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Studium

Die Entdeckung des Campus oder wie lerne ich meine Kommilitonen kennen

Die Einführungsveranstaltungen begannen, wie so oft im Leben eines Studenten, zu einer durchaus angenehmen Tageszeit, nämlich erst am Nachmittag, und zwar mit einer Campusführung.

Ich war zwar gespannt darauf, den Ort zu sehen, an dem ich noch so viel Zeit verbringen würde. Doch hauptsächlich ging es mir darum, meine zukünftigen Kommilitonen neugierig zu betrachten und einen ersten Eindruck zu gewinnen. Denn mir war prophezeit worden, dass ich mich in einer Welt voller Poloshirtträger mit Krokodilchen auf der Brust, Segelschuhen und teuren Sonnenbrillen wieder finden würde. Leider musste ich erkennen, dass sich dies z. T. bewahrheitete und viele meiner Mitstreiter den typischen Juristentypen abgaben. Doch während ich von Vorlesungssaal zu Vorlesungssaal, von Bibliothek zu Bibliothek geschleppt wurde, kam ich mit vielen ins Gespräch und stellte zu meiner Freude fest, dass es viel leichter war, Leute kennenzulernen, als ich es erwartet hatte und auch der „typische Jurist" kann sehr nett sein, wenn man sich erstmal die Mühe macht, ihn kennenzulenen.

Schon bald waren die nächsten Treffen geplant und die Angst, keinen Anschluss zu finden, löste sich bei den meisten ganz schnell in Luft auf. Und viele, die ich an diesem ersten Tag kennengelernt habe, zählen heute zu meinem festen Freundeskreis.

Autor: Elena  |  Rubrik: studium  |  Oct 29, 2007
Autor: Elena
Rubrik: studium
Oct 29, 2007

Studium

Plötzlich Studentin

Mein Studentenleben begann im Oktober letzten Jahres an dem Tag, als ich mich mit Sack und Pack auf der Fahrt von Nürnberg in meine neue Heimat Passau befand und dies sogar schon eine Woche vor der regulären Vorlesungszeit. Denn wie bei den meisten „Quietschies", wie man die Erstsemestler zu nennen pflegt, fing auch mein Jurastudium erstmal mit einer Einführungswoche an.

Ich rief mir auf dieser Fahrt die aufregenden letzten Monate, die Nach-Abi-Zeit, nochmal ins Gedächtnis, eine Zeit, die viel zu schnell zu Ende gegangen war. Denn kaum war der Zulassungsbescheid ins Haus geflattert, ging alles plötzlich ganz rasant: die Wohnungssuche, die Immatrikulation, der Umzug und schließlich der Abschied von zu Hause.

Es war eine Mischung aus Unbehagen und Neugier, die sich einstellte, kurz bevor eben jenes neue Leben begann, auf das ich so lange hingearbeitet hatte. Und doch kann ich sagen, dass ich mich auf das freute, was mich wohl erwartet.

Am Abend desselben Tages - nachdem ein erstes Beschnuppern mit den WG-Mitbewohnern stattgefunden hatte - lag ich also nun erstmal in meinem neuen Bett in meinem neuen Zimmer in einer neuen Stadt und freute mich auf meinen ersten Tag an der Uni - als echte Studentin!
Autor: Elena  |  Rubrik: studium  |  Sep 28, 2007
Autor: Elena
Rubrik: studium
Sep 28, 2007

Studium

Endlich frei sein

Alles endete beziehungsweise begann vor einem Jahr. Schnell fanden noch die letzten Lernvorbereitungen fürs Colloquium statt, doch eigentlich war man gedanklich schon gar nicht mehr bei der Sache. Schließlich wartete etwas ganz großes und besonderes auf einen. Nie mehr für die Schule lernen müssen, die Abifeier planen und, ja, noch besser, sich schon in die Abifahrt hineinträumen, vielleicht bald weg von zu Hause sein und auf sich allein gestellt, kurzum: Endlich FREI SEIN!

Nun, ein Jahr später sitze ich, 200 Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt, im kleinen Städtchen Passau an meinem Schreibtisch und kann von der viel versprochenen Freiheit momentan nicht so viel spüren: Nächste Woche beginnen meine Zwischenprüfungen, denn ich studiere Jura im zweiten Semester an der Universität Passau.

Ach, wie war das schön, vor einem Jahr, als ich das Gefühl hatte, es nun geschafft zu haben. Die endlos lange Schulzeit hinter mir, fühlte ich mich, als würden mir die Tore der Welt offen stehen, als würde alles möglich sein. Partys ohne Ende, Vorfreude auf die WM, all das waren die Dinge, die mich beschäftigten. Wie stolz waren wir alle bei der Abiturfeier, als wir hochfeierlich unser Abizeugnis in den Händen hielten, um danach uns und natürlich den Sieg der Deutschen gegen Argentinien feiern zu können.

Doch von einem wurden die Vorbereitungen für Abiturfeier und -zeitung ständig begleitet. Nämlich von der Frage, die man ständig gestellt bekam: „Und, wie geht`s bei dir jetzt weiter?" Es blieb einem also gar nichts anderes übrig, als sich über seine Zukunft Gedanken zu machen. Und das möglichst schnell, denn die Anmeldefrist an den Unis lief ja nur bis Ende Juni. Und da war ich mir sicher: Ich werde auf jeden Fall studieren.

Natürlich begannen die Gedanken um die eigene Zukunft schon in der Kollegstufe. Doch die vagen Vorstellungen, wie etwa: Ich will irgendwas mit Sprachen, Medien etc. machen, befriedigten weder die ständig nachfragenden Verwandten noch einen selbst. Irgendwann fragte ich mich, wie konkret ich mir mein Leben nach der Schule vorstelle, was mich interessieren könnte und auch, wie ich mir mein Berufsleben ausmale.

Erst waren es die Medienwissenschaften, die ich ins Auge fasste, um genauer zu sein Medien- und Kommunikationswissenschaften, was ich damit begründete, dass ich schließlich eine ambitionierte Deutsch-Lklerin sei. Als ich jedoch von dem meist viel zu hohen N. C. hörte, löste sich der Wunsch recht schnell in Rauch auf.

Zu diesem Zeitpunkt kam Passau ins Spiel. Ich hörte von einem interessanten und neueren Studiengang, den es so wohl nur in Passau gibt: Kulturwirtschaft. Hier vereinten sich alle meine Interessen: Kulturwissenschaften, verschiedene Kulturbereiche, Sprachen, garantierte Auslandsaufenthalte, BWL und VWL, alles in einem Studiengang. Doch auch hier wurden meine Pläne leider vom hohen N.C. durchkreuzt.

Autor: Elena  |  Rubrik: studium  |  Sep 19, 2007
Autor: Elena
Rubrik: studium
Sep 19, 2007