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100 erste Tage an der Uni

Ein Lächeln

Autor:

Rubrik:
studium

29.04.2009

Ich sitze im Park, frühlingshafte Sonnenstrahlen wärmen meine Nasenspitze und blenden meine Augen, so dass ich sie schließe. Jetzt spüre ich den kleinen Windhauch, der noch morgendlich kühl über meinen Nacken weht und zwischen meinen Fußzehen hindurch. Die zartgrünen Blätter rascheln und regnen Lichtstrahlen und Schattenflecken. Ein Lächeln auf meinen Lippen.

Die Straßen sind leer, es ist spät und kalt als ich die Bibliothek verlasse. Ich habe Hunger, der Wind gibt mir eine Gänsehaut, mir schaudert ein wenig. Ich trete in die Pedale, die Reifen surren, ich trete kräftiger, sie surren lauter. Ich husche zwischen zwei Lichtkegeln über die Kreuzung, dann Straßenbahnschienen, dann ein Lächeln. Ich lasse den Lenker los, richte mich auf und singe ein paar Liedfetzen in das Dunkel. Das Rad fährt sich selber. Eine Bordsteinkante, ein Ruck. Ein gelbes warmes Licht hinter einem Fenster. Ich bin da.

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