interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Ungewohnte Einsamkeit

Autor:
Leon

Rubrik:
studium

02.03.2011

Die Türen der S 7 schließen sich, langsamen Schrittes gehe ich Richtung Treppe. Es ist kalt und die Stufen, die in den Bahnhof hinab führen, sind voller Streusand. Oben höre ich die Bahn davon fahren, während ich in der Unterführung den Pfützen ausweiche. Nach dem Erklimmen der zweiten Treppe, die mich wieder ans Tageslicht führt, eröffnet sich mir eine skurrile Kulisse: Die Gebäude der Universität, sonst umsäumt vom eiligen Treiben der Studenten, liegen ganz ruhig da. Von der Straße erhebt sich verträumt der milchige Schleier des Morgennebels. Die Stille auf dem Campus wirkt  unwirklich, doch sie ist Realität. Beinahe romantisch mutet diese Szenerie an…

STOPP! CUT! AUFHÖREN!

„Nichts mit Romantik hier, mein Lieber. Schon vergessen, weshalb du hier bist?“ „Wie könnte ich, liebstes Gewissen? Normalerweise läge ich jetzt im Bett! Schon vergessen?“ Dieser kurze Disput mit meinem inneren Schweinehund, Gewissen oder wie auch immer man es nennen mag, ließ meine heutige Mission zurück in mein Gehirn dringen: ich war zum Arbeiten hier. Und zwar an einem SAMSTAG MORGEN UM 09.00 UHR! Das war dann wirklich nicht mehr romantisch und die Szenerie verwandelte sich in einen hässlichen, kalten Wintermorgen. Zum Glück musste ich ja in die Bibliothek, da war es wenigstens warm…

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