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100 erste Tage an der Uni

Ab in die Berge

Bis jetzt gestalteten sich meine Wochenenden im Wohnheim nicht sehr spektakulär: Vor allem in den ersten zwei Wochen kannte ich kaum Leute und blieb fast das ganze Wochenende zu Hause. Da ich für die Uni auch viele Hausarbeiten erledigen musste, hatte ich auch gut zu tun. Daneben genieße ich aber auch die Ruhe in meinem Zimmer, wenn mein Mitbewohner am Wochenende heimfährt. Doch letzte Woche wurde es Zeit, um etwas von den Alpen in Innsbruck zu sehen. Zwei Heimbewohnerinnen, die ich bei unseren regelmäßig stattfindenden Pizza-Stammtischen kennengelernt habe, schlugen mir eine Fahrt auf die Nordkette vor. Das ist einer der bekanntesten Berge Innsbrucks. Diesen Vorschlag konnte ich nicht ablehnen. Morgens gingen wir zusammen in die Altstadt und nahmen den Zug Richtung Berge. Weiter ging es mit der Gondel. Die war so groß, dass bis zu 50 Personen auf einmal mitfahren konnten. Zweimal mussten wir die Bahn wechseln, bevor wir den höchsten Punkt des Berges erreichten. Das ist der Hafelekar – und es hat sich gelohnt. Auf 2.300 Meter über dem Meeresspiegel hatten wir eine großartige Aussicht über Innsbruck und die Umgebung. Knapp zehn Minuten liefen wir zum Gipfel und verharrten dort für einige Momente. Wir hatten ein Picknick vorbereitet und genossen beim Essen die Sonnenstrahlen. Bei 22 Grad war es fast so warm wie im Sommer. Auf dem Weg nach unten machten wir eine Pause beim Wechseln der Gondeln und entdeckten eine weitere Aussichtsplattform. Von dort aus sah man die Alpenstadt noch näher und hatte einen guten Blick auf den kleinen Flughafen. Auf alle Fälle war dieser Ausflug in die Alpen eine gute Abwechslung zum Studentenalltag.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 15, 2019

100 erste Tage an der Uni

Füller versus Hightech

Seit ich vor ca. vier Wochen meine ersten Vorlesungen in Psychologie besucht habe, stelle ich mir vor allem eine Frage: Wie bereite ich all dieses Wissen für mich verständlich auf?
Im Hörsaal kann man schon beim Mitschreiben verschiedenste Techniken beobachten: Von handschriftlichen Notizen auf dem klassischen Collegeblock über ausgedruckte Foliensätze bis hin zu modernen Tablets und Notebooks. Die Frage nach der besten Methode löst jedes Mal hitzige Debatten unter uns „Erstis“ aus.
Mangels geeignetem Laptop versuchte ich während der ersten Wochen, den gesamten Inhalt der Folien sowie zusätzliche Notizen handschriftlich festzuhalten. Ganz klassisch – mit Füller auf kariertem Papier. Doch spätestens als die ersten Krämpfe in der Hand einsetzten, wurde mir klar, dass dieses Unterfangen bei den meisten Professoren aufgrund der schieren Masse an Information zum Scheitern verurteilt ist.
Inzwischen drucke ich mir die Foliensätze meist aus dem Onlineportal der Universität aus und ergänze meine Notizen direkt darauf.
Ganz glücklich bin ich mit diesem System zwar nicht, doch das Ausdrucken ist bisher die einzig praktikable Möglichkeit, um nicht Stunde um Stunde mit dem bloßen Abschreiben von Definitionen, Versuchsbeschreibungen und Tabellen zuzubringen.
Daher werde ich mir auf jeden Fall einen neuen Laptop zulegen, um in manchen Veranstaltungen mittels Zehnfingersystem schneller – und vor allem ordentlicher mitschreiben zu können. Aber für alle Vorlesungen eignet sich diese Methode meiner Meinung auch nicht, da zum Beispiel in Statistik und Biologischer Psychologie viele Formeln und Skizzen zu Blatt gebracht werden müssen, die auf dem Laptop oder Notebook schlecht erfassbar sind.
Ich hoffe, dass ich bald eine gute Lösung für mich finde, alle Informationen gut und geordnet festzuhalten – und zwar nicht nur während der Vorlesungen, sondern vor allem auch bei der Nachbereitung.

Autor: Anna  |  Rubrik: studium  |  Nov 13, 2019
Autor: Anna
Rubrik: studium
Nov 13, 2019

100 erste Tage an der Uni

Vier Umzugskartons

Mein siebzehnjähriges Ich hat es kaum abwarten können, endlich auszuziehen und in einer anderen Stadt neu anzufangen. Ich habe damals Leute etwas belächelt, die sich mit dem Ausziehen schwerer getan haben. Nun aber bin ich zwei Jahre alter geworden und stand tatsächlich vor dem großen Schritt, nach Konstanz zu ziehen. Mein siebzehnjähriges Ich wäre wahrscheinlich sehr enttäuscht von mir gewesen. Während andere schon Wochen vor ihrem Auszug angefangen haben, ihre Umzugskartons zu packen, konnte ich mich erst wenige Tage davor dazu aufraffen. Ich gebe zu, ich wollte in diesem Moment, mein Zuhause und damit meine gewohnte Umgebung und meine Freunde nicht gerne verlassen. Auch hatte ich Angst vor dem Neuen, was kommen wird, schließlich hatte ich noch nie studiert und ich hatte panische Angst irgendwelche Fehler zu machen. Doch meine Freunde und meine Familie beruhigten mich und nahmen mir ein wenig die Bedenken. So habe ich mich wieder gefangen und packte all meine Kleidung in einen großen Koffer und alle Einrichtungsgegenstände, Bücher, Schallplatten und Dekoartikel, die mir wichtig waren, in vier Umzugskartons. Da ich keine Möbel brauchte, da ich diese von meinem Vormieter übernommen hatte, war es ein eher kleiner Umzug. Mit der Hilfe meiner Mutter konnte ich also ohne Probleme und Stress umziehen. Innerhalb von drei Stunden war ich umgezogen und spendierte zur Feier des Tages meiner WG eine Runde Pizza. In den darauffolgenden Tagen habe ich mich schon richtig gut eingelebt und mein Zimmer zu meinem eigenen gemacht. Meine WG hat mich super aufgenommen und dafür gesorgt, dass ich mich Zuhause fühle. Es ist nicht schlimm, sich vor dem Auszug aus dem Elternhaus zu fürchten und jeder, der einem hochnäsig dafür belächelt, weiß es wahrscheinlich selbst noch nicht besser, genauso wie ich vor zwei Jahren die Tragweite eines so großen Schritt nicht erkennen konnte.