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100 erste Tage an der Uni

Ungewohnte Einsamkeit

Die Türen der S 7 schließen sich, langsamen Schrittes gehe ich Richtung Treppe. Es ist kalt und die Stufen, die in den Bahnhof hinab führen, sind voller Streusand. Oben höre ich die Bahn davon fahren, während ich in der Unterführung den Pfützen ausweiche. Nach dem Erklimmen der zweiten Treppe, die mich wieder ans Tageslicht führt, eröffnet sich mir eine skurrile Kulisse: Die Gebäude der Universität, sonst umsäumt vom eiligen Treiben der Studenten, liegen ganz ruhig da. Von der Straße erhebt sich verträumt der milchige Schleier des Morgennebels. Die Stille auf dem Campus wirkt  unwirklich, doch sie ist Realität. Beinahe romantisch mutet diese Szenerie an…

STOPP! CUT! AUFHÖREN!

„Nichts mit Romantik hier, mein Lieber. Schon vergessen, weshalb du hier bist?“ „Wie könnte ich, liebstes Gewissen? Normalerweise läge ich jetzt im Bett! Schon vergessen?“ Dieser kurze Disput mit meinem inneren Schweinehund, Gewissen oder wie auch immer man es nennen mag, ließ meine heutige Mission zurück in mein Gehirn dringen: ich war zum Arbeiten hier. Und zwar an einem SAMSTAG MORGEN UM 09.00 UHR! Das war dann wirklich nicht mehr romantisch und die Szenerie verwandelte sich in einen hässlichen, kalten Wintermorgen. Zum Glück musste ich ja in die Bibliothek, da war es wenigstens warm…

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Mar 2, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Mar 2, 2011

100 erste Tage an der Uni

Vorlesungs-Beobachtungen

Uns Sozialwissenschaftlern liegt es wohl im Blut, die Umgebung ständig einer gründlichen Analyse zu unterziehen. Wahrscheinlich beobachtet man dann auch eher zufällig seinen Kommilitonen in der Vorlesung und entdeckt dabei die ein oder andere Seltsamkeit.

Zu diesem Umherschweifen im Hörsaal komme ich allerdings meistens nur in Politik, da mein Kopf in Geschichte sich aufgrund der Überfüllung des Raumes schlicht nicht bewegen kann oder morgens um 8 Uhr noch nicht aufgewacht ist. Im riesigen Audimax der sozialwissenschaftlichen Fakultät hat man hingegen genug Platz für Blicke abseits des vortragenden Professors. Auffällig sind hier drei Typen von Studenten.

Typ A (der Vorbildliche): folgt aufmerksam den Ausführungen des Dozenten und macht sich (im fortgeschrittenen Stadium) sogar noch Notizen dazu. Einfach nur vorbildlich!

Typ B (der Netbook-Suchti): hat entweder nur heute keinen Bock oder überhaupt, jedenfalls spielt er auf seinem Netbook Tetris oder liest die Spiegel-Homepage (immerhin!), während vorne der Stoff durchgenommen wird. Bleibt zu fragen, warum er überhaupt gekommen ist. Wahrscheinlich will er nur sein Gewissen beruhigen.

Typ C (der Unausgeschlafene): hat entweder zu wenig Kaffee getrunken oder er hat so wenig geschlafen, dass selbst zehn doppelte Espressi ihn nicht wach bekämen. Er liegt mit verschränkten Armen auf dem kleinen Tisch vor ihm und döst vor sich hin.
Ganz übel ist übrigens eine Kombination aus Typ B und C. Also einem unausgeschlafenen Netbook-Suchti, der am Anfang der Vorlesung noch wach genug ist, um auf dem Laptop rumzuspielen und dann im Laufe der Veranstaltung einschläft. Wenn das alles dann noch in der ersten Reihe vor den Augen des Profs geschieht… Dann gute Nacht!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Feb 21, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Feb 21, 2011

100 erste Tage an der Uni

Abwechslung ist wichtig

Als ich am Anfang des Studiums im Vorlesungsverzeichnis nach Kursen suchte, die mich abseits von Pflichtveranstaltungen interessieren könnten und eine Abwechslung zum Uni-Alltag boten, wurde ich fündig: Ein studentischer Uni-Chor, der in diesem Semester ein Stück inszenieren wollte. „Passt doch perfekt, Leon!“, dachte ich und meldete mich an. Da ich sowohl gerne singe als auch leidenschaftlicher Schauspieler bin, war ich mir sicher, eine optimale Wahl getroffen zu haben. Aber: Es sollte anders kommen …

Schon beim ersten Treffen beging ich einen taktisch unklugen Fehler. Auf Nachfrage des Dozenten – selber noch Student – wer im Raum ein Instrument spielen würde, meldete ich mich. Dies bereute ich einige Sekunden später, denn damit war ich in den Posten des Cello-Spielers im Ensemble erhoben worden. Welch eine (zweifelhafte) Ehre … okay, ich kann schon Cello spielen, doch seit zweit bis drei Jahren habe ich dies eher unregelmäßig bis gar nicht getan.

Eine andere Folge war, dass ich somit auch gleich per se nicht mehr als Schauspieler im Stück tätig werden konnte. „Na ja, sagte ich mir, sieh es positiv Leon, so kannst du wenigstens eine neue Herausforderung bewältigen. Daran soll der Mensch ja wachsen.“ Und nach anfänglichen Schwierigkeiten muss ich sagen, dass mir der Kurs (neben den drei Leistungspunkten) einiges gebracht hat: Abwechslung vom Uni-Alltag, Spaß bei den Proben und neue Gesichter. Ich kann es also jedem Ersti nur ans Herz legen, solch eine Abwechslung mit in den Stundeplan einzubauen und vor allem noch Platz für Hobbys zu lassen. Denn es sollen auch schon Leute an zu viel Arbeit und Stress eingegangen sein …

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Feb 15, 2011
Autor: Leon
Rubrik: studium
Feb 15, 2011