beruf & karriere

Karrierewege im Handwerk

Mit dem Gesellenbrief in die Chefetage

Wer Karriere machen will und irgendwann sein eigener Chef sein möchte, der hat mit einer Ausbildung im Handwerk einen guten Grundstein gelegt. Schon zu Beginn lassen sich die ersten Weichen stellen. Aber auch später kann man noch durchstarten. abi» zeigt dir einen exemplarischen Weg.

Detailaufnahme von Werkzeug.

Mit einer Ausbildung in einem handwerklichen Beruf kann man später Karriere machen.

Ausbildungsebene

Ausbildung im Beruf

Das Handwerk bietet 130 Ausbildungsberufe. Die duale Ausbildung dauert zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Mit Abi ist eine Verkürzung möglich.

Zusatzqualifikationen

Bundesweit gibt es 2.200 Zusatzqualifikationen, die Azubis zeitglich mit ihrer Ausbildung absolvieren können, z. B. Betriebsassistent*, diverse IT-Qualifikationen oder Fremdsprachen.

Gesellenebene

Erste Aufstiegsfortbildung

Wer den Gesellenbrief in der Tasche hat, kann sich bei den Handwerkskammern zum Beispiel zum Fachwirt, Ausbilder, Bereichsleiter oder Servicetechniker fortbilden. Selbstverständlich sind auch fachlich vertiefende Weiterbildungen möglich.

Meisterebene

Zweite Aufstiegsfortbildung

Für 41 Berufe gilt die Meisterpflicht. Für zwölf weitere Berufe wird die Pflicht derzeit wieder eingeführt. Das heißt, wer sich etwa als Zimmerer, Schornsteinfeger oder Bäcker selbständig machen möchte, benötigt einen Meistertitel. Meister dürfen auch Lehrlinge ausbilden. Formal ist der Meister dem Bachelor gleichgestellt. Wer in der Industrie Karriere machen möchte, für den ist auch eine Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker eine Option.

Führungsebene

Dritte Aufstiegsfortbildung

Wer seinen Betrieb zielstrebig in Richtung betriebswirtschaftlichen Erfolg steuern möchte, für den kann eine zusätzliche Qualifikation zum Beispiel als Geprüfter Betriebswirt sinnvoll sein. Außerdem gibt es diverse Fortbildungen für Führungspositionen in einem bestimmten fachlichen Aufgabenbereich, z. B. im Qualitätsmanagement.

*Die jeweilige Berufsbezeichnung schließt die weibliche Form mit ein.

abi» 09.12.2019

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