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Von A wie Ausbildung bis W wie Wohnraum

Blick auf Neumarkt in der Oberpfalz
Insbesondere für junge Familien kann der Wohnraum auf dem Land eine konstengünstige und attraktive Option sein.
Foto: Martin Rehm

Wohnen und Arbeiten auf dem Land – Checkliste

Von A wie Ausbildung bis W wie Wohnraum

Bessere Luft, weniger Verkehrslärm, Natur vor der Tür: Das Landleben klingt vielversprechend. Doch wie sieht es mit Jobs und Wohnraum auf dem Land aus? Welche Vorteile hat das Leben und Arbeiten in der Stadt? Für wen ist das Landleben das Richtige? abi» nimmt die wichtigsten Faktoren unter die Lupe.

Ausbildung & Studium

Viele ziehen zum Studieren in die (Groß-)Stadt. Das ist nicht immer nötig: Zwar sind Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten auf dem Land begrenzter, doch finden sich auch in kleineren Städten viele Hochschulen und Universitäten. Ausbildungsplätze werden zumeist von kleinen und mittelständischen Unternehmen angeboten, von denen sich viele in ländlichen Regionen, vorzugsweise in Gewerbe- oder Industriegebieten, ansiedeln.

Fahrtzeiten

Ob der Arbeitsweg auf dem Land länger oder kürzer als in der Stadt ist, kommt darauf an, wie und womit die Arbeitsstelle erreichbar ist. Wer am einen Ende einer Großstadt wie Berlin lebt, zum Arbeiten aber ans andere Ende fahren muss, der muss dafür sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem PKW eine längere Fahrt einplanen. Andererseits ist man auf dem Land häufig aufs eigene Auto angewiesen, da eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr nicht oder nur teilweise vorhanden ist. Das kann gerade für Berufsanfänger ohne eigenes Auto ein Problem darstellen.

Freizeit

Wo sich einem die besseren Freizeitmöglichkeiten bieten, hängt von den eigenen Interessen ab. Wer gerne in der Natur ist, zum Baden an den See oder mit dem Rad in den Wald fährt, der wird sich auf dem Land wohlfühlen. Das Vereinsleben ist hier häufig sehr ausgeprägt, wenngleich das Angebot an verschiedenen Sportarten natürlich nicht so groß wie in einer Stadt ist. Wer sich vor allem für Kultur, Kino und Konzerte interessiert, dem wird die Freizeitgestaltung in der Stadt leichter fallen. Auch die Einkaufsmöglichkeiten sind hier deutlich größer. Außerdem lassen sich im Gegensatz zum Land, wo die Wege bis zum nächsten Supermarkt oft weit sind, viele Erledigungen mit dem Fahrrad machen. Neben dem öffentlichen Verkehrsnetz wird zudem das Angebot an Leihautos und -fahrrädern in den Städten immer weiter ausgebaut, sodass es möglich ist, auf ein eigenes Gefährt zu verzichten.

Karriere

Zwar ist die berufliche Vielfalt auf dem Land eingeschränkter als in der Stadt, dennoch gibt es dort gute Berufsperspektiven für gefragte Berufe wie Ärzte, Pflegekräfte oder Ingenieure. Viele Gemeinden suchen händeringend nach Ärzten, um für die immer älter werdende Bevölkerung eine entsprechende Versorgung zu gewährleisten. Und viele Konzerne verlegen ihre Produktionsstandorte aufs Land.

Infrastruktur

Ob öffentlicher Nahverkehr, ärztliche Versorgung oder schnelles Internet – in manchen ländlichen Regionen ist es, auch aufgrund einer Abwanderung in die Städte, schwierig, eine funktionierende Infrastruktur zu gewährleisten. Immer beliebter werden deshalb die sogenannten Speckgürtel, also Landkreise, die sich im näheren Umkreis der großen Städte befinden und somit in der Regel eine bessere Anbindung als abgeschiedene, ländliche Regionen haben.

Wohnraum

Während der Wohnraum in den Ballungsräumen immer knapper wird und die Mieten und Grundstückspreise anziehen, sind auf dem Land die Lebenshaltungskosten insgesamt geringer. Viele Menschen, insbesondere junge Familien, überlegen deshalb immer häufiger, wo sie sich niederlassen wollen und ob das Land nicht eine attraktive und vor allem kostengünstigere Alternative zur Stadt darstellen kann.

abi>> 15.07.2019

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