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100 erste Tage an der Uni

Tapetenwechsel

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
studium

25.10.2010

Tapetenwechsel ist ein Begriff, der für vielerlei Dinge eine passende Bezeichnung ist: Ich renoviere zum Beispiel gerade mein Zimmer. Meine Tapeten bekommen einen neuen Anstrich. Statt Apfelgrün und Papaya soll es nun Sandfarbe und Nougatschokoladenbraun sein. Außerdem habe ich mir vor kurzem in einem Möbelhaus neue Büromöbel gekauft, natürlich nicht ohne auf den einen oder anderen Dekoschnickschnack verzichten zu müssen. Schließlich müssen die neuen Windlichter und Dekofiguren auch zu den neuen Wandfarben passen. Für die Zukunft sind noch ein paar große Schwarzweiß-Poster von Audrey Hepburn und Marilyn Monroe geplant – sozusagen als Schutzpatroninnen für zukünftige Klausurlernphasen.

Tapetenwechsel. Dieses Wort war sicherlich auch öfter Gesprächsthema einer Kommilitonin von mir, die erst vor wenigen Wochen aus Mannheim nach Flensburg gezogen ist, um ihr Studium hier im Norden fortzusetzen. Neue Wohnung, neue Umgebung, neue Leute – alles neu. Es gefalle ihr hier aber ganz gut, sagt sie. Hauptsache keine Großstadt, das war ihr sehr wichtig. Berlin wäre ihr zu groß gewesen. Umstellen musste sie sich natürlich trotzdem: Flensburg ist schließlich um einiges kleiner als Mannheim. Klein, aber fein.

Tapetenwechsel. Der Bruder einer Freundin von mir macht jetzt im Frühjahr sein Abi. Da er sich noch nicht hundertprozentig sicher ist, was er studieren möchte (er weiß nur, DASS er studieren möchte) und zwischen zwei, drei verschiedenen Optionen schwankt, beabsichtigt er, demnächst als Gastzuhörer in einer Vorlesung vorbeizuschauen. Uni statt Schule.

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