interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Atemnot

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
studium

20.05.2010

Bereits im ersten Semester wurde ich von den „Großen“ gewarnt: „Nimm dich bloß vor dem zweiten Semester in Acht, da musst du wirklich reinhauen, um am Ball zu bleiben – das wird knallhart!“ Schön. Ich meine, es ist nett, dass sie mich vorgewarnt haben, aber so ein bisschen Angst einflößend war es schon. Jetzt bin ich ja in diesem berühmt berüchtigten Semester.

Wie ich es einschätze? Sie haben (leider) Recht behalten: Es ist nicht unbedingt der Schwierigkeitsgrad, der mir zu schaffen macht, sondern eher die geballte Fülle des Stoffs. Mit Statistik, dem von vornherein angekündigten „Aussiebfach“, komme ich zum Beispiel erstaunlich (zumindest bis jetzt) gut klar. Mein Problem liegt ganz woanders. Ich habe das Gefühl, dass mein Kopf bei der ganzen Masse an Dingen, die ich machen muss, nicht mehr zur Ruhe kommt und sozusagen im Dauereinsatz ist. Das führt nicht selten zu ziemlich sonderbaren Träumen. Sigmund Freud würde sich sicher über dieses Interpretationspotenzial freuen …

Das Semester ist auf jeden Fall sehr anspruchsvoll: Unglaublich lange Vorlesungstage und zig Dinge, die nebenbei erledigt werden müssen. Manchmal habe ich das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Mir fehlt das Relaxen, Freiheit  und Faulenzen. Ich bin froh, wenn der Spuk bald vorbei ist: Vor allem im vierten Semester soll es deutlich angenehmer werden, so die studentischen „Wetterfrösche“.

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