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Was tun nach dem Abi?

Denken Sie wirklich, dass Philosophen einen Einfluss auf die Gesellschaft haben?

So oder ähnlich, wie in der Überschrift, war der Wortlaut einer Frage eines der beiden Professoren, mit denen ich mich eine halbe Stunde beim Eignungsfeststellungsverfahrens der LMU München unterhalten durfte. In meiner Bewerbung hatte ich nämlich folgendes geschrieben: „Dass Philosophen und Philosophien in der Vergangenheit den Wandel entscheidend geprägt haben und es genauso auch heute tun, ist mir im Studium der Geschichte und verschiedener Bücher über die Geschichte der Philosophie bewusst geworden."

Um diese These zu verteidigen, denn der Professor schien das nicht glauben zu wollen, nannte ich Platon und das Christentum, Kant und die Wissenschaft, Marx und den Sozialismus. Immer noch skeptisch schaute er seinen Kollegen an und dieser sagte, dass man es durchaus so sehen könne.

Und so übernahm der andere, mir wohler gesonnene Prof, auch das Wort und bemerkte, dass ihm folgender Satz in meinem Schreiben gut gefallen habe: "Für meinen Drang zum Verstehen, des Wieso und Warum halte ich ein Studium der Philosophie als prima ratio."  Das sei ein gelungenes Wortspiel ...

Insgesamt war ich von diesem Gespräch eher enttäuscht. Doch wahrscheinlich nur deshalb, weil ich zuviel erwartet hatte. Ich bin einer von vielen, vielleicht hundert, die sich da beworben haben. Dass diese beiden Professoren jetzt nicht versucht haben, alles was in meinem Schreiben stand anzusprechen, sondern mich eher kritisch betrachteten - es kam mir teilweise wie ein Verhör vor - muss und kann ich auch verstehen.

Ich schaute mir die Stadt mit ihren tollen Museen noch zwei Tage an und machte mich dann auf, noch zwei weitere Städte und ihre Universitäten zu besichtigen - Jena und Leipzig.

PS: Soviel sei schon gesagt, eine Zusage fand ich dann schon wenige Tage später im Briefkasten.

Autor:   |  Rubrik: orientieren  |  Sep 10, 2008
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Sep 10, 2008

100 erste Tage an der Uni

Phänomen Quietschies Teil 2

Oktober 2007, Semesterbeginn. Der erste Tag an der Uni. Doch irgendetwas ist anders! Achja, stellte ich erschrocken fest, ich gehöre ja jetzt schon zum „alten Eisen", schließlich bin ich mittlerweile schon im dritten Semester meines Jurastudiums. Um mich herum sah ich fast nur unbekannte Gesichter, die staunend und etwas unbeholfen den Campus überqueren und ein wenig mitleidig denke ich daran, dass ich damals genauso unsicher war. Im selben Moment höre ich mich jedoch auch sagen: „Oh mein Gott, jetzt geht das mit den Quietschies los!".

Na so was, war ich denn plötzlich auch eine von denen geworden, die sich über die jüngeren Semester lustig machen? Tatsächlich ertappte ich mich nach und nach dabei, wie ich den Erstsemestlern ausführliche Ratschläge gab, zu allem, was sie hören oder auch nicht hören wollten. Irgendwie fühlte ich mich den „Quietschies" überlegen, denn die hatten ja schließlich noch gar keine Ahnung, wie die Dinge an der Uni laufen.

Und obwohl ich mich im ersten Semester so sehr über die überheblichen höheren Semester geärgert und mir geschworen hatte, nicht so zu werden, musste ich erkennen: Das Phänomen Quietschies ist generationenübergreifend!

Autor: Elena  |  Rubrik: studium  |  Feb 28, 2008
Autor: Elena
Rubrik: studium
Feb 28, 2008

100 erste Tage an der Uni

Das Phänomen Quietschies

Oktober 2006, Semesterbeginn.

„Aha, ein Quietschie!"

Diesen Satz hörte ich gleich an meinem ersten Uni-Tag jemanden in meine Richtung sagen. „Quietschie? Was ist das denn?" fragte ich mich verwundert, aber ganz sicher, ob wirklich ich damit gemeint sein sollte, war ich auch nicht und so dachte ich nicht mehr lange darüber nach.

Doch dieses Wort drang in den nächsten Stunden und Tagen öfter an meine Ohren und nicht nur mir, sondern den ganzen Gruppen von Erstsemestlern, die an den Campus- und Bibliotheksführungen teilnahmen, schallte es entgegen: „Die Quietschies sind unterwegs!".  Es schienen Studierende aus höheren Semestern zu sein, die dies in einem recht belustigten und leicht abfälligen Tonfall sagten, aber natürlich traute sich keiner von uns nachzufragen, was sie damit eigentlich meinten. Irgendwann jedoch hatten wir herausgefunden, was es mit dem Wort „Quietschies" auf sich hatte: Quietschies sind Studierende im ersten Semester und werden so genannt, weil die Türen, die sie auf- bzw. zumachen, wenn sie sich mal wieder verlaufen haben, immer so quietschen.

„Haha!", dachten wir uns natürlich alle und waren ziemlich sauer, weil wir von den anderen Studis so belächelt wurden. Da hat man sich doch gerade erst wahnsinnig erwachsen gefühlt, so ganz auf sich gestellt in dem neuen Lebensabschnitt als Studentin und dann wird man überhaupt nicht ernst genommen! Wir mussten also die spöttischen Kommentare unserer älteren Kommillitonen über uns ergehen lassen, denn sie ließen es sich nicht nehmen, die „Quietschies" auffällig und eingehend anzustarren. Zu allem Übel aber durften wir uns auch noch die Belehrungen der vermeintlichen „reifen" Studenten anhören, die uns ausführlichst darüber aufklären wollten, wie denn der Hase an der Uni läuft.

Und nachdem ich die ersten Wochen viele schlaue "Weisheiten" vorgesetzt bekommen hatte, schwor ich mir: „Wenn ich im höheren Semester bin, werde ich mich nicht über die 'Quietschies' lustig machen!"

Autor: Elena  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2008
Autor: Elena
Rubrik: studium
Feb 25, 2008