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Stadt- und Regionalplanerin

Stadtplanung auf der „grünen Wiese“

Wie sieht eine nachhaltige Stadtentwicklung aus? Was zeichnet eine zukunftsfähige Stadt- und Raumplanung aus? Das weiß Christina Drenker (34), Stadtplanerin und Landschaftsarchitektin bei der ISR – Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH in Haan und Düsseldorf.

Holzmodell einer Raumplanung.

Car-Sharing-Möglichkeiten und Ladestationen für Elektrofahrzeuge sind wichtige Faktoren für eine nachhaltige Entwicklung von Städten.

Es gibt eine Entwicklung, welche die Stadt- und Regionalplaner*innen schon heute vor eine große Herausforderung stellen: die Tatsache, dass weltweit immer mehr Menschen in die Städte ziehen. So auch in Deutschland: Über 70 Prozent der Bevölkerung lebt aktuell in Städten oder Ballungsgebieten. Wie sollen die knappen Flächen baulich genutzt werden? Wie können die Bewohner*innen in dichtbesiedelten Gebieten sozialverträglich zusammenleben? Welche ökologischen Fragen und wirtschaftlichen Zwänge spielen bei der Raumplanung eine Rolle?

Das sind nur einige typische Fragen, mit denen sich Christina Drenker auseinandersetzt. Die 34-Jährige ist Stadtplanerin und Landschaftsarchitektin und arbeitet seit 2011 bei ISR in Haan. Das Planungsbüro deckt die komplette Bandbreite der Stadtplanung ab und hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Balance zwischen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Fragen und repräsentativer Stadt- und Freiraumplanung zu finden.

Nachhaltigkeitsaspekte immer wichtiger

Christina Drenker

„Der Lebensraum in Städten wandelt sich kontinuierlich. Wenn es um zeitgemäße Stadt- und Regionalplanung geht, sind Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit das A und O“, erklärt Christina Drenker. Nach dem Bachelorabschluss in Freiraumplanung in Osnabrück hat sie den Master in „Public Planning“ (jetzt: „Raumentwicklung und Landschaftsarchitektur“, Anmerkung der Redaktion) in Rapperswil in der Schweiz absolviert.

Seit sie nach dem Studium ihre Stelle bei ISR angetreten hat, arbeiet sie viel im Bereich Umwelt- und Landschaftsplanung.. Dabei geht es beispielweise um das Schreiben spezieller Fachgutachten etwa im Bereich Artenschutz, Umweltprüfungen, das Erstellen von Umweltverträglichkeitsstudien und die Grünordnungsplanung.

Ein weiterer spannender Schwerpunkt: die Freiraumplanung, also die Gestaltung von Plätzen, Gärten, Spielplätzen und Parks im öffentlichen Raum. „Freie Räume sind ein wesentlicher Faktor, wenn es um die Wohn- und Lebensqualität geht. Schließlich dienen sie nicht nur der Erholung, sondern auch dem nachbarschaftlichen Miteinander und stiften Identifikation.“ In der Planung müsse daher stets auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen baulicher Nutzung und Freiräumen geachtet werden – unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner*innen.

Was zudem immer wichtiger wird und entsprechend Berücksichtigung findet, sind zum Beispiel Car-Sharing-Möglichkeiten, Ladestationen für Elektrofahrzeuge oder die Gebäudestellung, um Solarenergie optimal zu gewinnen.

Spannende Projekte am laufenden Band

Bis ein Bebauungsplan rechtskräftig ist, vergehen mehrere Jahre. Die Liste der parallel laufenden Projekte ist bei ISR entsprechend lang. Kein Projekt gleicht dem anderen: „Der Job wird nie langweilig, weil man immer wieder mit neuen Menschen und Herausforderungen zu tun hat“, erzählt Christina Drenker.

Im Jahr 2018 ist sie die Karriereleiter hochgeklettert: Als Prokuristin – das heißt, sie verfügt über eine geschäftliche Vertretungsvollmacht – ist sie nun hauptsächlich in den Bereichen Wettbewerbsmanagement, Moderation und Partizipation unterwegs. „Wir managen bundesweit Wettbewerbe für unsere Auftraggeber*innen – das umfasst sämtliche Tätigkeiten der Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation des Wettbewerbsverfahrens. Wir nehmen aber auch selbst an unterschiedlichen Wettbewerben teil.“ Letztlich geht es bei allen Projekten darum, den Grundstein für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklungsperspektive eines Gebiets zu legen.

abi» 03.11.2020

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