Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

100 erste Tage an der Uni

Die letzten Hochzeitsvorbereitungen

Drehbuchautorin - sicherlich ein sehr interessanter Beruf. Hier zählen Dinge wie unerschöpfliche Kreativität, ein Gespür für das, was die Menschen bewegt, fasziniert und berührt, Wortgewandheit, Lust am Schreiben und natürlich die gewisse Portion Geduld. Denn wer glaubt, dass man mal so eben in zwanzig Minuten DIE Story aufs Papier schmieren kann, der hat entweder falsch gedacht oder sich bisher nur in „flache" Filme gesetzt.

Nein, eine gute Story für einen Film oder ein Theaterstück zu schreiben, ist eher ein zeitaufwändiger Prozess. Nehmen wir beispielsweise einen Film, in dem zwei Menschen heiraten: Allein die Hochzeitsrede der Schwiegermutter will gut durchdacht sein. Zurzeit erlebe ich genau das live mit: Mein Onkel heiratet demnächst und meine Oma möchte eine Rede halten. Vorhin hat sie mir ihre Rohfassung vorgetragen und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich vor Lachen kaum halten konnte.

Aus diesem Grund habe ich beschlossen, meiner Oma etwas unter die Arme zu greifen und dabei gemerkt, dass eine Hochzeitsrede zu schreiben gar nicht so leicht ist: Natürlich möchte man einige tolle Metaphern einbauen, aber andererseits unschöne Doppeldeutungen vermeiden. Jedes Wort muss gezielt gewählt sein, um insgesamt eine wohlige Melodie zu ergeben. Es sollte aber nicht zu schmalzig klingen! Insider oder „Zungenverknor" sind auch immer so eine Sache - der eine oder andere Gag als Lacher ist ja ganz angenehm, aber eine Lachnummer wäre fatal. Worte sind eben doch nicht nur Worte!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 8, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 8, 2009

100 erste Tage an der Uni

Der "Studi-Ticker"

Ich kann es immer noch gar nicht glauben: In einem Monat werde ich schon mehrere Tage als Studentin verbracht haben! In nur einem Monat - man glaubt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Inzwischen habe ich alle notwendigen Unterlagen, die ich für die Einschreibung Anfang September benötige, zusammen. Nur sechs Tage nach dieser Einschreibung werde ich mich zusammen mit Freunden, die ab sofort ebenfalls „meine" Fachhochschule besuchen werden (allerdings in anderen Studiengängen), zur Semestereröffnung in der riesigen Campushalle einfinden, in der es sonst beim Handball immer zur Sache geht.

Tja, und dann fängt ein neuer Lebensabschnitt an - absolutes Neuland sozusagen. Wobei sich doch irgendwie alles in einer gewissen Art und Weise wiederholen wird: der allererste Tag als „Neuling" an einer Lehranstalt, an der man auf viele unbekannte Gesichter trifft. Von Professoren bis hin zu Mitstudenten - es wird wieder viele neue Namen zu lernen geben.

Aber nicht nur das: Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich an meinem ersten Schultag auf dem Alten Gym völlig verloren durch die Flure geirrt und prompt zu spät zum Unterricht gekommen bin. Damals fand ich das Schulgebäude unglaublich groß. Aber jetzt wartet das riesige Campusgelände auf mich, das noch x-mal größer als meine alte Schule ist. Na, das kann ja heiter werden! Doch ich bin mir sicher, dass ich dort nicht die Einzige ohne Orientierung sein werde und das beruhigt mich irgendwie.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 2, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 2, 2009

100 erste Tage an der Uni

Alles Wissen nach Leipzig — die Deutsche Nationalbibliothek

Seit einer Woche schreibe ich an einer Hausarbeit: „Die russische Intelligenzija vorrevolutionärer Zeit". Super spannend. Aber als ich mich auf Literatursuche begab, stellte ich bald fest, dass meine Unibibliothek nicht viel dazu vorweisen kann.

Von der Existenz der Deutschen Nationalbibliothek wusste ich, und dass es ein großes Gebäude sei, dem ständig neue Erweiterungsbauten zugesellt werden mussten. (Die Deutsche Nationalbibliothek ist eine Zentrale Archivbibliothek, die alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen ab 1913 sammelt. Ein Sitz ist in Leipzig und einer in Frankfurt am Main).

Man hatte mir schon erzählt, dass der Zugang nicht frei sei - man müsse sich eine Tageskarte für 5 Euro oder eine Jahreskarte für 60 bis 70 Euro zulegen. Und so zögerte ich. Doch die Abgabefrist für die Hausarbeit rückte näher.

Ob denn die für mich relevante Literatur auch in der Bibliothek zu finden sei? Ja, das Suchsystem spuckte den richtigen Titel aus. Optionen: Bereitstellung in Frankfurt oder Leipzig. Ha, wie privilegiert diese beiden Städte doch sind - nur hier wird das ganze deutsche publizistische Schrifttum gesammelt. Und ich soll diese Gelegenheit nicht am Schopfe packen?! In anderen Städten muss man sich entweder der Einschränkung der Unibibliothek unterwerfen oder Bücher per Fernleihe bestellen, und das ist auch weder einfach noch billig. Als ich dann feststellte, dass meine Kommilitonen sich geirrt hatten und ein Jahresausweis nur 38 Euro kostet, war für mich die Entscheidung gefallen. Es war schon spät am Abend, aber die Bibliothek hatte bis 22 Uhr auf und so fuhr ich gleich hin, um mir einen Ausweis ausstellen zu lassen.

Jetzt habe ich unbegrenzten Zugang zum Wissen - na ja, mehr oder weniger. Die Bücher muss man sich am besten am Vortag online bestellen, damit sie einem, der man selber zu den meisten Büchern keinen direkten Zugang hat, vor dem Lesesaal in die Hand gedrückt werden. Das hab ich dann gestern Abend auch gleich gemacht. Jetzt fahre ich hin. Mal schauen, wie es sich dort arbeiten lässt.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2009
Autor:
Rubrik: studium
Aug 27, 2009