interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Jahrestag

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
studium

21.06.2010

So, bald ist es soweit: Die FH und ich feiern unseren Jahrestag. In nur wenigen Wochen führen wir eine bereits einjährige Beziehung, die hoffentlich noch ein wenig länger andauern wird. Seit einem Jahr Abi. Seit einem Jahr keine Schülerin mehr. Seit einem Jahr Studentin.

Wie sich das anfühlt? Irgendwie komisch. Denn eigentlich ist ein Jahr eine relativ lange Zeitspanne. Mir kommt es allerdings überhaupt nicht so vor. Ich habe mir schon überlegt, woran das liegen könnte und bin auf zwei Möglichkeiten gekommen: Entweder sind meine Erinnerungen an meine alte Schule sehr präsent und es wirkt alles noch so vertraut. Wenn ich dort vorbeifahre, kommt es mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich in der siebten Klasse auf dem Weg zu einem Biotest die Treppe heruntergefallen bin, weil ich einen letzten Blick auf die verschiedenen Arten von Spinnennetzen werfen wollte und dazu praktisch wie „Jacqueline-guckt-ins-Bioheft“ durch den Flur gewandert bin. Oder es liegt daran, dass das Studium einfach nur äußerst stressig ist – vor allem jetzt im zweiten Semester. Ich habe schon öfter beobachtet, dass man bei Freizeitentzug und Zeitdruck das Gefühl hat, dass einem die Zeit unter den Fingern davon rinnt.

An dieser Stelle möchte ich meine liebe Oma zitieren, die vor kurzem meinte: „Ich habe gehört, dass das Leben kein Wunschkonzert sei.“ Wo sie Recht hat, da hat sie Recht. Wenn das Leben ein Wunschkonzert wäre, dann würde ich jetzt draußen in der Sonne liegen und faulenzen. Aber stattdessen bin ich gezwungen, den lieben Büffeln der Gattung der Prüfungsstoffler einen Besuch im Skripte-Zoo abzustatten und sie mit ihrem Lieblingsfutter, nämlich komplizierten Funktionen und Definitionen, zu füttern.

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