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100 erste Tage an der Uni

Vorlesungs-Beobachtungen

Autor:
Leon

Rubrik:
studium

21.02.2011

Uns Sozialwissenschaftlern liegt es wohl im Blut, die Umgebung ständig einer gründlichen Analyse zu unterziehen. Wahrscheinlich beobachtet man dann auch eher zufällig seinen Kommilitonen in der Vorlesung und entdeckt dabei die ein oder andere Seltsamkeit.

Zu diesem Umherschweifen im Hörsaal komme ich allerdings meistens nur in Politik, da mein Kopf in Geschichte sich aufgrund der Überfüllung des Raumes schlicht nicht bewegen kann oder morgens um 8 Uhr noch nicht aufgewacht ist. Im riesigen Audimax der sozialwissenschaftlichen Fakultät hat man hingegen genug Platz für Blicke abseits des vortragenden Professors. Auffällig sind hier drei Typen von Studenten.

Typ A (der Vorbildliche): folgt aufmerksam den Ausführungen des Dozenten und macht sich (im fortgeschrittenen Stadium) sogar noch Notizen dazu. Einfach nur vorbildlich!

Typ B (der Netbook-Suchti): hat entweder nur heute keinen Bock oder überhaupt, jedenfalls spielt er auf seinem Netbook Tetris oder liest die Spiegel-Homepage (immerhin!), während vorne der Stoff durchgenommen wird. Bleibt zu fragen, warum er überhaupt gekommen ist. Wahrscheinlich will er nur sein Gewissen beruhigen.

Typ C (der Unausgeschlafene): hat entweder zu wenig Kaffee getrunken oder er hat so wenig geschlafen, dass selbst zehn doppelte Espressi ihn nicht wach bekämen. Er liegt mit verschränkten Armen auf dem kleinen Tisch vor ihm und döst vor sich hin.
Ganz übel ist übrigens eine Kombination aus Typ B und C. Also einem unausgeschlafenen Netbook-Suchti, der am Anfang der Vorlesung noch wach genug ist, um auf dem Laptop rumzuspielen und dann im Laufe der Veranstaltung einschläft. Wenn das alles dann noch in der ersten Reihe vor den Augen des Profs geschieht… Dann gute Nacht!

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