interaktiv

100 erste Tage an der Uni

"Hilfe, Überfall!"

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
studium

10.06.2010

Letzte Woche eines schönen Tages in der FH: Ahnungslos nehme ich gackernd mit einer Freundin im Hörsaal Platz. Doch das unbefangene Lachen sollte uns schnell vergehen. Wir wurden doch tatsächlich überfallen! Unvorhergesehen, überraschend, plötzlich. Uns blieb das Glucksen förmlich im Halse stecken. Wir waren zu geschockt, um gleich zu reagieren. Wir blieben einfach so mit offenen Mündern da sitzen. Was sollten wir jetzt tun? Wie sollten wir vorgehen? Der Täter hatte uns zufällig ausgewählt. Ich war nicht das „Opfer Jacqueline“, sondern „Opfer Studentin xyz“. Diese Erkenntnis brachte mich allerdings auch nicht weiter.

So langsam reaktivierten sich meine grauen Zellen wieder. Ich dachte nach. Ich dachte an morgen, an übermorgen, an nächste Woche. Würde ich es schaffen, einfach so weiter zu machen wie bisher, wie vor dem Überfall? Wohl kaum.

Zur Polizei gehen? Ich spürte wie sich tief in meinem Inneren ein regelrechtes Gefühlsknäuel bildete. Es war eine Mischung aus Betroffenheit und Ärger, wobei der Ärger eine dominierende Stellung einnahm: Ich ärgerte mich, weil ich ganz genau wusste, welcher Stress anlässlich dieses Überfalls in den nächsten Wochen auf mich zukommen würde. Aber was sollte ich der Polizei denn erzählen? Würde man mich nicht auslachen, wenn ich erzählen würde, dass uns einer meiner Profs bei einem von zwei „übrig gebliebenen“ Fächern, für die (bisher) keine Tutorien geplant gewesen waren, mit einem so genannten „Doppeltutorium“ überfallen hat? Am besten ziehe ich gleich morgen in der FH ein, ich bin ja eh von morgens bis abends da …

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