interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Abbrecher

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
studium

12.07.2010

Als ich diese Woche nach der Uni in die U-Bahn stieg, habe ich einen alten Bekannten wieder getroffen: Markus, der mit mir damals für den Kurs „Unternehmer & Unternehmen“ die Bionade-Präsentation gehalten hat. Nachdem wir ein bisschen geplaudert haben und ich gemeint habe, dass ich ihn schon länger nicht mehr in der Uni gesehen habe (das ist gar nicht so unüblich, denn die Uni ist ziemlich groß, ebenso wie die Anzahl der Erstsemestler; dennoch läuft man sich normalerweise immer mal wieder über den Weg), meinte er, dass er das Studium abbrechen werde. „Viel zu theoretisch. Ich hab’s mir einfach anders vorgestellt, nicht so, dass dir ein dickes Skript hingeworfen wird, dass du dann auswendig lernen musst.“

Als er ausstieg, blieb ich alleine grübelnd zurück. Wie habe ich mir das Studium vorgestellt? Dass es sehr theoretisch ist, ist leider war. Und das mit der Auswendiglernerei kommt mir auch bekannt vor.

Bei einer Freundin, die Chemie studiert, ist es da ganz ähnlich. Sie ist ebenfalls im zweiten Semester und meinte, dass es bei ihr anfangs sehr schwierig gewesen sei, Anschluss zu finden, da viele Studenten nach kurzer Zeit abgebrochen haben.

Selbst ich „Praxistyp“ saß schon einige Male vor meinem Lernstapel und fragte mich, ob ich das Richtige studiere. Aber was ist das Richtige? Es wird immer Sachen geben, die einem nicht ganz so gut gefallen, sei es in der Uni ein bestimmtes Fach oder in der Arbeit eine Aufgabe. Mit dem Gedanken lerne ich jetzt weiter.

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