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100 erste Tage an der Uni

(K)Eine Chance für Vorurteile

Wer hätte das gedacht: Mein Statistikprof ist das beste Beispiel dafür, dass tot geglaubte Vorurteile genauso lebendig sind wie Fische wie im Wasser. In seiner ersten Vorlesung durften wir uns in regelmäßigen Abständen anhören, dass BWLer ja eigentlich total faule und oberflächliche Menschen seien. Außerdem hätten sie, das im Vergleich zur Mathematik „leichte Vormittagsstudium“, nur mit der Absicht begonnen, später einmal viel Geld (für Nichtstun) zu verdienen. Wenn er sich da mal nicht täuscht – ich sage nur: Ausnahmen bestätigen die Regel!

Allerdings muss ich zugeben, dass auch ich das zweite Semester mit nicht gerade wenigen Vorurteilen begonnen habe. Als ich das erste Mal meinen neuen Stundenplan sah und Fächer wie Wirtschaftsprivatrecht, Produktion und Logistik, Informationswirtschaft sowie Investition und Finanzierung sah, war mein erster Gedanke „Jaaa, das klingt ja nach Spaß und äußerst interessanten Vorlesungen... (nicht!)“

Doch die ersten Vorlesungen überzeugten mich fast ausnahmslos vom Gegenteil. Wie gesagt – fast. Investition und Finanzierung wird mit großer Wahrscheinlichkeit das „Schnarchfach Nummer 1“ des zweiten Semesters. Die anderen Fächer dagegen erweisen sich als tatsächlich interessant und spannend. Natürlich liegt es auch oft an den Professoren, die die Vorlesungen halten. Hüpft vorne zum Beispiel ein quietschfideler Witzbold von einem Prof herum, dann kann sogar eine Vorlesung wie „Das Leben des Pantoffeltierchens“ zu DER Sensation werden.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Apr 15, 2010
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Apr 15, 2010

100 erste Tage an der Uni

Ein Ritt durch die Rocky Mountains

Schon seit ich ein kleines Mädchen war, träume ich davon, einmal wie ein echtes „Cowgirl“ durch die Rocky Mountains der Sonne entgegen zu reiten. Jetzt habe ich meinen Traum wahr gemacht – leider (bisher) nur im metaphorischen Sinne.

Ich habe nun auch die letzten Prüfungen des ersten Semesters hinter mir und bin sozusagen „klausur-“, beziehungsweise „lernfrei“. Ein ausgesprochen erleichterndes Gefühl.

Nach wochenlangem Pauken und Büffeln freute ich mich schon wenige Minuten vor der letzten Klausur darauf, nach zwei Stunden „nothing but free“ wieder hinaus zu spazieren. Ich war mit den Gedanken also bereits ganz woanders, doch als die Klausur vor mir lag, holte sie mich schnell wieder zurück in die Gegenwart. Mein Füller legte einen rekordverdächtigen Marathonsprint hin. Auch in dieser Prüfung blieb nicht viel Zeit zum Überlegen. Entweder hatte man die Antwort innerhalb weniger Sekunden parat oder man verlor wertvolle Zeit, die für die Bearbeitung der restlichen Aufgaben notwendig waren. Einen Kompromiss zu finden, war in diesem Fall eher schwierig. Trotz alledem versuchte ich, mich nicht zu sehr unter Druck zu setzen. In Bezug auf klare Gedanken wirkt so etwas bekanntlich eher kontraproduktiv.

Die zwei Stunden vergingen wie im Fluge. Aber ich hatte alles geschafft, und was mich noch mehr freute: Mit dem Verlassen des Prüfungsraumes fielen auch die metaphorischen Rocky Mountains von meinen Schultern. Und so sprang ich ausgelassen über „Stock und Stein“ nach Hause ...

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Apr 9, 2010
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Apr 9, 2010

100 erste Tage an der Uni

Verplant trotz Plan (3)

Wie ihr in meinem letzten Blog erfahren habt, war ich am Klausurtag im falschen Raum gelandet, obwohl ich eigentlich schon Tage vorher wusste, in welchem Raum ich schreiben und wie ich dorthin kommen würde. Ich hatte nur nicht auf die Raumnummer geachtet und war wie ein naives Rehlein seiner Mutter hinterher getrottet.

Tja, das hat man davon, wenn man einfach Leuten hinterherläuft, ohne selbst großartig nachzudenken. Wenn die Situation nicht so ernst gewesen wäre, hätte ich auf dem Flur wohl laut angefangen zu lachen, aber so fing ich an zu fluchen. Gott sei Dank war „mein eigentlicher“ Raum nur einen Gang entfernt. Natürlich waren die anderen schon alle längst am Schreiben. Ich warf meine Sachen lieblos auf den nächstbesten Platz, der natürlich zu meinem Pech auch noch in der hintersten Ecke war, und schnappte mir die Klausur.

Glück im Unglück: Ich schaffte es erstaunlicherweise noch in der vorgegebenen Zeit, alle Aufgaben zu bearbeiten. Das schien auch den Aufsichtsleiter zu freuen, der am Ende der generellen Zeit zu mir kam und mich fragte, ob ich noch ein, zwei Minuten bräuchte. So konnte er pünktlich alle Klausuren einsammeln.

Auf dem Weg nach Hause hörte ich im Radio wieder eine Horoskopdurchsage und musste gleich an meine „kosmische“ Vorhersage vom Morgen denken- jetzt konnte ich endlich laut lachen.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Apr 1, 2010
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Apr 1, 2010