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100 erste Tage an der Uni

"Herzlichen Glückwunsch, Sie haben bestanden!"

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
studium

11.11.2009

Diesen Spruch durfte ich mir in der letzten Matheübungsvorlesung anhören, nachdem mein Professor die korrigierten Übungsklausuren ausgehändigt hatte. Leider war es ja nur eine Übungsklausur. Dabei hätte ich vor Freude sicherlich einen Freudentanz im Hörsaal veranstaltet, wenn es ums Ganze gegangen wäre. Immerhin scheitert die Hälfte der BWL-Studenten an Mathe, dicht gefolgt von Rechnungswesen.

So sah auch das Ergebnis der Übungsklausur aus: Von 80 Leuten wären fast 50 durchgefallen! Da ist es doch wirklich nicht verwunderlich, wenn die meisten die Einstellung „Hauptsache bestehen (= 4,0)“ haben und laut den Professoren angeblich „nicht genügend Ehrgeiz“ zeigen würden. Komisch, wirklich sehr komisch.

Überhaupt habe ich das Gefühl, dass das „Studium“ so etwas wie eine „Man-macht-alles-komplizierter-als-es-in-Wahrheit-ist-Welt“ ist. Aber vielleicht liegt es ja auch bloß daran, dass es etwas ganz anderes als Schule ist. Man muss sich nun seine Schienen selber legen und kann nicht einfach in den nächsten ICE steigen und gen Ziel rauschen.

Nehmen wir mal das Beispiel Mathe: Während man in der Schule zum Beispiel vier verschiedene Formeln auswendig lernen konnte (sollte, musste), hat man im Studium eine Ausgangsformel, aus der man sich alles ableiten und ganz kompliziert denken muss. Dazu fällt mir ein sehr bekannter Werbeslogan ein: „Ich liebe es!“

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