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100 erste Tage an der Uni

Nebenfach oder Wahlbereich?

Hier an der Uni Leipzig hat man als Studierender in den geisteswissenschaftlichen Fächern kein Nebenfach, sondern einen Wahlbereich, aus dem man querbeet zwischen Philosophie, Politikwissenschaft, Soziologie, Orientalistik, Romanistik und vielem mehr auswählen kann. Ja, wenn man nur wirklich auswählen könnte!

In Wirklichkeit läuft es so ab, dass man vier Module auswählt und sich dafür bewirbt, mit einem Favoriten, der zweiten Wahl und so weiter. Dann werden die freien Plätze in den Wahlbereichsmodulen nach einem „klugen Algorithmus" im Uni-Rechenzentrum auf die Bewerber verteilt. Leider scheint dieser Algorithmus so klug nun doch nicht zu sein. Im ersten Semester wurden mir zwar auf Anhieb alle Module zugeteilt, im zweiten aber nur eines. Und in ein zweites kam ich nur rein, weil ich so dreist war, mich gleich in die ersten Veranstaltungen zu setzen und meinen Namen auf eine herumgereichte Anwesenheitsliste zu schreiben.

Kommendes Semester kann man sich hier in den Geisteswissenschaften doch auf ein Nebenfach festlegen. Na ja, zumindest ein oder zwei Dutzend Studierende, so viele, wie die Uni meint, Plätze zur Verfügung zu haben. Wer dass hinbekommt, muss nicht mehr bangen, am Ende einen bunten Salat zusammenstudiert zu haben.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jul 22, 2009
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Jul 22, 2009

100 erste Tage an der Uni

Couchsurfing - Reisen wieder als menschliches Abenteuer

Couchsurfing funktioniert so: Das Internetportal couchsurfing.com verbindet all jene, die gerne reisen, aber aus verschiedenen Gründen nicht in Hotels absteigen wollen und deshalb eine Couch oder eine andere Übernachtungsmöglichkeit suchen. Man meldet sich an, kann ein Profil erstellen und gibt an, ob man selber eine Couch oder eine andere Übernachtungsmöglichkeit zu bieten hat.

In fast allen Großstädten dieser Welt und auch in vielen kleinen findet man inzwischen Couchsurfer. Hier in Leipzig gibt es sogar eine Gruppe von Couchsurfern, die sich regelmäßig trifft. Sie verbindet die Philosophie einer sich gegenseitig aushelfenden Gemeinschaft. Reisen mehr als menschliches denn als ein kommerzielles Abenteuer.

Man kann so in die Fremde reisen, ohne gleich in den Touristentopf geworfen zu werden, ohne im Touristensumpf zu versacken, ohne in die Touristenfallen zu tappen. Wenn man die Landessprache nicht oder nur gebrochen spricht, kann man versuchen jemanden zu finden, der eine gemeinsame Sprache spricht und einen so an die Landessprache heranführen kann. Natürlich kann man bei den Leuten meist nur wenige Tage bleiben, aber es ist wunderbar, in der Fremde schon mal einen sicheren Hafen zu haben.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jul 13, 2009
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Jul 13, 2009

100 erste Tage an der Uni

Lieber München oder Berlin oder Jena oder Leipzig?

Vor einem Jahr war ich auf der Suche nach einer Hochschule, an der ich gut studieren und einer Stadt, in der ich gut leben könnte. Internet und Studienführer, Freunde und Gefühl halfen mir, ein halbes Dutzend Unis auszusuchen: München, Berlin (Humboldt Uni und Freie Uni), Jena, Leipzig und Magdeburg.

Ich hatte mich unter anderem für einen Studienplatz der Philosophie beworben. Als einzige Uni hatte die LMU München mich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, um meine Eignung für dieses Studium festzustellen. Zuvor sollte ich ein kleines Motivationsschreiben verfassen. Das gefiel mir gut, nicht auf die zwei Ziffern der Abiturabschlussnote reduziert zu werden.

Die Uni beeindruckte mich, das Gespräch lief gut, aber München hat meiner Meinung nach kein studentisches Flair. Auch wenn die Münchner feiern können, so ist es doch eine geschäftige Stadt. Die Lebenshaltungskosten sind hier ziemlich hoch, und ein Bohème, Künstler oder Träumer findet hier wohl weniger Seinesgleichen.

Daraufhin nahm ich den Zug nach Leipzig, eine große Unbekannte für mich. Ich kam in einem riesigen Bahnhof an, so groß, dass noch hundert Läden darin Platz gefunden haben - der Bahnhof zur Shoppingmall. Draußen ratterten die Straßenbahnen. Ich kaufte mir einen großen Stadtplan und lieh mir in einem Laden ein Fahrrad. Direkt neben dem Bahnhof war ein Hostel für Rucksackreisende, ganz nett, aber heute würde ich es eher über Couchsurfing probieren.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Jul 8, 2009
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Jul 8, 2009