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100 erste Tage an der Uni

Abbrecher

Als ich diese Woche nach der Uni in die U-Bahn stieg, habe ich einen alten Bekannten wieder getroffen: Markus, der mit mir damals für den Kurs „Unternehmer & Unternehmen“ die Bionade-Präsentation gehalten hat. Nachdem wir ein bisschen geplaudert haben und ich gemeint habe, dass ich ihn schon länger nicht mehr in der Uni gesehen habe (das ist gar nicht so unüblich, denn die Uni ist ziemlich groß, ebenso wie die Anzahl der Erstsemestler; dennoch läuft man sich normalerweise immer mal wieder über den Weg), meinte er, dass er das Studium abbrechen werde. „Viel zu theoretisch. Ich hab’s mir einfach anders vorgestellt, nicht so, dass dir ein dickes Skript hingeworfen wird, dass du dann auswendig lernen musst.“

Als er ausstieg, blieb ich alleine grübelnd zurück. Wie habe ich mir das Studium vorgestellt? Dass es sehr theoretisch ist, ist leider war. Und das mit der Auswendiglernerei kommt mir auch bekannt vor.

Bei einer Freundin, die Chemie studiert, ist es da ganz ähnlich. Sie ist ebenfalls im zweiten Semester und meinte, dass es bei ihr anfangs sehr schwierig gewesen sei, Anschluss zu finden, da viele Studenten nach kurzer Zeit abgebrochen haben.

Selbst ich „Praxistyp“ saß schon einige Male vor meinem Lernstapel und fragte mich, ob ich das Richtige studiere. Aber was ist das Richtige? Es wird immer Sachen geben, die einem nicht ganz so gut gefallen, sei es in der Uni ein bestimmtes Fach oder in der Arbeit eine Aufgabe. Mit dem Gedanken lerne ich jetzt weiter.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jul 12, 2010
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jul 12, 2010

100 erste Tage an der Uni

"Küss mich, ich bin dein Froschkönig!"

Wer kennt das Märchen nicht: Der hässliche Frosch verwandelt sich durch den Kuss der wunderschönen Prinzessin in einen gut aussehenden Traumprinzen. Aber wie jeder weiß, ist es nur ein Märchen. Ich habe jedenfalls noch nie jemanden einen Frosch küssen sehen. Wer würde auch freiwillig einer glibschigen Amphibie so nahe kommen?

So ergeht es mir auch mit meinem Studienfach „Investition und Finanzierung“: Mein Prof meint, dass dieses Fach das reinste Schlaraffenland ist. Allerdings habe ich dann wohl die richtige Abfahrt verpasst. Ich habe das Gefühl, dass ich eher durch den dunklen Wald der bösen Stiefmutter Schneewittchens irre. Aber ich bleibe geduldig und warte auf meinen Retter in der Not, der mich vor den bösen Gefahren beschützt. Wie dieser Retter aussieht wollt ihr wissen? Und ob er auch auf einem weißen Schimmel angeritten kommt? Ob wir heiraten und glücklich und zufrieden bis an unser Lebensende auf seinem Schloss leben werden? Ziemlich viele Fragen auf einmal.

Erst einmal der Reihe nach: Bleiben wir auf der Traumebene, so kann ich euch folgende Antworten geben: Natürlich sieht mein Retter gut aus! Wie eine 1,0 nun einmal aussieht. Er kommt auf einem weißen Papier daher geritten. Sicher und zielstrebig schnellt er durch den Wald und erreicht mein Notenkonto. Dort wird die feierliche Zeremonie stattfinden. Auf ewig mein. Wir werden glücklich und zufrieden bis an unser Lebensende zusammen bleiben. Er wird für immer in meinem Herzen sein – und in meiner Bachelor-Abschlussnote.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jul 6, 2010
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jul 6, 2010

100 erste Tage an der Uni

Ein Selbstgespräch

Eigentlich habe ich mich ja am 13. Juli für die Methodenkompetenzprüfung angemeldet.

Hey, da bist du doch schon in Italien im Urlaub und chillst am Strand!

Stimmt, das mit dem Urlaub hat sich vor kurzem spontan so ergeben. Am neunten geht‘s also ab gen Süden!

Was ist mit deiner Prüfung?

Die habe ich heute bereits hinter mich gebracht. War ganz schön stressig, den Stoff jetzt noch schnell (wenigstens) ins (Kurzzeit-)Gedächtnis zu transportieren, vor allem, weil ich die eine oder andere Vorlesung verpasst habe, in der natürlich die ganzen komplizierten Dinge durchgenommen wurden.

Typisch! Wie ist es gelaufen?

Unerwartet gut! Ich hatte mich so auf die komplizierten Sachen versteift und war mir so sicher, dass genau diese Dinge drankommen würden, dass ich mich schon irgendwo darauf eingestellt hatte, den Schein im nächsten Semester noch einmal machen zu müssen.

Steht das Ergebnis etwa schon fest?

Nein, aber ich habe ein ganz gutes Gefühl. Es kam nichts Schweres dran, jedenfalls fand ich die Aufgaben, die wir erledigen sollten, im Vergleich zu denen, mit denen ich mich die letzten zwei Tage rumgeschlagen hatte, recht einfach. Ich war auch schon knapp eine halbe Stunde früher fertig. Irgendwie ging alles so schnell von der Hand. Leider muss ich jetzt einen Monat auf das Ergebnis warten.

Das klingt doch gut!

Ja, allerdings bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich die bearbeiteten Aufgaben unter dem richtigen Ordner abgespeichert habe. Falls nicht, dann hoffe ich, dass mein Prof den Ordner trotzdem findet…

Ich sag‘s ja: Typisch!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jul 5, 2010
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jul 5, 2010