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Zwölf Chancen auf einen Platz

Ein Brief wird in einen Briefkasten geworfen
Für Studiengänge, die örtlich zulassungsbeschränkt sind, erfolgt die Studienplatzvergabe unter Umständen über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) der Stiftung für Hochschulzulassung.
Foto: Julien Fertl

Bewerbung für einen örtlich zulassungsbeschränkten Studiengang

Zwölf Chancen auf einen Platz

Charlotte von Iljin studiert im zweiten Semester Psychologie an der Universität Hamburg. Für die 20-Jährige ist alles nach Plan gelaufen: Sie kann ihr Wunschstudium in ihrer Heimatstadt absolvieren.

Vor dem Studienbeginn im Herbst 2018 stand Charlotte von Iljin ein heißer Sommer bevor. An ihren Wunschuniversitäten Hamburg und Lübeck ist Psychologie ein örtlich zulassungsbeschränkter Studiengang. Die Studienplätze werden über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) vergeben, das die Stiftung für Hochschulzulassung koordiniert. Erfahren hat sie dies auf den Internetseiten der Universitäten.

Ein Porträt-Foto von Charlotte von Iljin

Charlotte von Iljin

Foto: privat

Den Bewerbungsprozess über das DoSV fand sie unkompliziert. Die Schritte sind klar definiert und nach der Registrierung müssen nur wenige Informationen im Portal hochgeladen werden. „Aber“, sagt sie, „das Verfahren wird komplizierter, wenn jemand sich an mehreren Studienorten bewirbt. Die Anforderungen der Hochschulen an Bewerber sind teilweise sehr unterschiedlich, manchmal auch die Prozesse. An die Uni Hamburg musste ich beispielsweise weitere Unterlagen per Post schicken.“ Bis zu zwölf Studienwünsche können Bewerber im Portal angeben. Hier gilt es, den Überblick zu bewahren. Charlotte von Iljin rät: „Es lohnt sich, von Anfang an systematisch zu recherchieren und zu notieren, was die einzelnen Hochschulen erwarten.“ Und im Zweifel dort nachzufragen.

Mehrfachbewerbungen erhöhen die Chancen

Die Bewerbungsphase ist kurz: sechs Wochen von Anfang Juni bis Mitte Juli. Charlotte von Iljin reichte ihre Bewerbungen am 10. Juli ein. Abgefragt werden persönliche Daten und der Notendurchschnitt des Abiturs. „Ausbildungen in relevanten Fachgebieten können ein Vorteil sein“, sagt die Studentin. Danach heißt es: warten.

Bis Ende August wird die Vergabe der Studienplätze durch das Portal koordiniert. Dafür werden Ranglisten der Bewerber gebildet. Bei Charlotte von Iljin kam zuerst die Zusage für Lübeck. In Hamburg stand sie zunächst auf Listenplatz 315, und nur die ersten 120 Plätze haben erfahrungsgemäß Chancen. Dann ging es aufwärts. „Es lässt sich im Portal mitverfolgen, wie man nach oben rückt, weil Bewerber auf besseren Plätzen den zugesagten Studienplatz doch nicht annehmen“, sagt sie. Am 23. August folgte doch noch die Zusage für Hamburg. Um die Absage in Lübeck musste sie sich nicht kümmern. Da sie im DoSV Hamburg als erste Priorität angegeben hatte, wurde ihr Platz in Lübeck nach der Zusage aus Hamburg automatisch für einen anderen Interessenten freigegeben.

„Nerven behalten“, rät Charlotte von Iljin. Besonders gilt das für Studierende, die ihren Platz erst im Clearing- beziehungsweise Losverfahren erhalten. Darüber werden in einer neuen Bewerbungsrunde unbesetzt gebliebene Studienplätze vergeben. Das passiert in der Regel erst, wenn die Einschreibefristen bereits abgelaufen sind und das Semester fast schon startet.

Charlotte von Iljin war entspannt, denn sie hatte sich frühzeitig auch in Lüneburg einen Studienplatz gesichert. Dort lief die Bewerbung komplett über die Uni. „In Lüneburg musste ich mich dann selbst wieder exmatrikulieren, als klar war, dass es in Hamburg klappt“, erinnert sie sich.

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abi>> 23.09.2019