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„Tolle Chance, sich zu beweisen“

Drei junge Frauen führen eine Gruppendiskussion mit einer Kreativübung
In einem Assessment Center werden auch Softskills getestet – etwa wie sich Bewerber in Teamsituationen verhalten.
Foto: Julien Fertl

Assessment Center

„Tolle Chance, sich zu beweisen“

In einem eintägigen Assessment Center musste Selina Stein in Einzel- und Gruppenaufgaben zeigen, dass sie die Richtige für die Ausbildung zur Industriekauffrau bei HEW-KABEL ist. Mittlerweile ist die 20-Jährige im zweiten Ausbildungsjahr bei dem nordrhein-westfälischen Kabelhersteller. Für abi» blickt sie zurück auf ihre Erlebnisse beim Assessment Center.

Schon früh interessierte ich mich für die Bereiche Wirtschaft und Verwaltung. Deshalb entschied ich mich für die Ausbildung zur Industriekauffrau. Bei einer Berufsmesse unserer Schule kam ich am Stand von HEW-KABEL mit zwei Azubis ins Gespräch und beschloss daraufhin, mich dort zu bewerben.

Schon zwei Wochen später wurde ich zum Assessment Center in die Firma eingeladen. Das Schreiben enthielt viele Infos über den Ablauf des Tages und welche Aufgaben uns bevorstehen würden. Zur Vorbereitung habe ich mich auf der Website über das Unternehmen informiert und mich für das Vorstellungsgespräch vor allem mit meinen Stärken und Schwächen auseinandergesetzt.

Erst Einstellungstext, dann Gruppendiskussion

Ein Porträt-Foto von Selina Stein

Selina Stein

Foto: privat

Dann war es so weit! Ich habe Prüfungsangst und entsprechend aufgeregt war ich, als ich zum Assessment Center ging. Doch dadurch, dass uns einige Auszubildende von HEW-KABEL durch den Tag begleitet haben, herrschte eine lockere Atmosphäre – das hat mir sehr geholfen. Wir waren insgesamt 18 Bewerber für – wie wir später erfuhren – vier Ausbildungsplätze.

Los ging es mit einem Einstellungstest, bei dem wir Fragen zu Allgemeinbildung, Mathe, Deutsch und Englisch beantworteten. Als Nächstes stand eine Gruppendiskussion zu einem vorgegebenen Thema an. Die Diskussion lief erst schleppend und ich selbst tat mich auch schwer, aber dann kamen alle immer besser in die Aufgabe rein. Danach gingen wir einzeln in die Vorstellungsgespräche. Ich war überrascht, wie locker und gut auch dieses bei mir lief.

An Aufgaben wachsen

Nach der Mittagspause kamen nur acht von uns in die nächste Runde. Ich war so erleichtert, dass es für mich weiterging! Doch die nächste Gruppenaufgabe hatte es in sich und wir sollten zudem eine Kreativaufgabe mit anschließender Präsentation absolvieren. Vor dieser Aufgabe hatte ich am meisten Respekt, aber sie machte am meisten Spaß.

Insgesamt empfand ich das Assessment Center als eine tolle Chance, sich in verschiedenen Aufgaben zu beweisen. Das Unternehmen lernt einen besser kennen als nur in einer schriftlichen Bewerbung, und man selbst erhält ebenfalls einen genauen Eindruck. Nun wusste ich: Hier will ich unbedingt meine Ausbildung machen.

Azubi-Projekt Assessment Center

Nach dem Tag war ich ganz schön geschafft, aber auch froh, so weit gekommen zu sein. Und als ich nach zwei Tagen per E-Mail die Zusage für den Ausbildungsplatz bekam, war ich sehr glücklich.

Ich bin nun im zweiten Ausbildungsjahr und momentan in der Personalabteilung im Einsatz. Als Azubi-Projekt habe ich geholfen, ein weiteres Assessment Center zu organisieren, zu gestalten und zu begleiten. Das war viel Arbeit, aber ich fand es sehr spannend, jetzt auf der anderen Seite zu sitzen. Ohnehin gefallen mir die Aufgaben in der Personalabteilung sehr gut und ich könnte mir sehr gut vorstellen, nach meiner Ausbildung weiterhin in diesem Bereich zu arbeiten.

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Egal ob Ausbildungsstelle oder Praktikum, Nebenjob, duales Studium oder Studienplatz – die abi» Bewerbungsbox versammelt alles Wissenswerte und wertvolle Tipps rund um das Thema Bewerbung.

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abi>> 23.09.2019