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100 erste Tage an der Uni

"Erschlagen" trifft's ganz gut

Der Raum platzt aus allen Nähten. Wie in einer schlechten Uni-Parodie denke ich und ergattere schnell einen Sitzplatz. Die reichlich zu spät Kommenden haben Pech und müssen mit einem Platz auf der Treppe vorlieb nehmen. Ist das schon ein Vorgeschmack auf die nächsten drei Jahre?

Dann geht’s auch schon los. Die Vorsitzende der Prüfungskommission, der Leiter des Historischen Institutes und Vertreter des Fachschaftsrates betreten den Raum und gruppieren sich vor der Studentenmasse. Der eine oder andere hat es jetzt vielleicht bereits erraten: Ich befinde mich bei der Einführungsveranstaltung für die Erstsemesterstudenten des Fachs Geschichte. Genauer noch der Erstsemester in Potsdam. Die Location, wie es ja so schön neudeutsch heißt, passt hervorragend dazu: Der Hörsaal befindet sich inmitten der historischen Gemäuer der Schlossanlage Sanssouci in Potsdam – geht’s noch themenbezogener?

Doch mit der Geschichtsromantik ist es bald vorbei. Die Damen und Herren da vorne erzählen, dass sie sich sehr freuen, uns Erstis hier begrüßen zu dürfen, schwärmen von den Möglichkeiten, die wir hier hätten und fangen dann an uns zu erklären ,wie das denn so geht mit dem Studium.

Auch wenn sie sich sehr Mühe geben, wette ich, dass (inklusive mir) dreiviertel der Anwesenden hauptsächlich „Bahnhof“ verstanden haben. Leistungspunkte, Semesterwochenstunden, Wahlmodule, Pflichtmodule und Tutorien – HÄ???

Nach knapp zwei Stunden bewege ich mich im Strom der Masse aus dem stickigen Raum und bin noch verwirrter als vorher. Neben mir schnappe ich ein Gespräch zweier Kommilitonen (besser: Leidensgenossen) auf: „Ich fühl mich völlig erschlagen von dem ganzen Kram hier." Ja, denke ich, erschlagen trifft es ganz gut!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jan 5, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jan 5, 2011

100 erste Tage an der Uni

Vorweihnachtliche Geschenke

Weihnachtszeit, Geschenkezeit! Oh du fröhliche, oh Tannenbaum und nicht zu vergessen: das Schneeflöckchen im weißen Röckchen. Alles kommt zusammen, was zusammen kommen will oder soll oder muss. Die Plätzchen kommen in die Keksdose, das Lametta an den Weihnachtsbaum, der weit gereiste Onkel auf seinen Lieblingssessel und die letzten Weihnachtskarten in den Briefkasten.

In meinem Fall gab es aber auch schon die ersten Prüfungsergebnisse. Montag hatte ich Laborprüfung: Ich durfte mich neunzig Minuten lang mit Kundenaufträgen, Kostenstellenberichten und Kalkulationen im SAP-System beschäftigen – Halleluja! Gott sei Dank hatte ich nicht EINE einzige Fehlermeldung. Ich wäre wahrscheinlich total überfordert gewesen. Denn das war auch so mancher Computer. Ein frühzeitiges „ich fahr dann mal herunter“ (wohl in die Alpen zum Ski fahren) war leider keine Seltenheit.

Bei dieser Prüfung konnte man zwölf Punkte erreichen: meine Glückszahl! Und tatsächlich: Entweder hat die Zwölf auf kosmische Art und Weise ganze Arbeit geleistet oder ich habe in den Übungsstunden scheinbar doch mehr verstanden als gedacht, denn ich habe die volle Punktzahl erreicht – süßer die Glocken nie klingen!

Die Klausur in diesem Fach folgt dann im Januar. Ich hoffe doch mal ganz stark, dass es alles andere als eine „Schneekatastrophe“ wird …

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Dec 22, 2010
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Dec 22, 2010

100 erste Tage an der Uni

"Oh Happy Day"

Was für ein Tag: Der Wecker riss mich heute gefühlte sechs Stunden zu früh aus dem Schlaf und als ob das nicht genug wäre, musste ich zähneknirschend feststellen, dass meine Schwester meinen Lieblingsjoghurt mit zur Schule genommen hatte - toll, ich hatte mich schon so sehr aufs Bratapfeljoghurtlöffeln in Personalwirtschaft gefreut. Zeit für Plan B: Pfirsich-Maracuja-Joghurt. Mehr Sommer als Winter wie ich finde.

Als ich dann jedoch schließlich um halb acht das Haus verließ, war ich binnen Sekunden wieder durch und durch auf Winter gestimmt: Schnee ohne Ende. Weiß, alles weiß. Ich stapfte zum Auto. Der Schnee knirschte unter meinen Sohlen und bequemte sich in meine Schuhe. Stiefel wären wohl angebrachter gewesen - zu spät, die Zeit drängte. Allerdings wäre ich nicht der einzige Verspätungsfall gewesen. Rund die Hälfte meiner Kommilitonen kam zu spät, weil der Winterdienst eher träge als rege bei der Sache war. Die Straßenverhältnisse waren wirklich katastrophal. Auch mein Englischdozent traf erst rund zwanzig Minuten später ein: „The weather is… well, let’s don’t talk about it…“ Er war sichtlich genervt. Wie wir alle. Weiße Weihnacht ist ja schön und gut, aber es sollte nicht den Rahmen sprengen beziehungsweise die Straßen entfremden (ich sage nur Schlittschuhbahn).

Da mein Englischdozent anscheinend auch von drauß‘ vom Lande kommt und um seine Rückreise fürchtete (und weil seine hibbeligen Studenten kaum das Vorlesungsende abwarten konnten, um den Weihnachtstruck eines gewissen großen internationalen Unternehmens zu bestaunen), beendete er unsere „session“ eine glatte viertel Stunde früher.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Dec 16, 2010
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Dec 16, 2010