle, die ihr Wissen weitergeben wollen, bietet sich der Ausbilderschein an. „Wer sich für diese Möglichkeiten interessiert, sollte sich von der IHK vor Ort beraten lassen oder direkt im Weiterbildungsinformationssystem nachschauen“, rät Simon Grupe.

Weitere Informationen

berufsfeld-Info.de
Die Berufsfeld-Information der Bundesagentur für Arbeit. Der Wegweiser mit über 1.500 Reportagen unter anderem zu Aus- und Weiterbildung. Suche über das Stichwort „Industriekaufmann/-frau“.
berufsfeld-info.de

 

BERUFENET
Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.500 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Stichwort: Industriekaufmann/-frau)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

 

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

jobboerse.arbeitsagentur.de

 

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Forschung und Entwicklung, Dienstleistung und Beratung auf dem Gebiet der beruflichen Bildung (Aus- und Weiterbildung) in Deutschland.

www.bibb.de

 

Industrie- und Handelskammern
www.ihk.de

 

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)

Privatrechtlich eingetragener Verein (e.V.), Mitglied sind im Wesentlichen 79 deutsche Industrie- und Handelskammern.

www.dihk.de

abi>> 18.09.2019

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