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Vom akademischen Rat bis zum Professor

Vorlesungssaal Hochschule Ansbach
Wer seinen Arbeitsalltag auch nach dem Studium in den Räumlichkeiten der Universität verbringen möchte, sollte mit folgenden Begriffen vertraut sein.
Foto: Verena Westemacher

Glossar

Vom akademischen Rat bis zum Professor

abi» gibt einen Überblick über wichtige Begriffe rund um wissenschaftliches Personal an Hochschulen.

  • Akademischer Rat: Beamte im höheren Dienst, die als wissenschaftliche Mitarbeiter an Universitäten, Hochschulen oder Fachhochschulen tätig sind.
  • Doktorand: Person, die einen akademischen Abschluss besitzt, sich zur Promotion an einer Universität angemeldet hat und sich noch im Promotionsvorgang befindet.
  • Habilitand: jemand, der sich auf die Habilitation vorbereitet. Die Habilitation ist die höchstrangige Hochschulprüfung, mit der die Befähigung zur selbstständigen Forschung und Lehre bescheinigt wird. Voraussetzungen sind in der Regel die vorherige Promotion, die Vorlage einer Habilitationsschrift sowie sonstige Veröffentlichungen, die das wissenschaftliche Können des Kandidaten nachweisen und Erfahrung in der wissenschaftlichen Lehre.
  • Juniorprofessur: Diese Position in der Gruppe der Hochschullehrer wurde eingeführt, um jungen Wissenschaftlern mit herausragender Promotion ohne die bisher übliche Habilitation direkt unabhängige Forschung und Lehre an Hochschulen zu ermöglichen und sie für die Berufung auf eine Lebenszeitprofessur zu qualifizieren. Die Aufgaben der Juniorprofessoren an Hochschulen unterscheiden sich nicht wesentlich von denen anderer Professoren. Sie bestehen hauptsächlich in der eigenverantwortlichen Durchführung von universitärer Forschung und Lehre. Juniorprofessoren werden zunächst für drei oder vier Jahre angestellt oder seltener verbeamtet. Vor dem Ende der ersten Amtsperiode findet eine Zwischenevaluation statt. Bei positivem Ergebnis wird die Berufungsfähigkeit auf eine unbefristete Professur festgestellt. Bei negativem Ergebnis wird der Juniorprofessor als nicht geeignet für die wissenschaftliche Karriere beurteilt; das Arbeitsverhältnis kann dennoch um ein weiteres Jahr verlängert werden, um den Übergang in den außerhochschulischen Arbeitsmarkt zu erleichtern.
  • Lehrbeauftragter: Person, die ergänzende Lehrveranstaltungen durchführt. Lehrbeauftragte müssen in der Regel den Abschluss eines wissenschaftlichen oder wissenschaftlich-künstlerischen Studiums sowie ihre pädagogische Eignung nachweisen.
  • Postdoktorand, auch Postdoc: ist ein Wissenschaftler, der nach Beendigung einer Promotion den Doktorgrad erlangt hat und nun an einer Universität oder einem Forschungsinstitut befristet tätig ist. Während dieser Zeit arbeitet er an Forschungsprojekten, wobei die Stelle des Postdoktoranden meist durch Drittmittel finanziert wird. Besonders in den Naturwissenschaften ist eine Stelle als Postdoktorand im Ausland oft ein notwendiger Schritt hin zu einer Habilitation und einer akademischen Laufbahn zum Privatdozenten oder Professor.
  • Privatdozent: lautet an einer wissenschaftlichen Hochschule die Bezeichnung für einen habilitierten Wissenschaftler mit Lehrberechtigung, der keine Professur innehat. Privatdozenten sind als Hochschullehrer selbstständig und alleinverantwortlich zur akademischen Lehre berechtigt und dürfen in der Regel auch Promotionen betreuen.
  • Professor: Amtsbezeichnung für Hochschullehrer, die ihr Fachgebiet in Forschung und Lehre selbstständig vertreten und Inhaber einer Professur sind. Sie stellt keinen akademischen Grad dar. In Deutschland und der Schweiz kann die Bezeichnung Professor unter bestimmten Umständen auch als Ehrentitel an Personen verliehen werden, die keine Professur bekleiden – beispielsweise an Künstler.
  • Honorarprofessor: nebenberuflicher Hochschullehrer, der aufgrund mehrjähriger selbstständiger Lehrtätigkeit als Lehrbeauftragter oder durch besondere wissenschaftliche oder künstlerische Leistungen außerhalb der Hochschule bestellt worden und dadurch mit der betreffenden Hochschule in besonderer Weise verbunden ist.
  • wissenschaftlicher Mitarbeiter: Angestellter oder Beamter an einer Hochschule, einem Forschungsinstitut, einer Bundes- oder Versuchsanstalt, der dort wissenschaftliche Tätigkeiten im Rahmen seines Arbeitsbereiches ausübt. Meist sind solche Mitarbeiter einem Wissenschaftler in höherer Position zugeordnet. Parallel dazu arbeiten sie häufig an ihrer Dissertation, an deren Ende der Doktortitel steht. Voraussetzung, um als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeiten zu können, ist ein abgeschlossenes Studium und in der Regel eine anschließende Vertiefung mit Masterabschluss oder Staatsexamen.
abi>> 16.09.2019

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