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100 erste Tage an der Uni

Modulwahl - ein Hauen und Stechen

Das neue Semester hat angefangen: auf ein neues Hauen und Stechen um einen Platz im gewünschten Modul. Geschichte oder Philosophie, Spanisch oder Italienisch, Klettern oder Fechten - alle sind sie überbelegt. Drei Module wollte ich belegen, zwei in Geschichte, eines in Philosophie, und einen Kurs in Spanisch. Zum Schluss hatte ich nur ein Geschichtsmodul und in ein zweites bin ich auch nur rein gekommen, da ich mich einfach in das Seminar gesetzt und auf der Anwesenheitsliste eingeschrieben habe.

Für Sprachkurse sollte man sich eines Morgens ab neun Uhr im Internet registrieren. Als ich fünf Minuten nach neun einen Spanischkurs belegen wollte, war der schon ausgebucht sowie noch zwei weitere - in einen Italienischkurs kam ich noch rein. Den konnte ich aber aufgrund des mir zugeteilten Geschichtsmoduls dann doch nicht belegen. Als ich zum Spracheninstitut ging, um mich von dem Kurs austragen zu lassen, sagte die Sekretärin zu mir, dass sich da einer der 90 Wartenden sehr freuen würde.

Im letzten Semester hatte ich das Glück, alle gewählten Module auch zugeteilt zu bekommen. Damals hatte es mich überrascht, wie verzweifelt manch ein Kommilitone sich zu der Menschentraube vor dem Büro der Restplatzvergabe gesellte und wie euphorisch manch einer, der dann doch Glück gehabt hatte, wieder von dannen zog. Restplatzvergabe - hier wird der Student zum Tier. Je stärker, je geschickter, desto besser. Hauptsache man kommt der Tür, hinter der sich alles entscheidet, besonders nahe. Ob das an anderen Unis in den Bachelorstudiengängen auch so ist?!

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Apr 16, 2009
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Rubrik: studium
Apr 16, 2009

100 erste Tage an der Uni

Meine erste Hausarbeit (Teil 3)

Donnerstag, nachdem ich mich mit etwas kaltem Wasser, kaltem Wind und heißem Kaffee ermuntert hatte, las ich mir das bisher Geschriebene noch einmal durch, war aber doch nicht so zufrieden. Das ein oder andere verbesserte ich noch und machte mich an die mühseligen Fußnoten. Am späten Nachmittag druckte ich das Ding aus, band es in einen Umschlag und lieferte es kurz vor Schließung am zuständigen Sekretariat ab. Puh!

Was soll ich nun von diesem Erlebnis halten? Es ist ein zweischneidiges Schwert: Gesund war das nicht, die Bedürfnisse meines Körpers habe ich nicht respektiert, ihn nicht geschont, ihn ausgebeutet. Das habe ich dann auch gespürt. Jetzt musste ich erst einmal joggen, heiß duschen und dann schlafen, dann wieder joggen, kalt duschen und was Gutes, was für die Seele, essen.

Auf der anderen Seite dieses Schwertes war das Eintauchen, das absolute Ergriffensein von einem Thema, das sich gänzlich Hineinversetzen - etwas sehr Lohnendes und Belohnendes...

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Feb 12, 2009
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Rubrik: studium
Feb 12, 2009

100 erste Tage an der Uni

Meine erste Hausarbeit (Teil 2)

Der Montag war ein sehr produktiver Tag, deshalb war ich am Dienstag schon etwas entspannter. Am Donnerstag irgendetwas abgeben zu können, da war ich mir nun sicher. Aber dann - ich hatte mich nun schon ganz gut eingelesen - überkamen mich doch wieder Zweifel. Oder war es Ehrgeiz, der mich packte? Jedenfalls riss ich mich noch mal am Riemen und schrieb und las und schrieb, dass mir die Augen wehtaten und die Füße vom vielen Sitzen eiskalt waren. Was für ein Raubbau an meinem Körper, an meiner Gesundheit!

Am Mittwoch standen nun Hauptteil und Einleitung, mehr als ein Skelett. Der Schluss fehlte mir aber noch, und die ganzen Fußzeilen waren nur ungenügend. Und überhaupt! Was die Form angeht, hatten wir fast keine hilfreichen Tipps bekommen, nur allgemeines Blabla, und wie es nicht aussehen sollte.

Mittwochabend kam und Mittwochnacht. Das war nun die vierte in Folge, in der ich mir nicht gönnen wollte und konnte, was ich eigentlich brauchte - Schlaf. Nein, ein Schlussteil musste her und hier und da noch den Stil verbessern, so dachte ich. Doch irgendwann - ich fühlte mich schon dem Wahnsinn nahe und mein Körper wollte auch nicht mehr, legte ich mich hin. Doch schlafen ging nicht. Also zog ich mich wieder an und machte einen Spaziergang. Eisig war es, keiner Menschenseele begegnete ich. Dann schlief ich wie ein Stein. Nicht lange, das konnte ich mir nicht erlauben. Aber um den letzten Tag durchzustehen, reichte es.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Feb 4, 2009
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Rubrik: studium
Feb 4, 2009