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100 erste Tage an der Uni

"Tadaaa ?" — die Erste

Worum könnte es wohl in einem Blog mit einem solchen Titel gehen? Talentshow? Modenschau? Präsentation der neuesten Innovation? Feiern eines langersehnten Zertifikats?

Falsch, alles falsch!

Der elementare Kern dieses Blogs sind die großen Ereignisse innerhalb der letzten Tage vor meinem Studiumsbeginn.

Letztes Wochenende zum Beispiel habe ich eine Freundin und ihren Freund, mit dem sie sich jetzt eine eigene Wohnung genommen hat, besucht. Ich finde es jedes Mal erstaunlich zu sehen, wie schnell man doch erwachsen, also selbstständig, wird. Wir kennen uns nämlich seit der Vorschule und stehen, obwohl uns knapp sechzig Kilometer trennen, noch in engem Kontakt. Zusammen haben wir schon eine Menge erlebt: die Einschulung, das erste Mal verliebt sein, den ersten Liebeskummer, das erste eigene Auto und nun eben auch die erste eigene Wohnung.

Da wir uns aber nun schon länger nicht mehr gesehen hatten, gab es für uns das eine oder andere feierliche Ereignis nachzuholen: mein Ende der Probezeit für den Führerschein, ihre Gesellenfreisprechung, mein bestandenes Abitur sowie meine Studiumszusage. Und natürlich die eigene Wohnung. Um diese Anlässen gebührend zu würdigen, sind wir bei ihrem Lieblingsitaliener Essen gegangen und haben anschließend in einer gemütlichen Bar auf unsere bisherigen Erfolge angestoßen, auf die wir wohl ziemlich stolz sein können. In den letzten dreizehneinhalb Jahren, die wir uns nun schon kennen, ist wirklich viel passiert: Wir sind von kleinen Mädchen zu jungen Damen herangewachsen. Hilfe, ich werde alt!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 10, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 10, 2009

100 erste Tage an der Uni

Die letzten Hochzeitsvorbereitungen

Drehbuchautorin - sicherlich ein sehr interessanter Beruf. Hier zählen Dinge wie unerschöpfliche Kreativität, ein Gespür für das, was die Menschen bewegt, fasziniert und berührt, Wortgewandheit, Lust am Schreiben und natürlich die gewisse Portion Geduld. Denn wer glaubt, dass man mal so eben in zwanzig Minuten DIE Story aufs Papier schmieren kann, der hat entweder falsch gedacht oder sich bisher nur in „flache" Filme gesetzt.

Nein, eine gute Story für einen Film oder ein Theaterstück zu schreiben, ist eher ein zeitaufwändiger Prozess. Nehmen wir beispielsweise einen Film, in dem zwei Menschen heiraten: Allein die Hochzeitsrede der Schwiegermutter will gut durchdacht sein. Zurzeit erlebe ich genau das live mit: Mein Onkel heiratet demnächst und meine Oma möchte eine Rede halten. Vorhin hat sie mir ihre Rohfassung vorgetragen und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich vor Lachen kaum halten konnte.

Aus diesem Grund habe ich beschlossen, meiner Oma etwas unter die Arme zu greifen und dabei gemerkt, dass eine Hochzeitsrede zu schreiben gar nicht so leicht ist: Natürlich möchte man einige tolle Metaphern einbauen, aber andererseits unschöne Doppeldeutungen vermeiden. Jedes Wort muss gezielt gewählt sein, um insgesamt eine wohlige Melodie zu ergeben. Es sollte aber nicht zu schmalzig klingen! Insider oder „Zungenverknor" sind auch immer so eine Sache - der eine oder andere Gag als Lacher ist ja ganz angenehm, aber eine Lachnummer wäre fatal. Worte sind eben doch nicht nur Worte!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 8, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 8, 2009

100 erste Tage an der Uni

Der "Studi-Ticker"

Ich kann es immer noch gar nicht glauben: In einem Monat werde ich schon mehrere Tage als Studentin verbracht haben! In nur einem Monat - man glaubt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Inzwischen habe ich alle notwendigen Unterlagen, die ich für die Einschreibung Anfang September benötige, zusammen. Nur sechs Tage nach dieser Einschreibung werde ich mich zusammen mit Freunden, die ab sofort ebenfalls „meine" Fachhochschule besuchen werden (allerdings in anderen Studiengängen), zur Semestereröffnung in der riesigen Campushalle einfinden, in der es sonst beim Handball immer zur Sache geht.

Tja, und dann fängt ein neuer Lebensabschnitt an - absolutes Neuland sozusagen. Wobei sich doch irgendwie alles in einer gewissen Art und Weise wiederholen wird: der allererste Tag als „Neuling" an einer Lehranstalt, an der man auf viele unbekannte Gesichter trifft. Von Professoren bis hin zu Mitstudenten - es wird wieder viele neue Namen zu lernen geben.

Aber nicht nur das: Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich an meinem ersten Schultag auf dem Alten Gym völlig verloren durch die Flure geirrt und prompt zu spät zum Unterricht gekommen bin. Damals fand ich das Schulgebäude unglaublich groß. Aber jetzt wartet das riesige Campusgelände auf mich, das noch x-mal größer als meine alte Schule ist. Na, das kann ja heiter werden! Doch ich bin mir sicher, dass ich dort nicht die Einzige ohne Orientierung sein werde und das beruhigt mich irgendwie.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 2, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 2, 2009