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Kleider machen Leute

Blick auf verschiedene Kleider auf der Stange
Neben gutem Modegeschmack benötigen Personal Shopper auch Einfühlungsvermögen und gute Menschenkenntnis.
Foto: Julien Fertl

Personal Shopper werden

Kleider machen Leute

Mit ihrem Stilgefühl und einer großen Portion Menschenkenntnis sorgen Personal Shopper dafür, dass ihre Kunden das perfekte Outfit für die nächste Firmenfeier oder das anstehende Vorstellungsgespräch im Schrank haben.

Kleider machen Leute“ heißt ein häufig zitiertes Sprichwort und nicht in wenigen Menschen löst ein Einkaufsbummel ein regelrechtes Glücksgefühl aus. Doch es gibt auch Menschen, die genau auf eine solche, manchmal nervenzehrende, Suche keine Lust haben. Entweder, weil ihnen die Zeit fehlt, oder weil sie auf ihren eigenen Geschmack nicht vertrauen. Wer zum Beispiel immer wieder vor dem eigenen Kleiderschrank steht und sich verzweifelt Fragen wie „Was soll ich anziehen?“ oder „Was steht mir?“ stellt, kann sich professionelle Hilfe holen – von sogenannten Personal Shoppern.

In den USA, in England oder Frankreich gibt es „persönlichen Einkäufer“ schon lange und auch hierzulande vertrauen immer mehr Menschen dem Geschmack der Profis, wenn es darum geht, den Kleiderschrank auszumisten und neu zu bestücken.

Menschenkenntnis, guter Geschmack und kaufmännisches Interesse

Ein Porträt-Foto von Christine Schramm-Spehrer

Christine Schramm-Spehrer

Foto: privat

Häufig haben Personal Shopper eine Ausbildung oder ein Studium im Mode- und Textilbereich absolviert, einen gesetzlich geregelten Zugang gibt es jedoch nicht. Die Tätigkeit verlangt vor allem ein Gespür für aktuelle sowie kommende Trends und einen guten Geschmack. Doch um erfolgreich zu sein, braucht es noch mehr: „Wichtig sind eine ausgeprägte Menschenkenntnis und ein gutes Einfühlungsvermögen“, erklärt Christine Schramm-Spehrer, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit Gießen. „Man sollte in der Lage sein, seinen persönlichen Geschmack hintenanzustellen und sich ganz auf die Bedürfnisse seines Gegenübers einzulassen. Natürlich ist man seinem Kunden gegenüber zu Ehrlichkeit verpflichtet und man sollte professionelle Anregungen geben, aber am Ende entscheiden diese selbst, was sie tragen möchten.“

Wer sich als Personal Shopper selbstständig machen möchte, muss sich bewusst sein, dass er einen Großteil der Zeit für die Gewinnung neuer Kunden sowie das Bekanntmachen seiner Dienstleistung nutzen muss. „Dazu braucht es den notwendigen Biss“, betont Christine Schramm-Spehrer und sagt, dass auch ein kaufmännisches Interesse von Nöten ist: „Man muss ein gewisses Interesse am Umgang mit Finanzen haben, wenn es beispielswiese darum geht, Rechnungen zu schreiben oder sich um die Steuererklärung zu kümmern – immerhin führt man ein eigenes kleines Unternehmen.“

Kein Nine-to-five-Job

Auch das Thema Flexibilität sei wichtig: „Als selbstständiger Personal Shopper kennt man keinen regelmäßigen Feierabend wie in vielen anderen Berufen“, ergänzt sie. Wer sich für das Thema Mode interessiert, aber davor zurückschreckt auch mal am Abend oder an den Wochenenden zu arbeiten, findet spannende Alternativen, etwa als Textilingenieur, Einkäufer für große Modeketten oder auch in der Kosmetikbranche.
Für alle, die trotzdem Personal Shopper werden wollen, hat sie noch einen Tipp parat: „Es kann sinnvoll sein, sich auf eine Nische zu konzentrieren: Warum nicht eine Shopping-Beratung im Bereich grüne oder vegane Mode starten? Gerade in diesem Bereich ist viel in Bewegung.“

Weitere Informationen

BERUFENET
Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchworte: Mode u.a.)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

 

studienwahl.de
Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen. (Suchworte: Mode u.a.)
studienwahl.de

 

berufsfeld-Info.de
Infoportal der Bundesagentur für Arbeit zu Ausbildung, Studium und Weiterbildung
berufsfeld-info.de

 

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit
jobboerse.arbeitsagentur.de

abi>> 21.06.2019